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Tut mir leid Norge, ich weiß dass du davon am wenigsten begeistert bist, aber ich denke es macht im Moment am meisten Sinn.

Die Anfrage an Yutani kann ich gerne stellen, lasst uns vorher mal überlegen welchen Ort wir vorschlagen wollen und was wir an Ausrüstung brauchen. Hoffen wir einfach, dass Yutani uns dahingehend unterstützt.

Negative, ich habe auch kein Bedürfnis schneller als unbedingt nötig auf die Shigeru zurückzukehren.
Was die Verhandlungen angeht, ich wäre auch dafür die als erste Priorität zu sehen, nachdem von Seitens Yutani nun tatsächlich Unterhändler bereit zu stehen scheinen. Hoffen wir einfach, dass das kein komischer Sinn für Humor ist und es die tatsächlich gibt. CPT Uzun hat uns zu diesem Zweck freigestellt, dann sollten wir das auch verfolgen, wenn auch über Umwege. Wenn wir uns dafür entscheiden, gebe ich dem Yutani Customer Support bescheid und frage, ob man uns aufgrund der Umstände mit neuem Material für die Sicherung des Treffens ausstatten kann. Geld scheinen sie ja genug zu haben…

Wenn wir aber an der Owens-Sache so dicht dran bleiben wie möglich wäre mir das ganz recht. Wir haben schon einiges an privatem Geld für die Suche nach ihm verpulvert, wäre sehr ärgerlich wenn das ins Nichts verläuft. Ich weiß nicht ab wann man bei AIM nervös wird, vielleicht könnten wir nach der tatsächlichen Verhandlung ein kurzes Lebenszeichen an Uzun schicken und sagen, dass wir noch gebraucht werden? Wenn wir erst mal wieder auf der Shigeru sind, werden wir so schnell keine Gelegenheit mehr haben uns um Owens zu kümmern.

Was machen wir jetzt eigentlich weiter mit dir Brick? Ich sitze immer noch regelmäßig vor den Bildern und werde euch meine Gedanken mitteilen bevor wir hier aufbrechen. Wenn es eine Situation gibt in der du uns nicht mehr erkennen kannst, soll dir unsere emotionale Verknüpfung zu den Bildern und der Symbolik helfen, soweit habe ich das verstanden. Aber wie kommt es zu so einer Situation und müssen wir das herbeiführen um dir zu helfen?
Zoe blickt von Brick zu Regicide, in der Hoffnung dass er mit all dem mehr anfangen kann.

Noch während des Flugs…

Zu unserem offiziellen Anliegen hier.

Wir arbeiten alle für eine englische Firma, Vault Security International (VSI) – Schutzräume, Gebäudeschutz und Werttransporte. Die gibt es wirklich, die Zentrale ist in London. Mehrere Niederlassungen gibt es in früheren Kolonien. Wir kommen aus der von uns erfundenen Niederlassung Neu Delhi, die es erst seit kurzem geben soll. Lena kann für uns die Telefonzentrale machen falls jemand dort anrufen will.

Mitarbeiter der Firma sind Zivil unterwegs um keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Wir sind damit beauftragt Kunst-/ Wertgegenstände im Auftrag für einen VIP den wir nicht nennen dürfen zu bergen, bevor sie bei den Unruhen zerstört oder gestohlen werden. So könnten wir auch Kisten begründen die wir rumtragen solange keiner reinschauen will. Und wir könnten so nach Bedarf neue Orte erfinden an denen wir noch was „abholen“ sollen.

Mein Name ist Alleyne Reinolds und ich bin Sicherheitstechnikerin aus Großbritannien. Entsicherung und Sicherung von Wertgegenständen und Drohnenüberwachter Transport.

Wenn wir alle Daten zusammen haben gebe ich das für die Erstellung der SIN durch.

Norge, nein Rikard, wir sollten unbedingt anfangen uns jetzt schon so zu nennen, sonst kommen wir wenn es drauf ankommt durcheinander! Ich bin Alleyne Reinolds. Mehr dazu später…

Jedenfalls was ich sagen wollte; ich war hier schon mal unterwegs, allerdings zu ruhigeren Zeiten. Und es ist eine riesige Stadt, aber zumindest habe ich die ein oder andere Ecke schon mal gesehen.

Sie schaut zu Régicide
Das mit dem Geld war eine sehr gute Idee von Dir, das könnte uns jetzt wirklich helfen! Aber wir müssen bedenken, dass es um dein privates Geld geht, da wir kein Budget von AIM haben. Und seit ich meine Cyberware etwas aufmöbeln lassen habe, bin ich nicht mehr ganz so flüssig, ich weiß nicht wie es mit euch aussieht. Wir sollten also mit Ausgaben vorsichtig sein. Aber Savehouse wäre natürlich besonders auch mit unserer Ausrüstung eine feine Sache!

Zum Fahrzeug, ich hab bei meinem letzten Aufenthalt hier gerne die Flugtaxen genutzt. Ist zwar manchmal etwas abenteuerlich, aber im Moment vielleicht sicherer als sich direkt auf der Straße zu bewegen. Die Dinger sind recht teuer, aber es könnte ja ohnehin praktisch sein, nicht immer eines rufen zu müssen und naja – also ich hab da eine Idee wie ich eins länger und günstiger – – – mieten könnte…

Einen Kontakt zu den Triaden sollten wir im Stadtteil Xsunchan herstellen können. Wie genau weiß ich nicht, aber dort ist zumindest das Zentrum der organisierten Kriminalität in Beijing. Es sind Rotlichtviertel, Glücksspielviertel, Drogenviertel und Schwarzmarkt vereint und wenn man sehen will wie besoffene Touristen am Abgrund balancieren ist man dort auch genau richtig. Ich will gar nicht wissen wie es da im Moment aussieht. Und das meine ich gerade sehr wörtlich! Also mit den Triaden, wollen wir da ernsthaft Kontakt aufnehmen? Gibt es denn keine andere Möglichkeit Adra irgendwie zu kontaktieren? Ein Feuer-Tempel oder so? Ich meine was erzählen wir denen; entschuldigung, haben Sie zufällig eine Frau mit Kopftuch gesehen?

Ok, dann sind wir uns alle einig, es geht erst einmal nach Peking, ich gebe Hiller bescheid und dann sprechen wir in Ruhe über die Details.

Zoe will offensichtlich keine Zeit verlieren und gibt über den Boardfunk Hiller das Ziel durch.

Negative, nach allem was wir über Mirus Fähigkeiten wissen, habe ich ja das Gefühl, dass die Tochter keine Wanzen benötigt um bestens informiert zu sein. Ich hoffe, dass ich ihr hier zu viel zutraue, aber darüber versuche ich mir im Moment keine Sorgen zu machen. Spätestens wenn wir Daisuke Hiku um neue SIN bitten ist sie wieder auf dem Laufenden.

Brick, wir sollten dich gut sichern falls du noch einmal so einen Anfall erleidest. Norge behältst du ihn im Blick?

In dem Moment beginnt die Maschine ihren Kurs zu ändern und der Flug Richtung Peking beginnt…

Zoe sucht erst mal nach etwas Hochprozentigem in der Bar und nimmt einen Schluck direkt aus der Flasche, die sie dann nach kurzem festklammern den anderen hinhält. Man merkt ihr den Stress an, dennoch versucht sie sich besonders gerade aufzurichten, so als wollte sie Atras Worten an sie entsprechen.

Ich glaube wir haben heute Geschichte geschrieben und werden dennoch nie darin vorkommen. Letzteres ist für mich erst mal der beruhigende Teil.

Was machen wir jetzt? Also die Owen Sache ist wichtig aber nicht das dringendste, ich würde jemand beauftragen der Mary-Beth beschattet damit wir später einen Anhaltspunkt haben.

Operation Kimono hat denke ich höchste Priorität, dafür wurden wir beauftragt, aber im Moment haben wir keine weitere Anweisung in der Sache. Wir können Daisuke Haki bitten uns auf dem Laufenden zu halten wenn es tatsächlich noch Verhandlungen geben wird und bis dahin sein Angebot nutzen.

Ob wir uns dabei nun auf die Sache mit Atra und Peking einlassen… ich weiß es nicht. Meine Hoffnung wäre, dass wir in dem Zug etwas für Brick tun können, da er sich für die Therapie mit Feuer entscheiden hat. Wie genau das aussehen soll ist mir allerdings ein Rätsel. Régicide, sagen Dir die Unterlagen mehr?

 

Weiteres Training

EVAKUIERUNGSROUTINEN

Negative zeigt dem Team verschiedene Evakuierungssimulationen an einem großen Monitor im Besprechungszimmer.

„Sobald klar ist, an welchen Orten die Begegnungen stattfinden sollen, müssen alle Häuserpläne besorgt und studiert werden. Die Vorbereitung am Einsatzort wird also noch viel Zeit verschlingen.“ wirft Zoe ein.

Danach geht es aufs Flugdeck und erste Übungen beginnen aus einem stehenden Fahrzeug, dann aus einem Fahrzeug das sich in Schrittgeschwindigkeit fortbewegt.

Dann lässt Zoe einen Helikopter 3 Meter über dem Deck schweben und es wird geübt Personen die sich nicht selbst abseilen zu evakuieren ohne dass der Helikopter landen muss. Es wird schnell klar, dass Brick als erster aussteigt um dann Personen in Empfang nehmen zu können bzw. als letzter ein wenn die Person in den Heli verbracht werden soll.

PERSONENDURCHSUCHUNG

Am nächsten Tag werden die Basics der Personendurchsuchung durchgesprochen. Abtasten mit dem Handrücken, da man hier mehr Gefühl hat, vom Kragen beginnend nach unten und zuletzt am Rücken – hier muss ein Soldat herhalten, der gerade so aussah als hätte er nichts besseres zu tun gehabt. Den Fokus legen Negative und Zoe neben offensichtlichen Waffen auf das Auffinden von Wanzen. Zoe hat auch noch etwas vorbereitet das zunächst wie eine Spielerei aussieht, sich aber besonders bei ihrer Größe als sehr nützlich erweiset. Zwei kleine Flugdrohnen, ausgestattet mit Metalldetektoren schwirren um den Soldaten und melden auffällige Gegenstände. Dingo, Zoes Hund wird in das Training einbezogen. Er schnüffeln kurz an der zu durchsuchenden Person. Er zeigt an wenn jemand Sprengstoff versteckt hat. Zoe erspart dem armen Soldaten die Demonstration was Dingo macht wenn jemand sie mit einer Waffe angreifen will.

Auch die rechtliche Situation wird besprochen. Zum Beispiel muss ein begründeter Verdacht bestehen dass die Person Dinge mit sich führt die gefährlich sind. Und Personen dürfen nur von jemand gleichen Geschlechts durchsucht werden, dies gilt aber nicht, wenn die sofortige Durchsuchung zum Schutz gegen eine Gefahr für Leib oder Leben erforderlich erscheint. Im Grunde wird schnell klar, dass bei den Anforderungen und der Situation die rechtlichen Grundlagen für ein Handeln schnell begründet werden können. Man sollte sich nur vor allem in Japan nicht verhalten wie ein zu motivierter Türsteher.

SPIONAGEABWEHR

Zoe erklärt dem Team an welchen Stellen mit Wanzen zu rechnen ist und wie man einen Raum entsprechend absucht während Negative im Groben auf Verschlüsselungen und Störsignale eingeht und betont wie wichtig es ist, eine politisch relevante Unterhaltung erst zu beginnen wenn der Raum freigegeben ist.

In den folgenden Tagen werden die Übungen wiederholt und vertieft, hauptsächlich unter Negatives Anleitung, Zoe hält sich im Hintergrund.

Metamenschen

Da Régicide den Punkt mit den Metamenschen in Japan angesprochen hat, möchte ich euch hierzu noch meinen Wissensstand mitteilen.

Zunächst zu meiner persönlichen Erfahrung, ich wurde bisher sehr freundliche behandelt, allerdings konnte man mich deutlich als Touristin erkennen und meine rosa Haare kamen besonders bei den jungen Mädchen sehr gut an. Das hilft euch nicht weiter, aber zeigt, dass keine grundsätzlich negative Stimmung gegenüber Metamenschen herrscht. Es kommt auf den Einzelfall an.

Es ist richtig, dass das Japanische Imperium 2014 beschlossen hatte, dass Metamenschen ausländischen illegalen Einwanderern gleichgestellt werden und sogar in entlegene Regionen deportiert wurden.

Der Kaiser Yasuhito hat 2062 dann die Deportation von Metamenschen eingestellt. In der Bevölkerung gab es natürlich weiterhin Vorurteile und Diskriminierung um es mal harmlos darzustellen. Die „Schande“ betrifft aber nur das eigene Volk, Ausländer wurden hier immer besonders behandelt.

Heute sind Metamenschen auch in Japan ein Teil des täglichen Straßenbildes. Darüberhinaus gibt es auch vereinzelt japanische Metamenschen, die durchaus sehr respektiert und geachtet werden. Rassismus ist aber innerhalb der eigenen Bevölkerung immer noch an der Tagesordnung.

Für Ausländer ist es wichtiger, wie sie sich verhalten. Daher ist unser Training zu den Höflichkeitsformen auch besonders wichtig. Wenn uns also Türen verschlossen bleiben, liegt es vermutlich daran, dass wir keine Japaner sind, nicht daran dass wir Metamenschen sind.

Einführung in die japanische Sprache

Zoe beginnt mit den absoluten Basics der Sprache. Die Schriftzeichen lässt sie völlig außen vor und erklärt euch, dass man mit lateinischen Buchstaben zwar in der Realität nicht sehr weit kommt, aber die Japaner diese dennoch vereinzelt verwenden und man auch fast jeden Begriff in dieser Form abbilden kann.

Nachdem sie Begrüßungen und einige Höflichkeitsfloskeln durchgegangen ist, gibt sie jedem von euch ein kleines, zylinderförmiges Gerät in die Hand. Als sie eines anschaltet, erscheint eine kleine Hologrammgestalt die euch im ersten Moment an Miru erinnert und euch mit den Worten „Yoi tsuitachi. Watashi wa anata no tame ni nani ga dekimasu ka?“ begrüßt.

Den ersten Teil versteht ihr, das hieß „Guten Tag“.

„Stellt euch das in die Kabine und redet mit ihr. Die Software ist auf englisch und japanisch eingestellt, sie wird euch aber immer zunächst auf Japanisch antworten. Probiert es aus, es heißt jetzt dranbleiben. Je mehr ihr jetzt schon den Klang der Sprache verinnerlicht, desto einfacher wird der Intensivkurs im Anschluss. Dabei geht es noch nichtmal darum, dass ihr jetzt viel verstehen müsst.

Generell geht es weniger darum sich mit den wenigen Brocken unterhalten zu können, als um Höflichkeitsbezeugungen und Zurückhaltung, soweit das unsere Aufgabe zulässt. Gebt eurem Gegenüber nicht die Hand, sondern macht eine respektvolle, angedeutete Verbeugung. Wenn euch jemand etwas in die Hand gibt, nehmt es mit beiden Händen an und wertschätzt es. Sprecht niemals jemand von euch aus mit dem Vornamen an. Im Japanischen wird der Familienname übrigens vor dem Rufnamen genannt. Aber hierzu werden wir Details noch in Tokio besprechen.“

 

 

„Also ich würde unauffällig verschwinden.“ Zoe macht nicht den Eindruck als gäbe es um die 3 Alternativen noch Diskussionsbedarf.

Als Régicide von der unauffälligsten Person im Team spricht die man nicht als Personenschützer wahrnimmt  – und dabei auf sich kommt – schmunzelt sie.

„Ob das taktisch Sinn macht, kann ich nicht beurteilen, da fehlt mir die Erfahrung. Aber Régicide, wenn Du erst mal in einem Anzug steckst, fehlt ja nur noch die Sonnenbrille um möglichst nicht wie ein Personenschützer auszusehen.“