Operation Vodka

Operationsleitung: MAJ Katsuo Uzun
Einsatzleitung: CPT Morelle, SSG Breslin
Kommunikation: SPC Kara Lance
Matrix-Unterstützung (off-site): CW2 Goodfellow
Operationsbasis: Safe House „Univer“, Volgograd

Einordnung

CPT Katsuo Uzun

Meine Herrn, Chief Miller – gut drei Wochen sind seit Operation Himba vergangen. Die aggressive Suche nach den Hauptströmen des Menschenhandels, die von Dahomey ausgehen, dauern jetzt bereits fast acht Monate an. So langsam erhärten sich klare Hinweise.

Die Mittelmeerroute des Menschenhandels führt durch den Bosporus ins Schwarze Meer und darüber hinaus. Auch Operation Himba hat hierzu Hinweise geliefert. Volgograd, die Hauptstadt der Autonomen Provinz Volgograd (APV), ist der Durchgangs- oder Zielhafen zahlreicher Verschleppungen gewesen. Lebende Fracht wird dort gelöscht – darunter befand sich, wie wir nun wissen, auch Lena Mason, an Bord der „Epheseus“.

Unmittelbar nach Operation Sommerregen haben wir einen geheimdienstlichen Aktivposten nach Volgograd gesendet, um die lokalen Strukturen des Menschenhandels sowie weiterführende Schmuggelrouten zu untersuchen. Diese Arbeit ist nun an einem Punkt angelangt, an dem wir mit Entschlossenheit und Nachdruck handeln müssen. Da kommen sie ins Spiel.

Sie werden an Bord eines Kontainerschiffes als Besatzung getarnt nach Volgograd einreisen und sich mit den lokalen Geheimdienstvertretern treffen. Diese werden sie in die aktuelle Lage einweisen und mit ihnen gemeinsam die Sicherung von entscheidenden Informationen durchführen.

Missionsziele

  • Persönliche Kontaktaufnahme mit unseren Aktivposten in Volgograd
  • Aufklärung der von Volgograd weiterführenden Routen des Menschenhandels nach Osten
  • Identifikation der entscheidenden Akteure im Menschenhandel und Sklavenumschlag vor Ort

Geplanter Ablauf

SPC Kara Lance

Das werden sie lieben. Eine verdeckte, direkte Operation ohne offiziellen Aufkleber auf dem Spesenbuch. Sie werden im westlichen Haltewasser vor dem Bosporus, auf Sichtweite zu Istanbul, an Bord der Piano IV gehen, – ein veraltetes Kontainerschiff aus den frühen 30ern, das für die Bosoko Shipment International fährt. Sie ersetzen dort Teile der Mannschaft: Schiffsarzt, Hermetiker, Sicherheitsinspektor und Firmenaufsicht. Ich überlasse es ihnen herauszufinden, wer in welche Rolle schlüpfen wird!

Das Schiff ist sauber und juristisch unverdächtig. Es transportiert autonome Landmaschinen nach Turkmenistan. Volgograd ist seit dem großen Kanalbau von 2045 der Kontrollhafen für den Schiffsverkehr zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer („Neuhafen AP Volgograd“). Die Piano IV wird an diesem Nadelöhr einen Tag auf einen Anlegeplatz warten und dann zwei Tage löschen. In dieser Zeit besteht freier Landgang. In diesem Zeitraum muss ihre Operation durchgeführt werden.

Neuhafen AP Volgograd

Volgograd ist militärisch besetzt aber die Lage stabil. Die Autonome Provinz Volgograd (APV) ist in einem Waffenstillstand mit der Russischen Föderation. Die APV ist völkerrechtlich nicht anerkannt. Die Miliz der APV kontrolliert Volgograd, das Umland und die Kanaldurchfahrt nach West und Süd. Die Infrastruktur ist größtenteils intakt, lediglich der Strom wird zeitweise kontingentiert und Matrixzugänge werden strikt begrenzt.

In dieser Situation müssen sie sich mit den Aktivposten treffen. Es handelt sich um eine Mann und eine Frau. Die Kontaktaufnahme wird über die Führungsstelle in Finistère abgewickelt, um die beiden Missionen – ihre und die der Agenten – nicht zu gefährden.

Sobald die Agenten sie ins Safe House „Univer“ gebracht haben, können sie gemeinsam das weitere Vorgehen erörtern. Potentielle Ziele für eine entscheidende Informationsbeschaffung sind:

  • Ein „Hotelbetreiber“, durch dessen Etablissements Menschen geschleust werden.
  • Ein Busunternehmen, das nach Kasachstan transferiert.
  • Ein Büro der Schlepperorganisation vor Ort.

Die aktuellste Lage vor Ort erfahren sie durch die Agenten. Ausrüstung wird auf Anforderung vom lokalen Schwarzmarkt in Volgograd erworben und im Safe House vorgehalten.

Sie verlassen das Einsatzgebiet Volgograd planmäßig auf der Piano IV und werden im kaspischen Meer ausgeschleust.

Die Kontaktpersonen

Die beiden Aktivposten in Volgograd werden von der Intelligence Branch in Finistère geführt. Sie zählen zum hauptberuflichen Personal von AIM und haben langjährige Aufklärungs- und Spionageerfahrung.

Die Kontaktaufnahme wird zwischen Finistère und der Einsatzleitung abgestimmt, um jede direkte Verbindung durch Kompromittierung der Kommunikation vorab auszuschließen. Sie erhalten also die Informationen zum Erstkontakt ausschließlich von uns.

Die Kontaktpersonen sind mit einem Nano-Tattoo am Oberarm markiert. Sie erhalten von uns einen chemischen Stift um das Tattoo im Zweifelsfall sichtbar zu machen.

Ab dem Erstkontakt, agieren sie in Abstimmung eigenständig, berichten aber ausschließlich auf den gesicherten Kanälen zur Einsatzleitung. Niemals direkt der Agentenführung oder über Dritte.

Rechtliche Lage

Die AP Volgograd ist völkerrechtlich nicht anerkannt. Dennoch ist der Neuhafen ein sehr wichtiger Umschlagplatz für den Welthandel. Es gelten internationales Handels- und Seerecht. Leider wird dieses Recht nicht durch die Miliz forciert. Schwarzmarkt und Menschenhandel, Schmuggel und Schleusungen sind an der Tagesordnung und werden von der Autonomieführung gedeckt.

Akteure vor Ort arbeiten normalerweise unter dem Schutz privater, lokaler Sicherheitsdienstleister. Die Miliz setzt nur rudimentär Gesetze durch. Man schützt sich selbst. Bestechung und Korruption ist an der Tagesordnung.

Die APV nutzt im Einzelhandel und bei vielen Kaufgeschäften ein eigenes Devisensystem, das auf veralteter Kryptowährung und Bargeld basiert. Sie erhalten einen Bargeldposten von 1,2 Mio VC für die Spesen vor Ort. Das entspricht ungefähr 400,000 =Y=.

Die APV ist aus dem SIN-System ausgestiegen. Credsticks sind zwar nutzbar, SIN bringen einem im Alltag jedoch nicht weiter. Für sie werden Schiffsausweise ausgestellt. Die Zugehörigkeit zu einem Schiff im Löschvorgang legitimiert ihre Anwesenheit in Volgograd.

Politische Lage

Wir sind auf der Jagd nach kriminellen Schleusern und Akteuren aus der organisierten Kriminalität. Die politische Situation der APV ist nicht von besonderer Relevanz für diese Mission. Die Autonomieführung und Miliz der APV folgt einer idealistischen Agenda mit pan-kaukasischen Zielen. Kooperationen zwischen der Autonomieführung und kriminellen Organisationen sind rein zweckmäßig. Die APV strebt eine internationale Anerkennung an. Das ist aber in der nächsten Dekade eher unrealistisch.

<gelöschter Ordner>

CW2 Mike Goodfellow

Ja, super. Danke, dass die Einsatzleitung den Absatz über den Matrixzugang einfach mal löscht. Ich kann ja eh nix ausrichten \o/

Ernsthafter gesagt: APV hat keine Matrix. Deshalb haben sie ne Trommel Landkabel von Kasachstan hergelegt! 😀 Offiziell dürfen die keine Matrix betreiben, also helfen die netten Nachbarn aus und Satelliten-Uplinks sind hoch im Kurs für die Bessergestellten.

Der regionale Host ist also ein kasachisch-turkmenischer Schatten-Host. Er ist auf Grün-3 notiert, was lächerlich ist. Eine Tanksäule in Seattle ist stärker gesichert. Haltet euch also von der Matrix am besten fern. Denn in so einem Teich treiben sich nur Predatoren und boshafte Konstrukte rum. Das gute ist, der vva93sl4\/3 kann da locker einmarschieren, wenn es sein muss! :O

8 Kommentare zu „Operation Vodka“

  1. Danke Major.
    Da haben sie recht, das scheint mir ein spannender Job zu werden.

    Folgende Rückfragen:
    – Primärziel ist Aufklärung. Für den Fall, dass Haupt-Akteure der Schleusung ausfindig gemacht werden können, ist eine Festsetzung und Ausführung denkbar, falls Befragungen nicht vor Ort durchgeführt werden können? Wie verhält es sich, wenn Verschleppte befreit werden können?
    – Besteht ihrer Ansicht die Notwendigkeit einer autonomen, dauerhaften Überwachung, etwa durch den Einsatz von entsprechender Technik? Die beschriebene Matrix-Situation lässt vermuten, dass beim Menschenschmuggel der Informationsaustausch auf anderen Wegen vonstatten geht.

  2. CPT Uzun, eine kurze Rückfrage; wird eine der Positionen auf dem Schiff doppelt belegt, oder wird die SFG 77 nicht in voller Zahl antreten?

  3. Chief Miller,

    gut beobachtet. Specialist Lance hat hier wohl vergessen zu erwähnen, dass die Rolle als Sicherheitsinspektor zweimal vorgesehen ist (für technische Anlagen und für Sicherheitsverhalten des Personals). Es sind jedenfalls genug Tarnidentitäten vorgesehen. Sie müssten sich nur vorab entscheiden, wie sie die aufteilen wollen.

    Sergeant Boucard,

    vielen Dank für das vorausschauende Denken. Eine Ausschleusung einzelner Personen ist denkbar, sofern die Sicherheit des Einsatzes gewährleistet werden kann. Da die Piano IV der einzige vorgesehene Rückzugsweg ist, verbieten sich größere Evakuierung nach momentaner Lage. Wir beobachten die Situation natürlich ständig, und bewerten sie gegebenenfalls neu. Die Ausschleusung von Personen hat im Moment jedenfalls keine zwingende Priorität.

    Die Agenten der Aufklärung vor Ort haben die technische Überwachung ausgeschöpft. Daher nun die Notwendigkeit, vor Ort Hand anzulegen. Wir gehen davon aus, dass wesentliche Absprachen zwischen Schleusergruppen nicht über die Matrix oder loakale Kommunikationstechnologie erfolgt.

    MAJ Uzun

  4. Verzeihung MAJ Uzun, die alte Gewohnheit. Ist es möglich, vom Schiff technische Pläne zu erhalten?

    Nun an den CPT… Ich stelle mich für die Position des Sicherheitsinspektor technische Anlagen zur Verfügung. Sollten wir schneller wieder ablegen müssen als uns lieb ist, sollten wir vielleicht ein ordentlich motorisiertes und mit ein paar Tagesrationen bestücktest Beiboot für uns bereit halten? Oder gibt es noch andere Wege, die wir uns offen halten sollten?

  5. @SFG77
    Ich habe mit dem CPT über unsere Tarn-Identitäten gesprochen. Folgende Aufteilung ergibt sich:

    Norge > Schiffsarzt
    Regicite > Hermetiker
    Positive > Firmenaufsicht
    Copper > Sicherheitsinspektor Personal
    Zoe > Sicherheitsinspektor technische Anlagen

    Wenn nicht jemand anfängt ganz doll zu weinen, gebe ich das so an den MAJ weiter.
    *Zoe zuppelt ganz nebenbei ein pinkes Taschentuch aus dem Rucksack*

  6. Sicherheitsinspektor Personal, verstanden.

    Ich werde mich mit den Grundlagen des internationalen Seerechts vertraut machen, und den Gegebenheiten vor Ort. Insbesondere herrschendes Waffenrecht.

    Welches sind die vorherrschenden Landessprachen, damit wir aus AIM-Beständen Chips mitnehmen können im Zweifel?

  7. Chief Miller,

    ich antworte auf ihre verschiedenen Anfragen hier kompakt: Technische Pläne vom Schiff liegen vor. Es gibt insgesamt eine Crew von vierzehn Personen. Sie werden gegen vier davon ausgetauscht, so dass in Volgograd die Besatzung aus 15 Personen besteht. Kapitän, Navigator, Erster Offizier, sieben Deckmannschaften, alle aus verschiedenen Teilen der Welt zusammengewürfelt.

    in der AP Volgograd sind kleinere bis mittelgroße Drohnen verbreitet, für Transport, Berichterstattung oder Überwachung (Verkehr, Crowd Monitoring). Lokal übliche Drohnen können im Safe House bereitgestellt werden. Ebenso auch sauberes und nicht nachvollziehbares Equipment vom lokalen Schwarzmarkt. Bereits angefordert sind Schutzkleidung, Sprengstoff, persönliche Bewaffnung (P, SMG, AR, LMG), Elektronikworkshop, mechanische Werkbank, forensische Ausstattung und ein Computerterminal mit Uplink zum Operations Host.

    Das fragliche Busunternehmen im Zielgebiet unterhält mehr als zweihundert Busse in drei Ländern. In Volgograd gibt es derzeit so ungefähr 20, die im Einsatz sind, auf Abruf stehen, repariert werden etc. Der überwiegende Teil verkehrt auf Überlandverbindungen oder wird konkret für Kunden berietgestellt, zum Beispiel für den Transfer von Arbeitskräften. Das Busunternehmen stellt keine Linienbusse bereit.

    Sergeant Breslin,

    für eine schnelle Einarbeitung in relevante Rechtslagen steht ihnen die Legal Services Division zur Verfügung. Ein Ansprechpartner wird Sie kontaktieren. Die vorherrschenden Sprachen in der AP Volgograd sind Cityspeak, Russisch, Kantonesisch, Englisch, Turkmenisch, Kasachisch und weitere Regionalsprachen und Dialekte.

    Herzliche Grüße,

    MAJ Uzun

  8. Direkt nach der Rückkehr nach Nakatombe

    „Attention!
    Nach dem Norge und ich uns beraten haben, steht ein Ritualgruben-, mit Fakeln & Trommeln, Zweikampf zwischen Postive und Esun an!
    Postive, bist du bereit, aufgepumpt, zuversichtlich? Ernsthaft, hält du das für eine gute Idee? Der Rest?
    Ich habe mal vorsichtig beim Major Vorgefühl, ich bin noch sehr wage geblieben, aber unser Zeitfenster ist klein, sobald wir aus Nakatombe raus sind wird da nix mehr daraus. Also sollten wir uns sicher sein das das lohnt und dann müssen wir Uzun schnell und intensiv von allen Seiten beschwätzen, bevor er realisiert was das genau bedeutet….
    noch Fragen?“

    Bei der Planung von Op. Vodka

    „Attention!
    Ich habe mich mit dem Major beraten und wir haben ein paar Parameter für unsere Operation umrissen.
    Bevor wir nicht von den Agenten vor Ort gebrieft wurden, brauchen wir keine Detailpläne machen. Was ebenfalls nicht auf dem Programm steht sind lange Observationen, SIG-Int. oder lokales Kontakte knüpfen. Das machen die Agenten vor Ort schon seid einigen Monaten. Bisher sind sie noch nicht weiter gekommen als unsere drei Ziele auszumachen.
    Mit unserem drei Tage Zeitfenster bedeutet das ‚robustes Vorgehen‘…Uzuns Worte!
    Einbrechen, Beweise sichern, Leute verhören und ggf. Gefangene befreien. Und diesmal könnt das Verhör unangenehmer für die Menschenschmuggler werden…aber wie erwähnt sind es Menschenschmuggler, so meine Skrupel sind eher klein.

    Im Safehaus haben wir Werkzeug für elektronische Reparaturen, unseren primären Kommunikation Hub, eine Labor für kriminologische und forensische Untersuchungen, von all diesen Dingen werden wir gebrauch machen!

    Das bedeutet, wir verschaffen uns einen Überblick, suchen unsere Ziel aus, schlagen zu, schlagen nach, sichten die beschafften Infos und überlegen dann ob es noch mehr Nachschläge gibt.

    Wir werden in die Mannschaft des Schiffes eingeschleust, was bedeutet das wir den Job den wir da bekommen auch wirklich machen müssen. Die Passage vom Bosperus bis nach Volgograd dauert etwas 8 Tage, also nehmt euch was zu lesen mit. Ich für meinen Teil habe 6 Monate Papierkram nachzuarbeiten und werde das in der Zeit erledigen, wenn also noch jemand eine Gehaltserhöhung einreichen will, wäre das jetzt ein guter Zeitpunkt.

    Irgend jemand in diesem Abfalleimer der zivilisierten Welt hat Lena aus einem Kontäner gezerrt und in einen Bus verfrachtet. Diese Personen werden wir finden und zum reden bringen…
    Noch Fragen!?

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