Régicide nimmt die Flasche, öffnet sie und nimmt einen kleinen Schluck, nickt zu stimmend in Zoes Richtung, nippt erneut und reicht die Flasche weiter. Die Bekundungen von Zoe, das sie auch seltsame Erinnerungen hat, scheinen ihn sichtlich erleichtert zu haben. Bricks Aussage über seinen offensichtlichen Dachschaden habe ihm sogar ein Schmunzeln abgerungen.
„Die meisten Meta-Menschen heutzutage werden als Metas geboren.“
Er deutet auf Brick
„Aber nicht alle! Genau so verhält es sich mit Zauberern. Bei den meisten erwacht das latente Gen im Kleinkindalter, sorgt für einige Kuriositäten, beginnt mit der Pupertät zu wachsen und erreicht sein volles Potenzial mit dem auslaufen dieser körperlichen Entwicklung. Die tätsächliche Macht hingegen hängt von Training und Ausbildung ab.“
Er nimmt einen weiteren Schluck aus der Flasche:
„Aber nicht bei allen! Ich war so magische begabt und talentiert wie ein Ziegelstein. Nach meinem Eintritt in die Légion Étrangère und meiner Ausbildung in den Scout Snipern würde ich nach Syrien versetzt. Normal für die jungen Rekruten, der nahe Osten ist schließlich einer der stabileren Regionen der Welt. Zumindes bis zum Oktober`60. Als die ersten Anzeichen kamen wurden wir in Alarmbereitschaft versetzt, der Marschbefehl kam kurz darauf….“
Er bricht ab, starrt einen Moment ins nichts, dann setzt er die Flaschen an und zieht, lang und tief. Nach dem 5 Schluck tippt Norge gegen die Flasche, Bazut setzt gehorsam wieder ab:
„Die Legion war als einer der ersten Truppenteile vor Ort….Wie immer! Zu diesem Zeitpunkt war alles Panik, Hektik, Terror. Dämonen brachen aus der Hölle in unsere Welt und Schlachtete die Bevölkerung ab. Unserer Aufgabe war es, die persischen Truppen bei der Evakuierung der Bevölkerung zu unterstützen. Totaler Unsinn, wir waren nur ein paar Hundert. Aber General Boumont entwickelte eine Strategie die Erfolgreich war. Diese Biester gingen nicht beliebig vor, sie konzentrierten sich auf große Gruppen und bestimmt Punkte….Und an diesen erstellten wir Killzones.
Ifrits sind zwar übernatürliche Wesen, aber durch ihren Übertritt werden sie materiell, sie bluten und sie sterben. Überlegene Taktik, Ausbildung und Feuerkraft, das war die Antwort….bis zu den Drachen!“
Er erneut nimmt er einen Schluck, die andern sind nicht mehr sicher ob Régicide noch registiert das sie mit im Raum sind. Nicht wegen des Alkohols, sondern weil er sich in Trance geredet hat, sein Blick nach innen gerichtet, auf Erinnerungen die er nicht sehen will:
„Der zweite Zug hatte bereits Bekanntschaft mit ihnen gemacht….80% Verluste. Aber auch diese Monster konnten Bluten, sie waren keine echten Drachen, schwarze Zerrbilder, Alpträume in fester Form…Boumont hatte ihnen Codenamen gegeben: Petit für den Größten von ihnen, le Grande für den Kleinsten, Panther für den Dunklen und…und Roi, weil seine Hörner, Ohren und Kopffinne wie eine Comic-Krone aussahen.
Wir lauerten ihnen auf, und tatsächlich begaben sie sich in Kreuzfeuer. Das dritte Gefecht meines Lebens….gegen Drachen!
Die Lage war aussichtslos, uns allen war das klar. Es ging nur darum, den Alliierten in Īlām so viel Zeit wie möglich zu erkaufen.
Die Sniper waren auf einem Berghang eingegraben, oberhalb der Mörserstellung und des Lazaretts….keiner von uns sah den Angriff kommen, plötzlich war der Schatten über uns und einer der Drachen krachte von der Bergspitze aus in unsere Stellung. Feuer, schmerlzender Stein, schmelzendes Fleisch….
Etienne, meine Spoter, verbrannte keine 2m neben mir, in der selben Zeit die ich gebraucht habe seinen Namen zu rufen…
Bazut Krempelt den rechten Ärmel hoch, zeigt die Brandnarben:
„Die Verbrennungen waren schwer, sie haben mich den Rest des Konfliktes aussitzen lassen. Nach meinem Wechsel zur GIGN wurden der verbrannte Teil meines Gesichtes und meiner Hand mit geklontem Gewebe wieder hergestellt….wo war ich stehen geblieben? Ach ja:
Der Drache krachte in die Mörserstellung 100m unterhalb meiner Position und begann darin zu wüten. Instinktiv folgte ich dem ein gedrillten Ablauf. Das Ziel visulle ausmachen, dann im Visier wiederfinden. Als ich das Opjektiv an mein Auge drückte fand ich ein Ziel…ein riesiges, gelbes Auge…Ich sah aber noch viel mehr. Ich sah das Monster hinter der Drachenform, das Nicht-Wesen das es wirklich war und wie sein Dasein die Welt vergiftet, eine Welt die auch zum ersten Mal sah wie sie wirklich war, lebendig, pulsierend, magisch…und in Gefahr.
Das war mein erster Blick in den Astralraum, mein Erwachen. Der Monster, Roi hattes es auch bemerkt, den er sah mich an, er erkannte mich….Dann drückte ich ab. Das Auge barst und die Kreatur wand sich in Schmerzen, eine Gelegenheit die von den Kameraden für einen Gegenangriff genutzt wurde. Dutzende von Panzerabwehrraketen trafen den riesigen Leib, das Ding ergriff die Fluch….“
Bazut hebt die Flasche, nippt aber nur, langsam kehr er aus seiner Trance zurück:
„Der Name Régicide ist also eine falsche Bezeichnung, die Kameraden haben darauf bestanden.
Der„König“ den ich getötet habe lebt noch, er ist immer noch da draußen….und er weiß wer ich bin. Deshalb habe ich auf dem Schlachtfeld keine Angst. Deshalb kann ich tun was ich tue, ohne mir sorgen um die Gefahr zu machen. Ich weiß genau was mich erwartet. Seit dem Tod meiner Frau habe ich nur noch vor einer Sache Angst: Ich weiß das ER mich früher oder später finden wird, ich habe Angst davor das er meine Tochter zu erst findet!“
Man kann sehen wie er mit dem Gedanken spielt die Schnapsflasche in einem Zug zu leeren…dann schaut er in die Runde, nippt erneut und stellt sie wieder auf den Tisch“