
Wer hätte es gedacht. Monate war es her, mehr als ein Jahr, dass die SFG 77 die junge Gothic- und Metal-Fan Naama Malik aus den Tiefen des Habitats Umisachihiko gerettet hatte. Sie war damals der unfreiwillige Köder gewesen, um Régicite in eine Falle zu locken. Die Folgen des fast gelungenen Genickschusses spürte Régicite noch ein Jahr später. Es war wahrscheinlich nicht verwunderlich, dass die alte Wunde sich am Tag von Naamas Anruf bereits am Morgen wieder meldete.
Naama rief aus Seattle an. Sie hatte dort, nach den ganzen Zwischenfällen im Rahmen der Operation Ground Zero, neu Fuß gefasst. Ein neuer Job, neue Freunde, neue Perspektiven. Ihr ging es scheinbar gut. Warum sich Naama gemeldet hatte, blieb nach dem Gespräch irgendwie etwas nebulös. Vielleicht war sie der SFG 77 einfach dankbar und immer noch verbunden. Zumindest blieb nach dem Gespräch das positive Gefühl, dass es Naama soweit gut ging – so gut es einem in Seattle, mit all seinen Schattenseiten und Gefahren, eben gehen konnte.
Die Dreiundzwanzigjährige arbeitete jetzt für ein Seafood Restaurant in Tacoma. Aber eigentlich begeistert sie sich für die Industrial Cyber Cross-Meta Metal Szene der Westküste. Also ein ganz normales Leben im Sprawl, endlich.