Uzun bei Zoé auf der Krankenstation

Ein vorsichtiges Klopfen an Zoés Krankenstation auf der Cassiopeia. Es ist CPT Katsuo Uzun, der mit gezogener Dienstmütze eintritt.

„Oh, ich sehe, sie haben geschlafen. Nun, ich mache es kurz.“

Er schließt die Tür. und tritt neben ihr Bett. Sein Blick wirkt aufmunternd, er lächelt etwas.

„Sie haben sich mit einem Chrom-Wyvern angelegt, oder soetwas der Art. Ein arkanes Konstrukt. Dafür machen sie einen wirklich sehr guten Eindruck, Miss Miller.“

Er legt die Mütze auf einen Beistelltisch und setzt sich auf einen Stuhl direkt neben Zoé.

„Sergeant Milestone und sie standen sich nahe. Sein Verlust bedaure ich sehr. Ich wollte ihnen mein Mitgefühl ausdrücken.“

Er blickt kurz über das Zimmer und vermeidet einen zu langen Blick in Zoés Gesicht. Was sollte er mehr noch sagen? Dann fährt er fort.

„Ich habe nicht viel Zeit und sie sollten sich besser auch ausruhen. Aber zwei Dinge wollte ich loswerden. Ich denke es ist besser, wenn sie als freiberufliche Operative für die SFG 77 eine Weile aussetzen. Sie sollten eine Auszeit nehmen und Abstand gewinnen. Und kommen sie nur wieder, wenn sie sich ernsthaft und rückhaltslos für eine militärische Laufbahn in Sondereinsätzen geeignet sehen. Ihre Fähigkeiten und ihren … unmilitärischen Gerechtigkeitssinn habe ich immer geschätzt. Ich bin deshalb auch ganz ehrlich in dieser Sache. Wir sind alle ziemlich an die Grenzen gegangen. Damit meine ich insbesondere auch die Grundsätze von AIM. An der ein oder anderen Stelle sind wir vielleicht gestolpert. Erfolgreich zwar, aber mit einem Beigeschmack. Was jetzt aus der SFG 77 wird, weiß ich übrigens nicht. Ich weiß nur, dass es Restrukturierungen geben wird. Wahrscheinlich wird sich was ändern, in den kommenden Monaten. Das ist also ein guter Zeitpunkt für eine Auszeit.“

Er nimmt seine Mütze wieder auf und dreht sie zwischen den beiden Händen dreimal.

„Ja, und Zobitzsch, Miss Miller. Also Zobitzsch lebt. Er hat sich nach Petersburg durchgeschlagen. Die Informationen besagen, er hätte ein Konto angetastet, auf dem das Bestechungsgeld von Albertsson lag. Sein Fluch ist wohl gebrochen. Die COC hat versucht ihn in die Finger zu bekommen, aber er ist in Russland untergetaucht. Die Yutani Corporation lässt die Sache ruhen. Wenn er vorsichtig ist, wird er wohl jetzt frei leben können. … Ich, em, dachte, das wollten sie vielleicht wissen.“

Er steht auf, rückt die Mütze zurecht und salutiert ihr zum Abschied zu.

„Viel Erfolg und gute Besserung, Miss Miller.“