In den ersten Stunden der Einsatzvorbereitungen werden die grundlegenden Dinge immer wieder über Trideo angesprochen. So ist auch Lena oft mit von der Partie im Operations Host und gibt dem Lieutenant und der SFG 77 Auskunft.
Hallo!
Also, Lieutenant, der Schwarzmarkt bietet ein üppiges Portfolio, wenn ich das so sagen darf. Durch die grenznahe Lage nach Nigeria sind vor allem Handfeuerwaffen, Gewehre und auch Sturmgewehre greifbar. Die kommen durch die Vielzahl von Milizen und Söldnergruppen seit Jahrzehnten ins Land. Das meiste ist solide und gebrauchte Ware der Mittelklasse. Zum Beispiel Gewehre von Colt und AK. Schwere Waffen sind auch machbar. Könnte unter Umständen natürlich etwas länger dauern. Bei Sprengstoffen würde ich raten, dass wir bei Bedarf auf Improvisationen zurückgreifen. Also lieber eine improvisierte Schrappnellgranate als eine Claymore. Ich mein‘ das wegen dem Risiko aufzufallen. Sowohl bei der Anschaffung als auch beim Einsatz. Em… also. .. ja gut, eine improvisierte Mine fällt auch auf wenn sie hoch geht… aber ich meine, dass jemand nacher herumschnüffeln könnte und sich bei Semtex am Kinnbart kratzt!
Generell gilt, wie überall sonst auch, dass militärisches Equipment jeder Art sehr teuer werden kann und auch Aufsehen erregt. Je mehr Improvsationstalent genutzt wird, desto besser fahren wir!
Die Einführung persönlicher Waffen ist möglich. Wir gehen in Lome an Land und der Grenzschmuggel wird letztlich mit einigem Aufwand und Fahrzeugwechsel verbunden sein. Sie können nur einführen, was sie am Mann führen können ohne übermäßiges Aufsehen zu erwecken. Ich rate allerdings davon ab, das Risiko einzugehen mit Waffen in Verbindung gebracht zu werden. Personen und Material zu trennen ist normalerweise ein Standard, auf den ich bei sowas poche! Stellen sie sich vor wir kommen in eine Kontrolle, trotz allem! Die Einreise ist der kritischste Punkt.
Mit dem Fahrzeug haben Collette… ich meine Chief Hiller und ich, gewartet, bis wir genaueres wissen. Zivilfahrzeuge jeder Art sind auch kurzfistig verfügbar. Fliegen ist da schon schwieriger. Da fehlt uns noch die Infrastruktur. Um ungesehen zu starten und zu landen, bräuchten wir ein sicheres Gelände. Chief Hiller meinte, die Tombu-Villa wäre ideal, da es dort Lagerhallen gibt, die man als Hangar missbrauchen könnte. Und em… was das Bootshaus angeht, also… wo sollte das sein? Moskuwa hat keine Flussverbindung. Welchen Wasserzugang meinen Sie? Den Fluss Bura, der vom Staudamm aus nach Süden geht? Ich kann natürlich sowas mieten, wenn es sowas gibt. Auch ein Boot. Aber wir haben kein Personal und keine Ressourcen um ein zweites Gelände derzeit adäquat zu sichern.
Was wollten Sie noch wissen? … Ach ja, genau. Die Privatwohnung gehört einer afrikanischen Familie. Wohl so fünf Leute oder so. Ich habe nurmal kurz Hallo gesagt. Sie haben zwei Kinder. Eines noch ziemlich klein. Der Mann ist Anzugträger, arbeitet nachts. Die Frau geht fast gar nicht aus dem Haus, soweit ich das mitbekommen habe. Die Wohnungen hier im Safe House sind verdammt gut isoliert. Habe nicht viel mitbekommen. Die von mir wohl auch nicht.
Das „Büro“ ist wohl eher so eine Art em… Studio oder so? Ich glaube, da werden ab und an Fotos gemacht. Es ist meistens dunkel. Ich habe nur einmal einen Fotografen mit ein paar Models gesehen. Im Erdgeschoss ist ein Talentstudio. Ich glaube, das hängt zusammen.
Lena salutiert und lächelt hoffnungsvoll über das Trideo.