Nach einer längeren Recherche parallel zum Gespräch meldet sich Collette Hiller wieder zu Wort:
„Sir, ich habe mir einen groben Überblick verschafft. Mit unserem momentanen Standbein hier in dieser westafrikanischen Sauna denke ich nicht, dass wir über eine kleine zweimotorige Option hinausgehen sollten. Also beispielsweise eine Focker Cloud 9 für acht Mann nebst Ausrüstung. Ein paar Räder und ein aufblasbares Faltboot kriegen wir da unter. Für alle gröberen Spielereien, wie Quads oder Speeder brauchen wir schon was in der Liga eines HS 895 Skytruck. Für ein Bus oder ein gepanzertes Fahrzeug eine Lockheed C 260 oder am besten einen Schwenkflügler, Osprey zum Beispiel. Transport-Starrflügler mit Wassertauglichkeit gibt es so bis zwölf Tonnen Nutzlast. Die kann man aber aufgrund der Bauweise nicht einfach im Wasser über die Laderampe be- und entladen. Dafür ist eine Anlandung nötig. Will man mit dem Boot aus dem Fluggerät rausfahren, wie in den Filmen, dann kommt man um einen schweren Schwenkflügler nicht rum. Oder um einen Stunt!
Das Ding ist aber: es ist eine Frage der Abwägung. Geringe Signatur scheint unser Gebot zu sein. Das geht auf Kosten der Traglast. Außerdem vermietet keiner eine C260 tageweise an eine Pilotin, die er nicht kennt. So funktioniert die Branche nicht. Das gibt nur Ärger, das zu versuchen. Solange wir kein solideres Standbein haben, sollten wir mit kleinem Spielzeug spielen. Mit der Tombu Villa hätten wir Logistik und Platz für eine langfristige Anmietung. Die hat eine pistenfähige Betonstraße. Außerdem könnten wir dann auch eigene Modifikationen am Fahrzeug vornehmen, für Sonderverwendungen etwa. Mit eigener Flugpiste wäre auch ein Gebrauchtkauf oder… „, kurz grinst sie breit, „eine feindliche Bestandsüberführung durchaus eine erwägenswerte Option.“