Denver Data Haven hat die Miru-Puppenkollektion nach dem riesen Hype um Überwachung und Massenmanipulation intensiv geprüft und entlarvt die Puppenkollektion als „überrschend simple Social Media KI“ mit wenig Innovation. Ein „lauer Aufguss“ von lange Bekanntem in einer Spielzeugpuppe. Der Yutani Customer Support sagt hingegen, es handle sich um ein funktionales Sammel- und Spielzeugprodukt in dem zum Teil substantielle Features eingebaut sind, so wie etwa Learn Bots, Therapeutische KIs, Sprachassistenten, Karriere- oder Medientools. Es handele sich ausdrücklich nicht nur um ein Kinderprodukt sondern um eine Lebens-, Arbeits- und Haushaltshilfe für alle Altersklassen.

Die designierte CEO der Yutani Corporation wendete sich in einem spontanen Interview in Tokio schmollend und patzig an die Kritiker:
„Die kleinen Miru sind genauso Teil der Yutani-Familie wie wir alle. Ich verstehe die gehässigen Kritiker nicht. Jeder hat etwas lieb gewonnenes, das er wie einen guten Freund behandelt. Die Shinto-Schreine Japans sind eng bewohnt mit Stoffteddys und Unique Social Bots, die ihre Besitzer ein Leben lang begleitet haben! Und im übrigen hat es mit Überwachung überhaupt nichts zu tun, wenn eine Familie aufeinander aufpasst!“

Die CEO „Miru“ hatte vor zwei Wochen die lange gehegten Gerüchte bestätigt, wonach sie die ehemals verstorbene Tochter der zurückgetretenen Miss Yutani ist, deren Bewusstsein im frühkindlichen Alter aufgrund einer schweren Erkrankung digitalisiert wurde. Demnach wäre Miru die erste Megacorporate CEO der Welt ohne substantielle, leibliche Körpererfahrung und die erste Person deren natürliches Bewusstsein eine psychologische Entwicklung in reiner Digitalform vollzogen hätte. Ihre hypride Stellung zwischen KI, Metamensch und den mittlerweile wieder als ausgestorben geltenden Otaku gibt nach wie vor Anlass zu hitzigen Spekulationen über den Status der Miru als Person und ihrer Qualifizierung als CEO.
Die UCAS Jugend- und Konsumentenschutzbehörde kündigte jedenfalls an, sich nicht auf die Unbedenklichkeitsbescheinigung von Yutani Corporation oder des illegalen Hackerkollektivs aus Denver verlassen zu wollen. Bis auf weiteres bleiben die Miru-Puppen allerdings auch im nordamerikanischen Sortiment der meisten Einzelhandelsunternehmen. Der beachtliche Umsatz ist ein starkes Argument.