Broken, but still strong

Blut, Blut, Blut….
Stille…
Vogelstimmen, warmer Wind, das Röhren eines Wasserbüffels….Frieden
Philippe blickt über die die Landschaft der erwachten Kalahari, vor im ragen die Wêreldbome, die Weltbäume, in dem Himmel. Diese Ansammlung der gigantischen Baobabs erheben sich majestätisch aus einer Landschaft die noch vor 50 Jahren eine meist trockene Wüste war, nun eines der artenreichsten Gegenden der erwachten Welt. Hierher zu kommen ist einer von Philippes unerfüllten Vorsätze seines Lebens…warum eigentlich unerfüllt?…
Als die dunklen Gedanken heraufziehen wollen wird er daran erinnert das die Sonne angenehme scheint, die Luft angefühlt ist mit dem Gerüchen wilder Kräuter und dem Ruf der Tiere. Warum er noch nicht hier gekommen ist?…das ist Thema für einen anderen Zeitpunkt!
Philippe leht sich zurück, an seinen Baobab. Dieser ist viel kleiner als ein Wêreldboom, trotzdem hat er das Gefühl das er immer noch viel zu groß ist, sollte der nicht auf seinem Tisch stehen?…egal!
Die große, weiße Antilope die neben im Sitz und ihn beobachtet, scheint sehr zufrieden, das er den unnützen Gedanken abgeschüttelt hat ohne das sie ihn erinnern muss. Sie schüttelt ihrer rote Mähne und lächelt ihn an. Ihm ist, als wollte sie ihn fragen ob er es so bequem hätte. Phil nimmt einen tiefen Schluck von seinem kalten Choukachou, nickt ihr zu, lehnt dann den Kopf nach hinten, schiebt den Sonnenhut zurecht und und beobachtet die idyllische Landschaft vor sich…. rote Mähne?…Schulterzucken, gähnen und noch einen Schluck nehmen!….

DeVries sieht auf die Diagnosedaten welche sich auf Monitoren seines Labors verteilen. Abgesehen davon das er seinen Patienten nicht anfassen kann, ist er genau so gut informiert als wäre er vor Ort:
„Erstaunlich… Dach dem sich die halluzinogenen Anfälle von Herrn Bucard so stark verschlechtert haben hat mir sein Zustand wirklich Sorgen bereitet, einen medikamentöse Behandlung schien unvermeidlich, auch wenn ich nur ungern durchgeführt hätte.“
Er blick erneut auf seine Monitore:
„Doch alle Gehirnströme zeigen nun wieder normale Werte, EKG ist gut und die chemische Imblance löst sich stetig auf. Wie lange haben sie gesagt, können sie diese Zustand aufrecht erhalten.“

In der Krankenstation der Shigeruu wendet sich Sigrid Johannsdottier dem Triedobildshirm zu, auf dem der Arzt zu sehen ist:
„24 Std. ohne Probleme, doch wenn sie es für medizinisch Nötig halten kann ich einen Kollegen einfliegen lassen, einen spezialisierte Medizinischen Hermetiker. Er kann ein Heilkoma über Wochen aufrecht erhalten.“

DeVries ist erneut erstaunt über die scheinbar grenzenlose Aufwand der für diesen Patienten aufgewendet wird. Das Neuronal-Spectrometer, welches ihm seinen diagnostischen Daten liefert, ist um Längen genauer aus das in seiner Praxix, abgesehen von der Tatsache das einen renommierte Professoren ihrer gesamte Aufmerksamkeit drauf gewendet hat, Mr. Bucrad vor einer Psychose zu bewahren. Es unklar ob der Patient wirklich Schäden erlitten hätte, DeVries sieht die Möglichkeit als gegeben aber nicht extrem hoch, 20% vielleicht. Sicher ist nun dass, sollte der Patient ohne halluzinogene Anwandlung erwachen, ein Schaden mehr als unwahrscheinlich ist:
„Ich glaube nicht das das nötig sein wird, ich würde eine solche Maßnahme auch nicht ohne die Einverständnis des Patienten oder ihm Ernstfall die seiner nächsten Angehörigen durchführen. Solange der Patient gut beaufsichtige wird und sie mich wieder zuschalten wenn er auf wacht, sollten wir erst an dieser Stelle fortfahren.“

Johannsdottiers Hand ruht auf der Brust von Negative, ihre schneeweiße, matte Haut in hartem Kontrast zu seiner, welche wie poliertes Ebenholz wirkt. Sie fühlt in seinen Traum, sieht die Antilope die Mähne schütteln, als sie sich mit der anderen Hand die roten Haare zwischen den Hörner zurecht streicht. Sie muss schmunzeln, fühlt sich durch den Aniliopenvergleich in Negatives Kopf aber durchaus geschmeichelt.
„Ich werde persönlich für Mr.Bucard sorgen, melde mich aber bei ihnen sobald er sich dem aufwachen nähert. Vielen Dank Her Docteer“
Auf dem Bildschirm nickt DeVries, dann verwindet er. Sigrid ist klar das der Mann sich einige Fragen stellt, Fragen auf die er keine Antworten bekommen wird. Wahrscheinlich ist das nicht das erste Mal das ihm das passiert, wie dem auch sei, die Umstände welche dafür gesorgt haben das Negative solche Aufmerksamkeit verdient, sind immer noch streng geheim. Für Sigrid ist die Sache einfach. Wenn deine Tochter entführt und von dämonischen Zaubern festgehalten wird, gravieren sich die Namen der Leute die sie retten, ziemlich permanent in deine „beliebte Personen“-Liste.

Philippe vor den Folgen seines Zusammenbruches zu beschützen war jedoch nur ein erster Schritt. Sie hatte erkannt das in dem dunkelhäutigen Elfen ein tieferes Geheimnis schlummert. Etwas was er verdrängt und sicher selber noch nicht erkannt hat. Nun, wenn er bereit ist, sich diesem Problem zu stellen würde sie ihm helfen so gut sie es konnte. Für den Augenblick gab es jedoch noch andere Dinge zu bedenken.

Bei Lloyds of London liegt eine riesige Versicherungssumme, bis zu 25mil bereit, es gibt jedoch keinen Abnehmer. Kein offizieller AIM-Einsatz, kein Polizeieinsatz, die Individuuen geheim. Der Schaden an ihrem Haus wurde bereits behoben und war durch die Police voll abgedeckt. In solchen fällen war es üblich, einen Teil der Versicherungssumme einer gemeinnützigen Einrichtung zukommne zu lassen, von der die Beteiligten indirekt profitieren, zB. dem Hinterbliebenfont der Polizeibehörde. Die NTNU müssten also ein Konzept vorlegen, welches dem Umständen angemessen ist.
Sie vergewissert sich ein letzten Mal das Philippe zufrieden träumt, dann clipt sie ihr Headset ans linke Horn und spricht eine Com-Code, es klingelt:
„NTNU, Institut für Medizinische Forschung“
„Hier ist Professor Johansdottier, würden sie mich bitte mit dem Leiter der Kybernetik verbinden“
„Selbstverständlich Professor, einen Moment….“
„Ødegård!“
„Remund hier ist Sigrid“
„Sigrid! Gut von dir zu hören, hier auf dem Kampus gibt es die wildesten Gerüchte und immer noch kein öffentliches Statement, Geht es euch gut?!“
„Den Umständen entsprechend geht es hervorragend! Eine Verlautbarung wird es auch geben, die Lage ist nur kompliziert. Das ist aber nicht der Grund meines Anrufes. Ich wollte dich Fragen in welchem Stadium die Neuronale Soldatenhilfe Initative ist“
„Uff, da stößt du was an….