Alle Beiträge von Corre Sverdrup

NTS News 01’2073

Unruhe am Kap

Zwei Wochen nach den Vorfällen in der Stadt am Horn sind die Unruhen noch nicht beendet, eher im Gegenteil. Strom und Netz sind schon seit einer Woche wieder restauriert, doch die Unzufriedenheit steigt. Aus einem Kataklysmus der alle getroffen hat, wurde schnell einer der die Unterschicht trifft. In Südafrika bedeute das aber sofort das es die Nicht-Weißen trifft und schon hebt das alte Monster der Apartheid wider seinen hässlichen Kopf.
Protestiert wird auf allen Ebenen. Im Parlament, im Stadtrat, in Bürgerversammlungen und auf der Straße. Und dort kam es schon mehrfach zu Ausschreitungen. Die Polizei bekam eine harte Linie vorgegeben, so das einige der Situation die als friedlicher Protests begannen schließlich eskalierten. Scheinbar gibt es auf Seiten der Protestanten gewaltbereite Elemente, es gibt Aufnahmen von Demonstranten die Steine, Brandsätze und an einer Stelle sogar Handgranaten gegen die Polizei einsetzten. Eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht, viel hoffen auf die Rückkehr der gefiederten Schlange, zuversichtlich das sie zumindest die innere Ordnung, wenn schon nicht die Einigkeit wieder herstellen wird.
Aus den Reihen der Politik sind aber auch andere Stimmen zu vernehmen und das nicht nur aus Süd-Afrika. Hier wird das Rücksichts- und Verantwortungslose verhalten von Mujajis angeprangert. Sie sei schuld an den Ereignissen und würde es nun anderen überlassen den angerichteten Schaden wieder in Ordnung zu bringen.

 

Die Sondersendung Wyrmtalk hat für allgemeines Aussehen gesorgt. Wärend die eigendliche Diskussion, bezüglich des Konfliktes im Pazifik einen vorraussehbaren Verlauf genommen hat, Gastgeber wie Gäste haben die Weltgemeinschaft daran erinnert welche verherende Folgen ein Ressourcenkrieg hat und haben eindrucksfoll dargestellt wie es schon jetzt die Weltwirtschaft und das Leben von Millonen Negative beeinflusst. Nein, es waren Anfang und Ende die die Menschen beeindruckt und erschüttert haben und nun das Netz glühen lassen.
Wie gewohnt began die Show mit einem Diamonolog, in dem das Publikum nur den einen Teil des Gespräches hört. An statt als Dolmetscher zu fungieren ist Timmos der Gesprächspartner von Dunkelzahn und vermittelt durch seine Antworten und Fragen den ungehörten Teil der Koversation. Dunkelzahn untestreicht diese durch kleine magische Bilder und seine antrainiert menschliche Mimik.
In diesem

Da Drachen nicht in herkömmlichen Sinn sprechen können, sondern Telepathisch kommunizieren und dazu auch noch anders Denken als Saphiens, benutzen Drachen die sich öffentlich Mitteilen einen Dolmetscher, eine Beziehung die ein enges Vertrauensverhältnis voraussetzt. John Timmons & Dunkelzahn sind seit über 15 Jahren ein Team. Drüber hinaus ist Dunkelzahn, mehr als alle anderen seiner Art, in der Lage, menschliche Mimik und Geräusche nachzuahmen. Ein leißes, rumpelndes Lachen oder ein sarkastisches Schnauben. Ikonisch ist jedoch sein, während seiner Präsidentschaft weltberühmt gewordenes, “optimistisches Augenzwingern an die Nation“

Gespräch ging es um Verantwortung, Timmons addresiert die Vorwürfe welche sich gegen Mujaji richten. Was alles geschen sei und das es ihre Schuld ist und natürlich die große Frage Warum? Nach den zehnminütigen Gespräch hat die selbsgerechte Politikelite der Welt einen kräftigen Dämpfer erhalten. Ohne Mujaji wäre die Situation schon lange Eskaliert, wieder einmal hat man bewisen das man unwillig ist aus vergangen Ereigissen zu lernen, die Augen vor der Wirklichkeit verschließt und an einem Status Quo festhält der schon vor dem Erwachen nicht mehr zeitgemäss war. In leitenden Positionen in Südafrika gibt es 6% Erwachte, Zauber eingeschossen und keinen einzigen Nicht-Mensch. Das spiegelt die Demograhie des Landes nicht mal Ansatzweise wieder. Afrika als Kontinent hat die meisten NHSS (Non-Human Sentinent Species) pro Einwohnerzahl, genau so wie erwachte Zaubere & Metamenschen. Wenn sich das nicht in den Entscheidungsgremin wiederspiegt, wäre man selber daran Schuld. Auf die Frage was Mujaji gerade tun würde:
“Was meinst du damit, du weißt es auch nicht?!
Du bist dir sicher das sie sinnvoll Okupiert ist?
…und wohl auch die einzige Antwort die wir kriegen würden, selbst wenn du es wüsstest!“

Noch eindringlicher war jedoch die Abschlussrede in der sich Dunkelzahn, über Timmons, direkt an sein Zuhörer wendet:
“Ich habe was ich nun sage schon vielfach gesagt, ich sage es jetzt noch mal mit Donner! Bitte stellen sie sich vor wie es ist wenn es in der Entfehrnung donnert. Wir alle, auch Ich und die Meinen reagieren auf den Klang des Donners. Es ist Instinkt!
Wenn wir klug sind, hören wir den Donner und treffen Vorbereitungen. Gewitter oder Orkan, man muss ganz unterschiedlich reagieren.
Wer nicht auf den Donner hört, der erleidet Schaden, manchmal hat man auch Glück. Doch auch wer ihn hört muss Abschätzen was auf ihn zu kommt. Wenn sich heraus stellt das der Donner das herranrollen eines Tsunami ist, hilft es nichts das man die Fenster fest geschlossen hat. Erkenntnis kommt of zu spät, der Spielraum für das Glück ist klein“
Der Drache nimmt einmal tief Athem:
“Die Welt donnert! Das Erwachen, die Goblinisierung, Dali, Etusan, Große Wander, Ilam,  Mujajis aufbruch…mehr wird folgen…
Hört auf den Donner!“

 

Timmons entspannt sich und fügt in seiner eigenen Stimme hinzu:
“Verehrte Sentienc, wir wünschen ihnen eine erfolgreiche und sichere Reise“

Urban Brawl

Die Fans der Denver Dudes schauen auf eine lange Durststrecke zurück. Früher eine der erfolgreichsten Urban Brawl Mannschaften sorgten Skandale und Missmanagement für den Fall der großen Dudes. Nun hat es Versprechungen gegeben, ein neues Management und eine kräftige Finanzspritze des Hauptsponsors DUDE Industries. Schließlich kehrte Tyler “T“ Lomkostin, “the most dangerous Elf alive“ nach 8 Jahren Hiatus, als Trainer zu seiner Mannschaft zurück. Und nun? Nach eine eher enttäuschenden Saisonanfang holten Denver letzte Woche einen knappen Sieg gegen Detroit und beendet einen 12 Games Losing Streak. Gestern aber wurde der Traum des Rekordmeisters Anaheim, in dieser Saison ohne Niederlage zu spielen, zerschlagen. Die Assasin halten den Urban Cup nun seit vier Jahren in Folge und waren bisher Ungeschlagen. Doch Denver wendete das Blatt so radikal wie niemals zuvor. Die Dudes vernichteten die bewährte Aufstellungen der Assassins und machten ein Spiel welches auf Taktik und Punkten basiert und weniger auf hartem Kampf. Assassins Leader Mick McKay zeigt sich beeindruckt aber nicht beunruhigt.
“Niemand besiegt uns in unserem Spiel! Wir haben den Fehler gemacht, zu glauben das alle Gegner unser Spiel mitspielen. Heute hat Denver gezeigt warum sie mal zu den Größten diese Sports gehört haben. Denver ist zurück, jetzt wird die Sache interessant. Dem Rest da da drausen sagen ich, zieht euch warm an, Denver sage ich, wir sehen uns beim Super Brawl.

NTNU Kidnapping

Seit Wochen ranken sich die Gerüchte um das Kidnapping der Tochter einer Professorin der NTNU, gefolgt von einer spektakulären und erfolgreichen Rettungsaktion. Die gesamte Lage stand unter strengster Geheimhaltung, die Ermittlungen laufen noch immer auf Hochtouren. Doch heute veröffentlicht die Polizei zum ersten Mal Einzelheiten zu diesem brisanten Fall, welche die Wichtigkeit der Untersuchungen überdeutlich werden lassen. Zum einen handelt es sich bei den Opfern um niemand anderen als um die Tochter von Sigrid Johansdottier, der bekannten Druidin und arkanen Wissenschaftlerin. Ebenso scheinen die Kidnapper in direktem Zusammenhang mit den Bioterrorist welche den Anschlag auf das Aker Brygge Shoppingcenter in Oslo verübt haben, zu stehen. Da es sich um einen Fall von nationalem Interesse handelt, welcher auch internationale Schritte nach sich ziehen werden, bleiben die Einzelheiten zum Kidnapping und der Rettungsaktion weiterhin verschlossen. Auch Prof. Johannsdottier, äußerte sich zu den Umständen nicht. Gleichzeitig mit der Veröffentlichung der Polizei, gab die NTNU einen Pressekonferenz in der zunächst der Präsident der Universität und schließlich auch Frau Professor eine Statement ablegten. Während der Präsident eine allgemeine Erklärung verlas, begab sich Johannsdottier auf einen unerwarteten Pfad:

„Meine Damen und Herren
Ich wende mich heute an sie um so die Möglichkeit zu nutzen, denen zu Danken die alles gewagt haben um das zu beschützen was mir das wichtigste ist. Ihren Name werden unbekannt bleiben, weitere namenlose Helden die sich in unzählige Helden die vor ihnen gekommen sind einreihen. Diesmal aber soll die Geschichte so nicht enden.
Durch den selbstlosen Einsatz tapfere Männer und Frauen sind weder mir noch meiner Tochter körperlicher Schaden zugefügt worden, ebenso hat mein Arbeitgeber, in weiser Voraussicht, die nötigen Maßnahmen getroffen uns gegen solche Vorfälle abzusichern, wenigsten monetär. Unsere seelischen Wunden zu heilen ist aber keine Frage des Geldes, sonder unseres eingen Taten, wie wir beschließen in die Zukunft zu blicken und diese nach unseren besten Kräften zu formen.
Wir müssen zurück geben, zurück an die Gemeinschaft der Menschen die bereit sind sich zwischen uns und die Gefahr zu werfen. Die meisten von uns schlafen nur deshalb ruhig, weil kompetente und entschlossene Sapiens bereit stehen in unserem Namen Gewalt anzuwenden. Doch manchmal bleiben sie davon nicht unbeschadet.
Die Gefahren der erwachten Welt verlangt es, dass der Einzeln über das menschliche Hinauswächst, was wir durch Cybernetik erreichen. Doch diese ist nicht ohne Nebenwirkungen. Seit einigen Jahren gibt es an der Universitätsklinik der NTNU einen Abteilung die sich mit cybernetischen Spätfolgen beschäftigt. Mit dem Geld der Versicherung und im Zusammenarbeit mit mehreren anderen Spendern gebe ich die Gründung einer Stiftung bekannt, die eine Versorgung von Soldaten pro Bono ermöglichen soll. Es ist eine Schande, aber traurige Wirklichkeit das es Fälle gibt in denen eine Versorgung nicht gewährleistet ist oder das aus dem Dienst entlassene Soldat erst Jahre später die Nebenwirkungen spürt und dann mit dem Problem alleine sind. Diese Stiftung soll einen Schritt sein diese Misstände zu bekämpfen und darauf aufmerksam machen. Der Name der Stiftung wird zu ihrer Gründung bekannt gegeben und hoffentlich im nächsten Jahr ihrer Arbeit aufnehmen.“

Broken, but still strong

Blut, Blut, Blut….
Stille…
Vogelstimmen, warmer Wind, das Röhren eines Wasserbüffels….Frieden
Philippe blickt über die die Landschaft der erwachten Kalahari, vor im ragen die Wêreldbome, die Weltbäume, in dem Himmel. Diese Ansammlung der gigantischen Baobabs erheben sich majestätisch aus einer Landschaft die noch vor 50 Jahren eine meist trockene Wüste war, nun eines der artenreichsten Gegenden der erwachten Welt. Hierher zu kommen ist einer von Philippes unerfüllten Vorsätze seines Lebens…warum eigentlich unerfüllt?…
Als die dunklen Gedanken heraufziehen wollen wird er daran erinnert das die Sonne angenehme scheint, die Luft angefühlt ist mit dem Gerüchen wilder Kräuter und dem Ruf der Tiere. Warum er noch nicht hier gekommen ist?…das ist Thema für einen anderen Zeitpunkt!
Philippe leht sich zurück, an seinen Baobab. Dieser ist viel kleiner als ein Wêreldboom, trotzdem hat er das Gefühl das er immer noch viel zu groß ist, sollte der nicht auf seinem Tisch stehen?…egal!
Die große, weiße Antilope die neben im Sitz und ihn beobachtet, scheint sehr zufrieden, das er den unnützen Gedanken abgeschüttelt hat ohne das sie ihn erinnern muss. Sie schüttelt ihrer rote Mähne und lächelt ihn an. Ihm ist, als wollte sie ihn fragen ob er es so bequem hätte. Phil nimmt einen tiefen Schluck von seinem kalten Choukachou, nickt ihr zu, lehnt dann den Kopf nach hinten, schiebt den Sonnenhut zurecht und und beobachtet die idyllische Landschaft vor sich…. rote Mähne?…Schulterzucken, gähnen und noch einen Schluck nehmen!….

DeVries sieht auf die Diagnosedaten welche sich auf Monitoren seines Labors verteilen. Abgesehen davon das er seinen Patienten nicht anfassen kann, ist er genau so gut informiert als wäre er vor Ort:
„Erstaunlich… Dach dem sich die halluzinogenen Anfälle von Herrn Bucard so stark verschlechtert haben hat mir sein Zustand wirklich Sorgen bereitet, einen medikamentöse Behandlung schien unvermeidlich, auch wenn ich nur ungern durchgeführt hätte.“
Er blick erneut auf seine Monitore:
„Doch alle Gehirnströme zeigen nun wieder normale Werte, EKG ist gut und die chemische Imblance löst sich stetig auf. Wie lange haben sie gesagt, können sie diese Zustand aufrecht erhalten.“

In der Krankenstation der Shigeruu wendet sich Sigrid Johannsdottier dem Triedobildshirm zu, auf dem der Arzt zu sehen ist:
„24 Std. ohne Probleme, doch wenn sie es für medizinisch Nötig halten kann ich einen Kollegen einfliegen lassen, einen spezialisierte Medizinischen Hermetiker. Er kann ein Heilkoma über Wochen aufrecht erhalten.“

DeVries ist erneut erstaunt über die scheinbar grenzenlose Aufwand der für diesen Patienten aufgewendet wird. Das Neuronal-Spectrometer, welches ihm seinen diagnostischen Daten liefert, ist um Längen genauer aus das in seiner Praxix, abgesehen von der Tatsache das einen renommierte Professoren ihrer gesamte Aufmerksamkeit drauf gewendet hat, Mr. Bucrad vor einer Psychose zu bewahren. Es unklar ob der Patient wirklich Schäden erlitten hätte, DeVries sieht die Möglichkeit als gegeben aber nicht extrem hoch, 20% vielleicht. Sicher ist nun dass, sollte der Patient ohne halluzinogene Anwandlung erwachen, ein Schaden mehr als unwahrscheinlich ist:
„Ich glaube nicht das das nötig sein wird, ich würde eine solche Maßnahme auch nicht ohne die Einverständnis des Patienten oder ihm Ernstfall die seiner nächsten Angehörigen durchführen. Solange der Patient gut beaufsichtige wird und sie mich wieder zuschalten wenn er auf wacht, sollten wir erst an dieser Stelle fortfahren.“

Johannsdottiers Hand ruht auf der Brust von Negative, ihre schneeweiße, matte Haut in hartem Kontrast zu seiner, welche wie poliertes Ebenholz wirkt. Sie fühlt in seinen Traum, sieht die Antilope die Mähne schütteln, als sie sich mit der anderen Hand die roten Haare zwischen den Hörner zurecht streicht. Sie muss schmunzeln, fühlt sich durch den Aniliopenvergleich in Negatives Kopf aber durchaus geschmeichelt.
„Ich werde persönlich für Mr.Bucard sorgen, melde mich aber bei ihnen sobald er sich dem aufwachen nähert. Vielen Dank Her Docteer“
Auf dem Bildschirm nickt DeVries, dann verwindet er. Sigrid ist klar das der Mann sich einige Fragen stellt, Fragen auf die er keine Antworten bekommen wird. Wahrscheinlich ist das nicht das erste Mal das ihm das passiert, wie dem auch sei, die Umstände welche dafür gesorgt haben das Negative solche Aufmerksamkeit verdient, sind immer noch streng geheim. Für Sigrid ist die Sache einfach. Wenn deine Tochter entführt und von dämonischen Zaubern festgehalten wird, gravieren sich die Namen der Leute die sie retten, ziemlich permanent in deine „beliebte Personen“-Liste.

Philippe vor den Folgen seines Zusammenbruches zu beschützen war jedoch nur ein erster Schritt. Sie hatte erkannt das in dem dunkelhäutigen Elfen ein tieferes Geheimnis schlummert. Etwas was er verdrängt und sicher selber noch nicht erkannt hat. Nun, wenn er bereit ist, sich diesem Problem zu stellen würde sie ihm helfen so gut sie es konnte. Für den Augenblick gab es jedoch noch andere Dinge zu bedenken.

Bei Lloyds of London liegt eine riesige Versicherungssumme, bis zu 25mil bereit, es gibt jedoch keinen Abnehmer. Kein offizieller AIM-Einsatz, kein Polizeieinsatz, die Individuuen geheim. Der Schaden an ihrem Haus wurde bereits behoben und war durch die Police voll abgedeckt. In solchen fällen war es üblich, einen Teil der Versicherungssumme einer gemeinnützigen Einrichtung zukommne zu lassen, von der die Beteiligten indirekt profitieren, zB. dem Hinterbliebenfont der Polizeibehörde. Die NTNU müssten also ein Konzept vorlegen, welches dem Umständen angemessen ist.
Sie vergewissert sich ein letzten Mal das Philippe zufrieden träumt, dann clipt sie ihr Headset ans linke Horn und spricht eine Com-Code, es klingelt:
„NTNU, Institut für Medizinische Forschung“
„Hier ist Professor Johansdottier, würden sie mich bitte mit dem Leiter der Kybernetik verbinden“
„Selbstverständlich Professor, einen Moment….“
„Ødegård!“
„Remund hier ist Sigrid“
„Sigrid! Gut von dir zu hören, hier auf dem Kampus gibt es die wildesten Gerüchte und immer noch kein öffentliches Statement, Geht es euch gut?!“
„Den Umständen entsprechend geht es hervorragend! Eine Verlautbarung wird es auch geben, die Lage ist nur kompliziert. Das ist aber nicht der Grund meines Anrufes. Ich wollte dich Fragen in welchem Stadium die Neuronale Soldatenhilfe Initative ist“
„Uff, da stößt du was an….

 

Meanwhile…

In den Tagen in Bejing kommt der Moment des Alltage, an dem man prüft was im Rest des eigenen Lebens so vor sich geht. Gehaltsmitteilungen, Amtspost und Rechungen, die Welt da draußen bleibt nicht stehen.
Operation Schneeland ist offizell zu enden, doch da ihr euch alle auf Positionen unter Op. Iceship beworben habt, gibt es auch hier einige Neuigkeiten. Und eine Menge Scuttelbug (Seemanssprache für Gerüchteküche). Doch die hilfsbereite Person die Mike Goodfellow ja ist, hat er periodische Updates in euren Mailboxen hinterlassen, da er ja wusste das ihr eine Zeit lang weg vom Schirm sein werdet.

(Das folgende Gespräch steht Stellvertrettend für diese Zusammenfassung der Dinge die an Bord diskutiert wurden. Mike hatte wohl einen ziemlich guten Einblick in das was los ist)

Ein Gespräch

Eine Diskussion um die Personallage der Shigeruu, zwischen Corre Sverdrüp (CS), Leiter Op.Iceship & Schneeland, Mark van Marten (MM), Personalleitung Nord-Europa, einer Liason der Skandinavischen Union (SU) und einem Vertreter des AIM Policy Board (PB).

PB: Unmöglich! Nach dem was dieser Kerl sich geleistet hat!
MM: Es liegt eine ordnungsgemäße Bewerbung von Sgt. Milestone vor, rein formell gibt es keinen Grund, diese nicht an die Einsatzleitung von Iceship weiter zu geben.
PB: Hören sie was ich sage: Milestone wird nicht der Sicherheitschef der Shigeruu!
SU: Ich würde mich normalerweise in diese Personalentscheidungen nicht einmischen, aber es ist sicher das eine Berufung von Sgt. Milestone von der SU nicht gut aufgenommen werden würde.
CS: Meine Herrn, ich sehe ihrer Problematik, Fakt ist aber, dass ich seitens der Operation keine große Wahl habe, als den Sgt. in diesem Posten zu berufen….
Er hebt die Hand.
Lassen sie mich ausreden! Die NTNU ist der primäre Klient von Op.Iceship. Ich habe hier ein Schreiben des Universitätspräsidenten, in dem der erwünschte Kanditat für die Position zweifelsfrei benannt wird. Zudem kann die SU sich gar nicht an Milestone stören, die Identitäten der Personen sind vertraulich, egal ob es inoffiziell druchgesickert ist.
PB: Irrelevant! Die Statuten von Iceship geben uns uneigeschränkte Vollmacht in Personalentscheidungen die mit der Besatzung zu tun haben. Der Sichrheitsdienst ist eine militärische Position welche….
Sverdrup lässt sich nicht unterbrechen, er fährt fort
CS: Des weiteren steht in dem Schreiben das, sollte der Berufung nicht statt begeben werden, die NTNU uns das Mandat für die Sicherheit des Labors entzieht und einen eigenen Wachdienst einrichten wird. Das bedeutet nicht nur, dass die AIM einen großen Teil der Gelder, welche in den Schiffsschutz fließen, verliert, es bedeutet auch, dass wir ab dann den logitischen Aufwand von zwei getrennten Sicherheitssystemen, Personal, Zugang, Überwachung, betreiben müssen. Letztlich kann man sich ausmalen, welche Person die NTNU für die Leitung dieses Sicherheistdienstes gewinnen wird. Abgesehen von allen anderen Problemen kann ich mir die Reaktion der SOC vortellen, wenn Milestone seinen Dienst quittiert…sie können sich sicher sein das die NTNU besser bezahlt!
Seine Stimme wird weniger fest, Corre Sverdrup verfällt in den Modus des Organisators und Konsolidieres, etwas was er beherrscht wie kaum ein Zweiter
CS: Ich verstehe die Problematik, aber verstehen sie bitte die vorliegende Situation. Op.Iceship ist an einem kritischen Punkt:
Wird die Shigeruu zu einer geschäftträchtigen Investition, wird sie ein strategisch wichtiger Stützpunkt?
Die Vorzeichen dafür stehen sehr gut, aber das Gelingen steht auf Messers schneide. Es ist abhängig von drei Faktoren.
Erstens: Auf eine zukünftige gute Zusammenarbeit mit der SU. Ich sage zukünftig, da bisher werder Gelder noch Anfragen seitens der SU an uns herangetragen wurden.
Zweitens: Auf die NTNU als ein zufriedener Klient. Es war schon immer Politik der AIM, in Situationen wie dieser dem Kundenwunsch zu entsprechen. Hätte es den Zwischenfall nicht gegeben, würden wir diese Gespräch gar nicht führen, es sei den der Kandidat wäre ein totaler Vollidiot.
Drittens: Die Crew. Wenn Milestone den Posten hier nicht erhält, kann es sein das wir die anderen Milglieder der SFG77 ebenfalls verlieren. Die privaten Kontraktnehmer verlängern einfach ihrer Verträge nicht, Svenson beantragt eine Versetzung, die er ohne Schwierigeiten bekommen wird. Das wird die Strukur der Shigeruu zerlegen. Zusammen mit zwei bis drei anderen Personen, sind es gerade diese, die die Crew zusammenschweißen.
Aviation in dieser Form, ohne Miller, geht überhaupt nicht.
Boucard macht gute Arbeit, aber noch wichtiger, er hält die Leute auf Trab. Seemänner sind abergläubisch, Boucard ist der residente Klabautermann.
Svenson ist der Haltepunkt für das Sicherheitsgefühl an Bord, der Mann mit den Kanonen.
Milestone…Milestone ist der Faktor Ordnung, die Crew respektiert ihn, vertraut ihm und fürchtet ihn.
MM: Herr Sverdrup ist korrekt in seiner Einschätzung, ich war bei vielen der Personalgspräche dabei. Die Shigeruu braucht einen neuen Kapitan. Wenn Dieser einen Trümmerhaufen vorfindet, verzögert sich Iceship um zwei Jahre, dann ist der Zug, oder wenn sie so wollen, das Schiff, abgefahren.
PB schaut grimming, alles andere als begeistert
PB: Und was ist mit der Situation um die SU?
CS: Das ist ein politisches und ein judikatives Problem. Am zweiten können wird nichts ändern, nach dem man sich zu dem Schritt des Rechtsweges hat hinreißen lassen, ist es nun nötig diesem seinen Lauf zu lassen. Das wird noch Jahre dauern. Die politische Situation ist aber eine andere. Das Innenministerium der SU und die AIM verbindet seit Jahren gute Geschäftbeziehungen.
Plötzlich scheint ihm eine Idee zu kommen, eine schauspielerische Glanzleistung die niemand glaubt.
CS: Ist es denn dann nicht möglich ein Angebot zu machen, welches einfach zu gut ist um es auszuschlagen. Ich habe mitlerweile einen ganz guten Überblick über die kriminelle Problemlage der SU, Op Ursus war damals eine direkte Folge.
Er breitet die Arme aus.
Die Shigruu und ihrer Crew stehen bereit der SU dienlich zu sein, polizeilich, paramilitärisch oder militärisch.
SU überlegt einen Augenblick
SU: Das ist vielleicht eine Möglichkeit, der Innenminister würder warscheinlich lieber vor die Kameras tretten und von einem Vergeltungsschlag gegen diese Bioterroristen berichten, als einen Prozess gegen die AIM zu führen…der selbst wenn er erfolgreich ist, niemandem hilft.
CS: Abgesehen von der Tatsache, dass die Wahlkampfgelder der NTNU ausbleiben werden und die eher unangehnemen Fragen der Öffentlichkeit, sollte Professor Johansdottier ihrer Drohung war machen und in einer Talkshow ihrer Geschichte erzählen und verkünden das die Helden dieser Story von der Regierung gejagt werden.
SU nickt nachdenklich.
SU: Korrekt. Die Frage wäre nur, wer einen solchen Einsatz bezahlt.
Alle schaut in Richtung PB.
PB: Das kommt nicht in Frage. Nach allem was passiert ist, sollen wir auch noch diejenigen sein, die die Rechnung tragen.
CS: Gut angelegtes Geld, wenn es die SU davon überzeugt, das die Shigeruu ein wertvoller Aktivposten ist. Wir würden diverse Personen als Beobachter hinzuziehen, als wichtigstes eine Gruppen von Luftraumüberwachungsspezialisten des Grenzschutzes. Wenn es uns gelingt diese Leute als Kunden zu gewinnen, das sie einen permanenten Posten hier einrichten, folgt ein Upgrade der Radaranlage, es folgt das Interresse der Marine, und in zwei jahren haben wir einen kleinen Militärstützpunkt der SU auf der Shigeruu. Glauben sie mir, Kontrakte mit der UCAS & CAS folgen dann auf dem Fuss.
Das einzige was sie nicht bekommen ist die Abstraffung von Milestone für seine Missachtung der Chain of Command. Verweigern sie ihm einfach die mit dem Posten verbunden Beförderung mit der Aussage das er, wenn er ein Jahr brav seine Arbeit macht und nicht ein Wort der Klage über seine Lippen kommt, nachgezogen wird.
PB: Sie machen sich damit keine neuen Freunde Sverdrup!
CS: Vielleicht. Aber ich vertraue darauf, dass die meisten Leute die reale Situation in der wir sind, richtig einschätzen. Die NTNU und die SU, im Moment sind es diese Freundschaften die es zu erhalten gilt.

 

Von: Corre Sverdrüp, Projekt Lead Operation Iceship
An: Contractors@Schneeland
Betr.: Vertragsverlängerungen Op. Iceship

Frau Miller
Ihre erfolgreichen, wenn auch unortodoxen Methoden das Aviation Department zu leiten, wurden seitens des Klienten als auch durch AIM positiv aufgenommen. Ihr Vertrag wird um die maximalen acht Monate verlängert. Zu diesem Zeitpunkt wird ihre Stelle aufgelöst, das Aviation Department in die Crew integriert und somit der AIM Navy unterstellt. Sollte es von ihrer Seite Interesse geben, in diesem Rahmen weiter tätig zu bleiben, kann ich ihnen behilflich sein entsprechende Schritte einzuleiten.

Herr Svenson
Ihrer Bewerbung auf die Position des Master at Arm Shigeruu wurde stattgegeben. Da sie somit auch die Service Branche wechseln (Marines zu Navy) und für den Antritt ihres Posten ein Unteroffizierslehrgang erforderlich ist, sollten wir diese Schritte so bald als möglich einleiten. Zwischenzeitlich bleiben sie in der Position, nach Abschluss aller Formalitäten dann als Navy NCO im Rang eines Petty Officers.

Herr Boucard
Ihre Vertag wird um die max. acht Monate verlängert. Im Laufe dieser Zeit werden die technischen Departments neu strukturiert und ihre Position als solche aufgelöst. Ich für meinen Teil kann sagen dass es, solange Op. Iceship läuft, für sie hier eine Anstellung geben wird. Das wäre sowieso kein Problem, wenn sie Teil der AIM Navy werden würden.

Herr Goodfellow
Ihre Vertag wird um die max. acht Monate verlängert. Im Laufe dieser Zeit werden die technischen Departments neu strukturiert und ihre Position als solche aufgelöst. Ich habe ihrer Bewerbung an die entsprchenden Stellen weitergeleitet. Herr van Marten hat ihrer Unterlagen und Qualifikationen gesprüft. Sollte aus ihrer vorherigen Dienststelle nicht unerwartete einwänd kommen, ist Herr van Marten zuversichtlich das ihrem Antrag auf den NCO Lehrgang stattgegeben wird. Da unsere Kapitanin nicht mehr auf Position ist, scheint mein Beurteilungsschreiben das ausschlaggebenede zu sein…weshalb ich auch zuversichtlich bin. Da sie nicht der Einzige sind der einen entsprechenden Lehrgang durchlaufen muss, werden wir versuchen das von Bord aus zu koordineiren sobald die Kollegen von SGF77 wieder hier sind.

Herr Milestone
Ihre Bewerbung auf den Posten des Chief of Security Shigeruu wurde stattgegeben. Die nötigen Qualifikationen für diese Posten haben sie, lediglich der Servicewechsel (Marines zu Navy) muss in die Wege geleitet werden. Besondere Umstände zu ihrer Versetzung klären wir in einem persönlichen Gespräch.

Die letzten Schritte im Schneeland

*Offizell*

God dag mine damer og herrer

Die erste Phase von Operation Schneeland wir in einem Monat beendet sein. Unsere Aktivitäten werden bis zum Sommer in Phase VI von Operation Iceship eingefaltet. Hierzu kann ich folgende Ankündigungen machen.
Mein erster Dank geht an Gerhard Bohrmann, zusammen mit seiner Crew hat er erstaunliches geleistet. Wir werden einen permanente Maintanace Crew auf dem Schiff etablieren, Bewerbungen hierfür können regulär über die Personalabteilung eingereicht werden.
Ebenfalls bedanke ich mich bei Leopold Leopoldson, auch er uns seine Crew waren unverzichtbar, besonders in der ersten Phase der Umbauarbeiten. Her Leopoldson wird in den nächsten zwei Jahren noch vier Mal auf die Shigeruu zurück kehren um Tauchausbildungen durchzuführen. Diese werden als reguläre Fortbildungen auch anderen AIM Mitarbeitern zur Verfügung stehen.

Ich kann nicht umhin die Folgen der ungewöhnlichen Ereignisse anzusprechen welche uns Ende letzten Jahres ereignet haben.
Nach der Abberufung der Captain wird die Shigeruu einen neuen kommandierenden Offizier bekommen. Solomon Pike wird für die nachsten  sechs Monate als der provisorische Kapitän, die Geschicke des Schiffes lenken.

Mehrere Posten die für Operation Schneeland eingerichtet wurden, werden zu permanenten Positionen umgewandelt.
Der Posten des Chief of Security wird eine fester Bestandteil der AIM Besatzung auf der Shigeruu werden. Bewerbungen für diese Position können ebenfalls über die Personalabteilung eingereicht werden. Die Ausschreibung ist AIM weit.
Gleiches gilt für den Master at Arms. Nachdem das Schiff nun eine effektive Waffenplattform ist, muss auch dieser Posten festgemacht werden.
Die Projekte Kommunikation, Update und Hardeing werden zusammen gelegt und restrukturiert. Die NTNU wird eine eigene IT-Abteilung auf dem Schiff unterhalten, allerdings bleiben alle kritischen Systeme unter AIM Kontrolle. Der Posten des Systems Monitoring Officer wird ebenfalls permanent und Teil der Crew.
Das Flugdeck und Aviationdepartment werden nach einiges mehr an arbeite benötigen. RT wird als Chief of the Deck für weitere sechs Monate auf dem Schiff bleiben, diese Angebot gilt für alle Mitglieder dieser Bereiche. Kommen sie in mein Büro, sollen sie kein Interesse an der Verlängerung haben. Ansonsten werde ich alle Mitarbeiter der Abteilung zum Gespräch bitten um über permanente Crew-Positionen zu sprechen.
Soweit es die Vorgaben der Operation betrifft, war Schneeland sehr erfolgreich. Unsere Zeitlicher Verzug ist deutlich geringer als die optimistischen Voraussagen. Ich für meinen Teil könnte kam stolzer Sein als das was sie geleistet haben. An alle die uns bald verlassen werden, meinen Dank und die besten Wunsche, es war mir einen ehre mit ihnen zusammen zu arbeiten.

Med vennlig hilsen
Corre Sverdrup

*Intern/Team & Corre*

Hei

Ich wende mich noch einmal persönlich an sie. Ich kann nicht sagen das ich begeistern bin, wie die gesamte Situation sich entwickelt hat. Mich ärgert mehr die Komplexität und daraus resultierenden Folgen als das ich eine Problem mit ihrer Herangehensweise habe. Auch wenn ich persönlich anders vorgegangen wäre, weiß ich es zu schätzen das sie ihrer Aktion, komplett und ohne Zweifel von Schneeland getrennt haben. Alle Untersuchungen die Fehler in der Organisation der Op. Oder unseren Strukturen finden wollte ist schnell im Sand verlaufen. Damit haben sich nicht nur mich und ihrer Mitangestellten so wie untergebenen Geschützt, sondern auch alle Muhe die sie investiert haben. Dafür Danke ich ihnen.
@Brick& Norge: Ich würde mich freuen wenn sie sich auf die jeweiligen Posten, die sie bisher ausgefüllt haben bewerben würden. Wenn das ist was sie wünsch, können sie mit aller Unterstützung die ich geben kann rechnen. Ihrer Chance stehen nicht besonders gut, vor allem nicht die von Brick, aber eine Bewerbung von ihrer Seite würde demonstrieren das sie die Posten ernst nehmen und über die politischen Verwicklungen nicht nachdenken.
@Negative: Wenn sie eine permanente Anstellung bei er AIM anstreben und in den privaten Militärdienst wechseln wollen, wäre diese eine gute Gelegenheit. Wenn sie sich auf den Posten des SysOps bewerben, könnte das ihr Quereinstieg in einen AIM-Navy Offizierslaufbahn sein. Sie und Pike haben einen guten Draht, sie haben Verbindungen zur SOC und allerhand Vorerfahrungen. Spätestens wenn die zivilen Mitarbeiter, Wissenschaftler und Studenten an Bord ankommen wird das nützlich sein.
@Zoe: ich habe das ich ihre Dienste noch mindestens bis zum Sommer in ansruch nehemen kann. Ganz ehrlich, sie haben mir versprochen das, wenn ich ihnen erlaube den alten Schrott zu kaufen, ich ein paar Flugfähige Helikopter bekommen. Bisher sieht das gut aus, lassen sie mich jetzt nicht hängen.

Bye
Corre

Ebenso habe ich gestern Post aus London bekommen, ich füge ihnen das hier ein:

Dear Mr. Sverdrup
Mein Name ist Allan Pedington-Wells, ich bin Sachbearbeiter für Lloyds of London, Bereich Kidnapping, Ransom & Rescue und zuständig für die Vertäge mit der NTNU. Uns wurde ein Versicherungsfall gemeldet.
Mitglieder der NTNU sind in unserem Haus mit 25 Mil. NY Schadensumme versichert, es liegt in meiner Verantwortung die genauen Umstände und Schadensbestände festzustellen.
Ich habe erfahren das die interne Untersuchung noch nicht abgeschlossen ist, lassen sie mich also bitte wissen wann das der Fall ist, damit ich eventuell zu zahlenden Prämien festlegen kann.Ihm laufe dieses Falles werde ich, zur klärung der Sachlage, ihrer Hilfe benötigen. Ich habe schon mit der AIM zusammen gearbeitet, bin mit den Prozeduren vertraut, mein Schweigepflicht ist notariel Beglaubigt und bei ihnen hinterlegt.
Dieses Anschreiben ist nicht mehr als ein Heads-Up, meiner Erfahrung nach hat es das Miliär gerne, wenn man ihnen ankündigt das etws passieren wird.
Kindes regards
P-Wells

NTS Special Report 09’2072

Harvester Bay im Ausnahmezustand

Auf dem Aqua Agra Complex Harvester Bay, einem Verbund von Hochseeplattformen im Pazifik, ist ein Aufstand ausgebrochen. Unbestätigten Berichten zufolge befindet sich ein Teil der ansässigen Bevölkerung in offener Revolution. Die Zustände sind chaotisch, genaue Informationen spärlich. Es scheint keine klare Agenda des Aufruhrs zu geben, keine Begründung und auch keine Gruppierung der er zugeordnet werden kann. Zu diesem Zeitpunkt gibt es keine offizielle Verlautbarung, außer das man dabei ist die Lage zu kontrollieren. Seit den ersten Notrufen in den frühen Morgenstunden ist dies jedoch noch nicht gelungen.

Harvester Bay ist eine exterritoriales Gebiet unter Konzernhoheit. Es enthält vier P.A.S.S und acht schwimmende Plattformen und ist nach den Arcologies die größte Hochseeeinrichtung des Pazifiks. Über 19.000 dauerhafte Einwohnern sind dort nach Angaben der Verantwortlichen gemeldet.

Ozanic Techonolgies (OT) ist der Erbauer und Verwalter der Einrichtung und gilt als der führende Experte für Hochseebauwerke. OT ist jedoch nur zu zehn Prozent Anteilseigner. Ansonsten verteilt sich das Eigentum zu vierzig Prozent auf Atztechnologie Inc. und zu je zwanzig Prozent auf ChengCheng Oil (CCO) und California Deep Mining (CDM). Atztechnologie betreibt in den Anlagen ihre produktivste Mikroprotein-Fabirk. CCO, ein in Singapur ansässiger chinesischer Treibstoff-Erzeuger, raffiniert auf der Harvester Bay ein hochenergetisches Multifuel. Die Produktionen beider Firmen basieren auf in riesigen Unterwassergärten kultivierten Meeresalgen. CDM baut verschiedene seltene Erden und Methan-Hydrat ab.

Die Arbeiterschaft kommt aus dem gesamten südasiatischen Raum, so wie aus Mittelamerika. Chinesen und Atzlani bilden jedoch die Mehrzahl. Die Crew der Anlage besteht zu 90% aus nordamerikanischen, meist kalifornischen, Staatsbürgern.

Den spärlichen Berichten panischer Augenzeugen vor Ort zufolge, sind unter den Aufständischen Mitglieder aller Firmen, Nationen und anderen Gruppen, sowie allen Gesellschaftsschichten. Verglichen mit dem ersten Angriff auf die Kappa YC der Yutani Corporation vor einigen Monaten und den Terror- und Piratenangriffen auf Plattformen in den letzten Wochen, besitzt der Angriff auf die Harvester Bay also eine neue Qualität.

Pazifikkonflikt eskaliert: Attentat auf japanischen Premier

Vor wenigen Stunden wurde ein Attentat auf den Premierminister von Japan, Kenturo Goto, verübt. Ein schwer bewaffneter und körpermodifizierter Attentäter attackierte die Prozession anlässlich der Hochzeit von Gotos Neffen. Der Attentäter feuerte aus mehren Waffen in die Gruppe um Goto und kämpfte sich durch Sicherheitspersonal und Leibwächter bis zum Premier vor. Goto selber wurde durch die Schädelimplantat-Waffen des Attentäters getroffen, doch seinem Bodyguard gelang es, ihn von dem Täter abzuschirmen. Das Feuergefecht entwickelte sich zu einem blutigen Nahkampf, in dem zwei Adepten der Tennogarde den Cyborg förmlich in seine Einzelteile zertrümmern mussten, bevor dieser den Kampf aufgab. Die Selbstzerstörungsbombe richtete nur geringen Schaden an, da sie durch einen der taoistischen Geistlichen eingedämmt werden könnte.

Der Premierminister und sieben andere Verletzte wurden in eine Notfallklinik eingeliefert und sofort operiert; alle schweben im Moment noch in Lebensgefahr. Auf dem Tempelplatz blieben vierundzwanzig leicht verletzten und zwölf Tote zurück.

Hintergründe und Identität des Attentäters sind noch unbekannt. Die ersten Anschuldigungen und Dementis machen aber bereits die Runde durch die Matrix

Piraterie auf Sealab

Die P.A.S.S Sealab, eine Anlage der Celcius Corp Gruppe (u.a. Bayer, Greendale Pharma und Biomed), wurde gestern Abend Ziel eines Überfalls. Kriminelle Elemente, vorwiegend aus Indonesien, verschafften sich gewaltsam Zugang zur Station, wohl mit dem Ziel Beute zu machen und eine Bombe als Erpressungsmittel einzusetzen.

Sealab unterhält seit kurzen einen Vertrag mit der deutschen Sicherheitsfirma Preussen & Schutzmann (P&S), eine Anbieter ähnlich der AIM, jedoch spezialisiert auf Sicherheit & Verteidigungsmaßnahmen. Die vierzig „Schutzmänner“ hatten kein Problem die 300 Piraten in vorbereiteten Verteidigungspositionen und unterstützt durch Dronen zurückzutreiben. P&S hat Sealab so gut besetzt und ausgebaut, dass einhundert Angreifer in einen Sperrfeuerzone eingedrungen waren, ohne es zu merken. Achtzig Piraten kamen bei dem Angriff ums Leben, 130 weitere wurden gefangen genommen. Die verbliebenen Piraten flohen auf ihren Schiffen, von denen eines durch Beschuss von der Plattform und Dronenangriffe direkt versenkt wurde. Die verbleibenden Schiffe wurden wenige Stunden später von der AIMS Shadow, einem Jagd-U-Boot, torpediert und aufgebracht.

Die beiden Militärdienstleister scheinen eine enge Zusammenarbeit anzustreben. Sie verbinden eine starke Logitik der AIM mit der Expertise einer großen Zahl von Sicherheitsspezialisten im Personalbestand von P&S.

Kommentar: Wirtschaftliches Desaster und Arbeiterflucht im Pazifik

Special Correspondent Corrian Nidal

Als folge der andauernden Zwischenfälle auf den P.A.S.S im Pazifischen Ozean beginnt eine Flucht der Arbeitskräfte, besonders der spezialisierten Facharbeiter. Gute Bezahlung, Abenteuer und gute Weiterbildungsmöglichkeiten waren nur drei der guten Gründe, warum es bisher für die pazifischen Konzerne nie ein Problem gewesen war, ihre Plattformen mit qualifiziertem Personal zu besetzen. Doch nun verlassen die Angestellten ihrer Arbeitsplätze und kehren zum Festland zurück. Sogar Angestellte in Vertägen mit Befristungen und Vertragsstrafen nehmen Geldstrafen und Strafverfahren in Kauf, so groß ist die wahrgenommen Angst. Es gab schon vereinzelte Zwischenfälle, bei denen sich Personal gewaltsam Zugang zu Transportmitteln verschafft hat, als der Arbeitgeber sich weigerte den Transferwünschen nachzukommen. Der Corporate Court hat beteiligte Konzerne angemahnt, der Sicherheitsverantwortung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müsse nachgekommen werden.

Die Spannung in den drei Hochsee-Arcologies und den anderen extraterritorialen Anlagen, deren Bewohner Staatsbürger des jeweiligen Konzerns sind, steigt dauerhaft an. Eine stetige Verbesserung der Sicherheitsstandards wird – nach Aussagen der Verantwortlichen – vorangetrieben.

Die pazifischen P.A.S.S sind zuständig für 4,9% der weltweiten Nahrungsmiteilgewinnung sowie für 3,2% essentieller Rohstoffe. Ein Wegbruch dieses Wirtschaftsfaktors wird schwerwiegende Folgen haben.

Nur 18% der pazifischen Spitzenindustrie befindet sich unter der Hoheit der Cantonese Confederation (COC) und deren Verbündeten. Somit gibt es für die Vorwürfe, die COC würde einen wirtschaftlichen, mit terroristischen Mitteln geführten Krieg anstreben, zumindest reichlich Indizienbeweisen. Auch ein Teil des zu erwarteten Produktionsverlustes könnten die Konzerne unter chinesischem Einfluss auffangen. Auf der anderen Seite betreibt die COC die größte Containerschiffflotte der Welt, für dessen hohe ökologische Verträglichkeit, mit ihren Walzen, Solar und segelgestützten Brennstoffzellenantrieben, in der Vergangenheit viele Lorbeeren vergeben wurden. Ein Teil dieser Schiffe steht im Moment still, andere müssen große Umwege in Kauf nehmen, um ihrer Zielhäfen zu erreichen. Atzlan hat fünf Schiffe im Panamakanal unter Hausarrest gesetzt, nachdem die COC sich weigerte ihre Speerzone in japanischen Gewässern für Schiffe unter Atzlani Flagge zu öffnen. Mehrer Schiffe wurden von der AIM mit dem Verdacht aufgebracht, dass die zivielen Frachter Kriegsmaterial transportieren. In einigen Fällen traf dies scheinbar zu. Seit dieser Zeit sind alle Schiffe unter Flagge der Cantonesischen Allianz aus dem von dem Japanischen Consortium kontrollierten Breichen verbannt.

Wirtschaftlich kann es hier keine Gewinner geben, solange der Konflikt nicht beigelegt wird oder eine Eskalation eine einseitige Entscheidung erzwingt. Nach dem schrecklichen Kampf um Kinto scheinen die Parteien zögerlicher mit militärischen Gesten geworden zu sein. Die seit Wochen in Hong Kong andauernden Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien haben jedoch auch keine nennenswerten Fortschritte hervorgebracht. Es bleibt also zu befürchten, dass wie so oft andere Lösungen hinter den Kulissen angestrebt werden. Lösungen mit wenig Rücksicht auf internationales Recht oder internationale Diplomatie. Hoffen wir, dass es wenigstens Lösungen von ökonomischer Klugheit sein werden.