Die Pilotin hatte die harsche Kritik an der beschafften Drone nicht so sonderlich gut vertragen, aber davon merkte Régicide nichts. Alle anderen jedoch schon. Derzeit stand die MCT Nissan Quadcopter im Bereitschaftsraum und es war nun unklar, was mit den eingetroffenen Udates für den Autopiloten und die Sensorik geschehen sollte. So einfach verkaufen konnte Lena das Ding wohl nicht. Zumindest nicht im Moment. Die SFG 77 war nicht in der Lage derzeit effektiv als Verkäufer am Schwarzmarkt aufzutreten.
„Sir, in Anbetracht der Einsatzregion und erwartbaren Einsatzparameter für unseren kleinen Ausflug hier wäre meine Empfehlung ein Schwenkflügler auf Rotorbasis. Ares TR-55 in Transportausstattung. Ein abgetakeltes Arbeitspferd mit 10.000+ Flugstunden könnte man unter 200.000 Nuyen möglicherweise bekommen. Das könnten wir fit machen. Mit entsprechender Werkstatt und Materialzugang halte ich so ein Modell bis mindestens 15k Flugstunden in der Luft. Irgendwann ist das natürlich nicht mehr rentabel. Nach militärischem AIM Standard kostet die Flugstunde im Jahresschnitt 8.000 Nuyen, aber mit dem aktuellen Marktzugang sollten wir mit ein bis zwei Grands hinkommen. Wir arbeiten hier ja nicht grade nach Feldhandbuch. Hangarplatz ist allerdings ein Muss bei solchen Vögeln. Die stehen nicht gern tagelang im tropischen Regen oder in Wüstenwinden rum. Im Einsatz sind die robust, brauchen aber eine Hundehütte für die Wartung.“