Norge hat sich von der SFG 77 getrennt und sucht die Wohnung seines „zweiten Lebens“ in Aachen auf. Dort angekommen, in Willem van de Flierdts Alltag, ist Norges erste Sorge ein Biomonitor in seiner Brust, der seine Geoposition regelmäßig in den Äther sendet. Noch bevor er sich wegen seines Armes ins Krankenhaus begibt, kauft er daher zwei Mirui-Puppen. Eine Haiku-san für Willem und eine Radio Sorceress für Norge, in der Hoffnung, dass er Kontakt zu Miru findet.
Wie es die Eigenart der Miru-Puppen ist, brauchen sie eine gewisse gemeinsame Zeit mit ihren Besitzern, um Vertrauen aufzubauen und zu lernen. Daher ist die neue Radio Sorceress zu Beginn entsprechend reserviert. Doch es scheint, als „erinnere“ sie sich an Teile seines vergangenen Lebens, nachdem er seine Notlage berichtet hat. Natürlich ist die Radio Sorceress eben genau das: eine Hüterin und Zauberin der persönlichen Kommunikation und der Social Media! Entsprechend unbeholfen sind die Versuche, Flucht, verlorenen Arm oder die Trennung von seinen Freunden zu vermitteln. Doch nach einem Tag intensiver Beschäftigung gibt es Lichtblicke: Die Radio Sorceress versteht, dass er sich verfolgt fühlt. Sie beginnt damit, sich mit allen Geräten in seinem Umfeld zu vernetzen und Tipps zu Sicherheitseinstellungen zu geben (oder einfach selbst zu verwalten). Und dann kommt plötzlich der Moment, an dem Norge lächeln muss: die Radio Sorceress bemerkt, dass Norge einen Biomonitor in sich trägt. Einen, der sie neugierig macht. Es dauert eine viertel Stunde des neugierigen Fragens, dann schaltet die Radio Sorceress den GPS-Tracker einfach ab. Möglicherweise konnten Norge und Radio Sorceress an den Rand von Mirus Bewusstsein herankommen. Eindeutig zeigt sich Mirus Einfluss jedoch erst einmal nicht.
Dann geht es endlich ins Krankenhaus! Seinen Kameraden – und insbesondere Zoés Flugkünsten – sei Dank, konnte Norge Finistère ohne Folgeverletzung verlassen. Und abgesehen vom Stress der Flucht war das frisch transplantierte Körperteil unbeschadet geblieben. Zunehmende Schmerzen im Arm während der Flucht und dann in Aachen konnte Norge selbst medikamentieren. Dann wurde es Zeit für die stationäre Versorgung.
Nach einer Woche im Krankenbett wird Willem van de Flierdt entlassen und beginnt sein Leben. Er beginnt die Kontakte zu Orkgruppierungen in Aachen zu erneuern und neue zu knüpfen. Immerhin verbrachte er schon einige Zeit hier in seinen Urlauben und kann die hiesige Sprache doch sehr gut. Er beginnt als Rettungssanitäter zu arbeiten. In Amerika würde man wohl Streetdoc sagen. Tatsächlich versucht er auch zur Straßengang, die bei ihm in der Gegend das Sagen hat, Verbindungen zu knüpfen und bietet günstige Behandlungen ohne Fragen an als Gegenleistung für den üblichen Schutz.
In so einer schlechten Gegend lebt er ja nun auch nicht, aber nur auf die örtlichen Sicherheitsdienste mag er sich lieber nicht verlassen. Zusätzlich kauft er sich eine billige Straßen-SIN mit anderem Namen. Nichts aufwendiges, aber eine, mit der er anonym einkaufen und die Transportmittel benutzen kann.
Dazu bietet er seine Dienste natürlich auch der Bevölkerung an und verdient sich so seinen Lebensunterhalt. Für den Übergang wird er aber wohl an seine Reserven müssen, die er auf dieser SIN geparkt hatte, was ja immerhin ein stolzes Sümmchen ist. Das wenige, was er als Harald Svenson in den Diensten der AIM brauchte, ließ ja genügend an Gehalt und Prämien als Sparvermögen offen und das floß hier her.
So lebt Willem dann wohl die nächsten Wochen, geht in die Ambulante Behandlung und führt Reha-Maßnahmen durch, um seinen Arm zu stärken und versucht, sich aus allem Ärger raus zu halten. Bis zum Ablauf der vier Wochen wird er versuchen, die Vergangenheit ruhen zu lassen. Erst danach macht er sich wieder Gedanken, wie es den anderen wohl gehen mag, vorausgesetzt, diese würden sich nicht früher melden.