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Epilog: Norge

Es war ein langer Einsatz und Norge kann es kaum erwarten aus dem verfluchten Land heraus zu kommen und wieder in der Welt zu reisen wo ein Schiff einen Anker braucht um an Ort und Stelle zu bleiben und nicht Personen um über weite Strecken irgendwohin katapultiert zu werden. Bis zu Letzt blieben ihm die Geheimnisse Jakutien fremder als den anderen. Umso erfreulicher war er das es über den bekannten Leuchtturm hinaus ging. Zumindest für ihn und mit ihm auch Sani und der Leichnam von Zoe den er gut gekühlt mit sich nahm. Der Weg den er schon zur Einreise oder eher zur Invasion gewählt hätte. Ob es dann letztlich zu diesem Ende gekommen wäre ist fraglich, das gibt er zu. Aber nun wo der Einsatz geglückt ist, will er lieber nicht nochmal ein Risiko eingehen mit Abbildern von Toten. Davon hat er endgültig die Schnauze voll.

In der Welt angekommen, schreibt er seine Kündigung und beantragt den Resturlaub bei AIM. Da steht ihm genug zu das er bis zum Vertragsende sicher nicht mehr arbeiten muss. So hat er praktisch von Anfang an frei.

So reist er nach Neuseeland, Zoe im Gepäck. Mit Mirus Hilfe gelingt es sicherlich eventuell noch lebende Familienmitglieder oder alte Freunde zu finden und sie ordentlich zu beerdigen. An einem Ort wo nicht nur Vagabunden hinkommen sondern eben auch jene die Zoe immer im Herzen hatten, egal wo sie war und was sie da tat. Die Weltenbummler unter ihren Freunden haben sicher auch kein Problem nach Neuseeland zu reisen.

So sorgt er für eine angemessene Grabstätte. Es soll ja auch was her machen, aber er setzt nur bei zwei Sache seinen Kopf wirklich stur durch. Eine Plakette muss unbedingt mit drauf auf den Grabstein oder die Grabplatte, je nachdem für was man sich entscheidet. Die Gedenkplakette besteht aus dem zur Zeit Widerstandsfähigsten Metall das es gibt und ist Korrosionsbeständig. Eingraviert wird folgendes:

Hier ruht Zoe Miller. Mechanikerin, Pilotin, Löwin, niemals eine Soldatin…

Dann folgen, eingraviert, alle Orden, Auszeichnungen und Operationsmedaillien welche sie in ihrer Zeit gesammelt hat, wie als Widerspruch zur letzten Aussage das sie niemals eine Soldatin war. Weiter unten steht wieder eingraviert.

…immer Teil der Familie.

In Trauer SFG77

Das zweite auf das er bestand war, das eine kleine, an eine Kerze erinnernde, ewige Flamme installiert wurde. Sie wird mit einem bestimmten Gas betrieben welches nahezu rauchlos verbrennt. Auch wenn Norge das zu ihren Lebzeiten stets kritisierte, so weiß er dennoch das es ihr und wohl auch manch anderem richtig erscheinen würde auch an diesen Aspekt ihres Lebens zu erinnern. Als letztes wird der Standort des Grabes oder der Gedenkstätte an alle die es angeht weitergeleitet. Selbst Mike bekommt auf den Norge bekannten Adressen den Standort geschickt. Denn Norge ist nach wie vor der Meinung das Mike irgendiwe überlebt hat und sich ein feines Leben mit seiner Verlobten oder wahrschienlich mittlerweile Frau macht, vorausgesetzt er hat es nicht versaut.

Als alles arangiert und ausgeführt war fällt eine Last von Norge ab und er fliegt umgehend nach Japan um einige Zeit bei Sani zu entspannen und in dieser Zeit kapselt er sich wohl auch ziemlich ab. Ist schwer bis gar nicht zu erreichen und Sani kümmert sich wohlauch gut um ihn, was ihn letztlich aus der Depression holt und er sich wieder an gewisse Dinge erinnert welche sich ereignet haben. So meldet er sich bei Miru und bittet um eine Stelle in der Waffenforschung, Schwerpunkt Energiewaffen. Er bringt ja imemrhin praktische Erfahrung mit und dazu noch Forschungsobjekte, ein Lasergewehr und eine Laserpistole, welche er aus Jakutien mitbrachte. Aber natürlich will er nicht nur an Handfeuerwaffen forschen. Lange wurde er ja belächelt wenn er von Orbitallasern geredet hat und nun steht ja fest das es eben diese gibt, oder doch zumindest einen. So wird er sich wohl einige Jahre der Forschung widmen und lernen und später auch sein wIssen weiter geben.

Der Hauptaugenmerk leigt aber die ganze Zeit auf seiner Beziehung zu Sani und natürlich werden auch Kinder ein Thema sein. Ein Haufen kleiner Orks, wenn es nach ihm geht, mindestens 5. Wenn es ruhig bleibt in seinem Leben wird wohl auch die Dermalpanzerung entfernt und der Cyberarm gegen einen Nachgezüchteten ersetzt werden. Mit Mirus Hilfe wird das sicherlich ebenso ermöglicht werden wie eben auch die Forschungsstelle bei Yutani. Mit anderen Worten, Norge und Sani werden ein ruhigeres Leben führen, fern ab von Kugelhagel  und Eiswüsten oder Sandwüsten und Dschungeln. Abgesehen vom Stadtdschungel. Er läßt sich sogar von Sani dazu überreden bei ihrem Wetterblog, den sie ja betreibt, mit aufzutreten, natürlich mit eigenem Avatar.

Und Norge wird glücklich damit sein. Mit der Zeit würde er dann sicherlich auch wieder anrufe oder Besuche annehmen. Selbst von seinem Cpt. und Positive. Ja, man kann durchaus sagen das Norge mit sich im Reinen ist. Man kann sogar sagen das es für ihn bei alldem ein Happy End gab… bis hier hin.

Die Rückeroberung von Snoopy 1 (Aus Norges Sicht)

Nun geht es los, unsre Eismetzen steigen aus und fangen an das Loch zu bohren, den Stollen wie wohl Copper sagen würde. Dabei möchte ich festhalten das der Begriff Eismetze nicht despektierlich gemeint ist. Nunja, es freut mich natürlich schon das sich Atra darüber ärgert. Ich meine nur weil ich ihr sagte ich erschieße sie nicht und gehe nicht gegen sie vor, bedeutet das ja nun nicht das wir dicke Freunde sind. Nach wie vor halte ich sie für schädlich. Was Zoe angeht hat es sich ja leider bewahrheitet.

Aber zurück zum aktuellen geschehen. Die heizen dem Gletscher mächtig ein und es kommt dazu das Eisbrocken, also eigentlich Eisfelsen, herabrauschen und uns Schwierigkeiten bereiten. Hätte nur mal einer davor gewarnt das sowas passieren kann…..

Aber trotz allem kommen sie voran und nachdem ich den kleinen Hitzkopf mal aus dem Wasser gefischt und trocken geschüttelt habe bis sie wieder brannte, ging es sogar ohne weitere Probleme bis zum Durchbruch. Ich hab Zoe ein paar Hitze Packs unter die Kleidung geschoben, scheint sie nötig zu haben und Régicide hat seinen Zauber gewirkt, aber dann mussten wir uns um dringenderes kümmern. Die beiden haben ihren Teil getan.

Wir klären für die Verhältnisse gut auf, aber eigentlich ist es völlig ungenügend wenn ich an die vorhergehenden Aktionen denke. Trotzdem gilts nun. Wir müssen handeln. Leise wollen wir Snoopy einnehmen und es gelingen uns gute Anfangserfolge. Zwei Wachen, wovon eine überraschend auftauchte, werden ausgeschaltet. Eine dritte bewegt sich unvorhergesehen weg on Snoopy und wir machen uns bereit die Rampe zu nehmen. Als Ablenkung dient die Welle im Fluß welche die Gegner ablenken soll.

Obwohl das nur halb gelingt, die zwei direkt im Verladebereich von Snoopy erwarten uns mit angelegten Waffen, gelingt es und sie zu überrumpeln. Dann der erste Rückschlag. Wir werden von hinten beschossen und werden in Deckung gezwungen. Regicide wurde getroffen aber das Geschoss schlug nicht durch. Schwein gehabt Frenchi. Ich vernebele die Rampe und gebe durch dass die Einstiegszone heiß ist. Positive und Sani müssen nachrücken, sonst geht es schief. Der Rauch wird ihnen schon genug Deckung geben.

Da müssen wir uns schon der nächsten Gegner erwehren welche aus dem inneren von Snoopy kommen. Sie nehmen uns unter Dauerfeuer und wir müssen ausweichen. Granaten fliegen und wir erwidern das Feuer und es folgen Explosionen. Es wird zunehmend unübersichtlich. Ich stürme vor und erledige die verwundeten Gegner. Gnade kann es im Augenblick genauso wenig geben wie Gefangene. Keine Zeit uns mit sowas zu belasten. Positive und Sani rücken nach, irgendwer hatte bei unsrem vorgehen Snoopy abgeschaltet. Hat uns wohl den Arsch gerettet. Sani versucht das wieder in Gang zu bekommen, was aber nur teilweise zu gelingen schient. Ich mach weiter.

Ich finde hinten in den Beschleunigungskammern Naama Malik die ins Koma gelegt wurde. Ich starte ein sanftes Aufwachprogramm. In drei stunden wird sie da wohl raus sein. Egal warum sie ins Koma gelegt wurde, wenn der Gegner das macht, ist es für uns sicher gut sie da raus zu  holen. Dann wird es erneut ernst. Ich verliere Regicide und Positive mit Sani aus den Augen, muß mich um den Heckbereich kümmern. Da will wer ein. Ich baue mir eine Stellung aus den schwersten Kisten die auch ein wenig was aushalten wenn es gleich zum Kampf kommt. Ein schwerer Laser bearbeitet die Rampe, ebenso einige Raketen. Kurz gibt es widersprüchliche Befehle, aber dann ist es soweit und es geht los.

Die Rampe kracht runter, ich werfe beide Molotowcocktails auf die Rampe und setze sie in Brand. Rufe Chinesische Schmähungen herunter. Will den Feind reizen ,aber er greift dennoch zuerst mit dem Panzer an. Nein, erst fliegen wieder Granaten umher, auch von meiner Seite. Alles aber ungezielt und es richtet nur materiellen Schaden an, davon aber sicher reichlich. Ich wills nicht sein der da alles wieder zusammenlöten muß.

Der Panzer rollt an und schießt hier und dorthin, kann aber meine Deckung wohl nicht einordnen. Ich schieße mit nem Raketenwerfer und treffe vorzüglich, fast zu gut. Das Ding geht hoch und nimmt die drei Infanteristen hinter sich mit. Sie werden Opfer von den Trümmerstücken. Dann kommen drei weitere. Einer geht in Flammen auf. Naja, muß da wohl Atra für danken, aber nur im Kopf. Wär ja noch schöner. Der zweite wird von einem Geist in den Nahkampf gezwungen aber der Letzte bricht durch. Längst weiß ich nicht mehr wie es bei den anderen aussieht. Positive verlangte ne Statusmeldung. Ist Regicide ausgefallen? Egal, ich melde und gehe der Kampf geht los. Er ist gut, verdammt gut. Schneller als ich. Keine Chance bei nem Schusswechsel. Ich weiche aus und gehe in den Nahkampf aber auch das beherrscht der Bursche. Wo ist Copper wenn mal gebraucht würde? Selten wurde ich so gefordert. Naja bei Übungskämpfen mit Brick schon, aber hier geht’s um alles. Er nimmt mich in einen tödlichen Griff den ich gerade so noch sprengen kann und zahle es ihm mit gleicher Münze heim. Aber er hat wohl bisher noch keine wirklich harten Gegner gehabt auf dem Niveau. Im geht die Kraft aus, mein Glück. Wirklich ne Schande so nen guten Kämpfer ausschalten zu müssen. Der hatte was drauf.

Am Ende ist Snoopy wohl unser und wie ich sehen kann hat das Team soweit überlebt und es sind alle gut durchgekommen. Leise wollten wir sein. Naja. Wird sich zeigen ob sie was auf dem Schiff nebenan was gemerkt haben.

Nach der wohlverdienten Rast

Norge steht recht früh auf. Lange schläft er ja nie. Er macht sich daran etwas Frühstück vorzubereiten und erhitzt ein wenig Wasser für Regicide’s Kaffee. Er selbst bekommt das Zeug ja nicht runter. Wenn alle wach und aufnahmefähig sind ergreift er das Wort.

„Also, ich fand das ja schon alles sehr schön und gut was dieses Feenwesen gesagt hat. Hört sich doch toll an, oder? Die sind gar nicht die Bösen und die Agoshi sind nur aus der not und Angst zu verbündeten geworden. Hört sich gut an, oder? Fast zu gut? Ich gebe zu es ist schon sowas wie ich es gerne hören will. War auch sehr überzeugt, aber so nach einigem Nachdenken… Zoe hatte schon recht. Das könnte ja auch durchaus manipulativ gewesen sein. Es hat seine Lage erkannt und war uns merh oder weniger ausgeliefert und hat uns erzählt was wir hören wollten? Klar ist es auch eines unsrer Ziele was wir jetzt vorhaben… ein wahnwitziges Ziel… wenigstens lenken wir ihn ur ab den Drachen… aber nunja. Ich denke ihr wißt was ich meine. Es hört sich doch zu gut an um wirklich wahr sein zu können. Wir sollten im Hinterkopf haben das uns das Feenwesen nur verarscht hat. tut mir leid das ich mal derjenige bin der die Paranoia auspackt. Just because youre paranoid, doesnt mean ther not after you, wie es so schön heißt. Schön wenns stimmt, aber wir sollten nicht blind jemanden vertrauen der bisher für uns als Feind galt, meiner Meinung nach. Oder wie seht ihr das?“

Norge schaut in die Runde und wartet mal ab. Immerhin ein Gesprächsthema während Zoe wohl sicherlich die Fernerkundung mit Drohnen vorbereitet und auc so die Planung voranschreitet.

Antwort an Regicide

Hey das kann ich dir erklären mit dem Mörser. Wir werden ihn unter Umständen über weite Strecken transportieren müssen und der große wiegt nun mal im Schnitt 100 Kg ohne die Granaten und der kleine 60er nur maximal 16 Kilogramm. Wenn ich ihn als Kommandomörser nehme nur knappe 7 Kg. Die schlepp ich eben auch ganz ohne Hilfe mit mir rum mit ein paar Granaten dabei. Wir können auch den großen fürs Lager mitnehmen solange wir das Ding mit den Ballonreifen haben und wir neben dem technischen Kram noch Platz für das Monster haben.

Was das Zelt angeht, ich wäre lieber für kleinere Zelte, die haben bei Sturm eine kleinere Angriffsfläche. Zudem wollte ich sie nur für den Notfall und immer wenn möglich eher eine Schneehöhle graben für uns. Ist unauffälliger und auch recht warm. Möglichst Lowtech eben.

Was die Waffen angeht, hey das ist mein persönlicher bedarf den ich erstmal aufgelistet habe. Ich hoffe doch die andern machen das auch so. Das Problem mit nem SMG ist halt, das es auf einer Lafette oder Dreibein stationär ist und man die Stellung gut ausmachen kann. Da sitzt man auf nem Präsentierteller. Auf ner Drohne von Zoe stelle ich mir das schon eher vor. Ebenso die Sturmkanone, das ist machbar. Müssen halt die relativ schwere Munition mitschleppen wenn wir uns vom Groß trennen und das werden wir ja früher oder später.

Wärme erzeugen ist gut, aber ich würde den Technikkram nur einsetzen wollen wenn wir wirklich in Not sind und nicht weil mal jemand anfängt zu frieren. Gut einpacken ist da das Gebot der Stunde. Lieber ein paar Socken mehr über die Füße. Der Kram den Yutani hier anschleppt ist nicht verkehrt was die Wintertauglichkeit angeht. Also ja, kann man mitnehmen aber Sparsam nutzen. Wie wäre es mit nem Windrad an einem Drachen? Lang Leine, den kann man dann auch 300 Meter hoch steigen lassen. Wenn er erstmal oben ist, da weht eigentlich immer Wind. Also mit kleinem Motor hoch und dann ausschalten. Bleibt von alleine oben und erzeugt Strom. Der Nachteil wäre das es von weitem Sichtbar ist, selbst wenn man auf grelle Farben verzichten würde.

Ausrüstungsliste Schneeblind Norge

LMG + Muni
Sturmgewehr + Muni
Gyrostabilisator
Sprengladungen für Türen/Wände jeweils 3, verschiedene Sprengstärken
Thermit Ladungen für Stahltüren 3x
Einmalraketenwerfer 5x
Herlig (Pistole) + Muni
Teleskopspeer (1x Agoshi, 1x Ares)
Mörser 60 mm (vergleichbar RSG 60 Rheinmetall, nur halt 2074 Standard) + Granaten
Handgranaten offensiv/Gas/Blend
Granatwerfer 6-fach + Sprenggranaten/Gasgranaten
Laser Zielgerät für Gelenkte Geschosse und Raketen
Sturmkanone + Muni
SMG mit Dreibein/Lafette + Muni
Mörser 120 mm + Granaten

Rüstung Militär Klasse Leicht
Ballistik: 7          Stoß: 6               Kälte: 4
Helm
Ballistik: 2          Stoß: 3               Kälte: 4
Ultrasound Sichtgerät, Battletec, TACCOM PU

Wintermantel für über die Rüstung
Normale Winterkleidung
Tourenski (Für Abfahrt und Langlauf)
Schneeschuhe
Schlafsack
Faltbare Isolation Unterlage
Wurf Zelt thermisch isoliert
Notrationen für 7 Tage
Survival Kit
Med Kit (2x)
Atemgerät
Waffen Reparatur Kit (3x)
ASA Analysegerät für Biomonitor
Gaskocher + 3 Gaskartuschen
Kleiner Topf
Essgeschirr
Eispickel 2x
Kletterausrüstung
Seil 50m 5x
Traumapatch 50x
Großer Medizinrucksack mit Medizinischem Besteck und Verbänden und Arzneien und was so alles dazu gehört. So zusagen ein ganz großes Med Kit für die Basis. Stimulantien und Betäubungsmittel etc.
Angelausrüstung / Angel, Netz zum auswerfen etc.

Rucksack 100 Liter
Ein Mann Zugschlitten mit Zuggeschirr
Gleitschirm (Wie bei Polarexpeditionen)
Tarnnetze verschiedene Größen (2mx2m / 3mx4m / 4mx6m) 2x

4 Wochen nach der Flucht

4 Wochen sind vorbei – und Norge fühlt sich wohl. Die Abschlussuntersuchung im Krankenhaus war positiv; und so nimmt Norge es auf sich, mal wieder mit dem altem Leben Kontakt aufzunehmen, auch wenn das Neue als Willem doch sehr ruhig und beschaulich ist.
Er hat sich eine SIN besorgt, die immerhin gut genug ist, sich Tickets für den Nahverkehr kaufen zu können. So reist er nach Hamburg und ruft dort von einem öffentlichem Café aus seinen Account auf, um Nachrichten von Harald Svensson zu lesen. Da stößt er dann auch auf das Schreiben von AIM und rechnet kurz nach. Nun, die 7 Tage wird er wohl kaum einhalten können, wenn er auf Kontakt zu den anderen Wert legt. Aber es gibt ihm immerhin ein wenig Klarheit, wo er bei der AIM nun steht. Es entlockt ihm erstmal nur ein schwaches Grinsen. Ist ja nicht das erste Mal, dass er unehrenhaft entlassen würde. Gut, Anklagen wegen Mord etc., das ist immerhin neu.

Als nächstes schreibt er einige Nachrichten. Erst eine an Sani, um ihr mitzuteilen, dass er wieder wohlauf ist, aber das es wohl zu gefährlich wäre, intensiveren Kontakt aufzunehmen. Auch das diese Nachricht wohl abgefangen wird. Deshalb nur so viel, das es ihm gut geht und sie sich keine Sorgen machen muß.
Als nächstes schreibt er Clark an, bedankt sich für die Blumen am Krankenbett und die Genesungswünsche. Es gehe ihm gut und er hofft, alles wird sich klären.

Weiter benutzt er die SIN und den Account nicht mehr. Meldet sich ab und verpackt die SIN gut. Als nächstes kommt dann sie SIN von Rikard Agmundson heraus, und er überlegt was, er tun soll. Irgendwie muß er ja die anderen kontaktieren, aber einfach so anschreiben, das geht wohl nicht. Nicht mal mit dieser eher unbekannteren SIN aus dem Südafrika Einsatz. Immerhin wurde die ja nie aktiviert. Es besteht die Gefahr, dass man auch diese überwacht, aber ganz risikolos wird es eh kaum gehen, zumindest nicht ohne seine jetzige SIN zu belasten.
So schreibt er unter dem Namen Agmundson die Frau von Positive an. „Skandinavien sendet ein PING. Sag das mal deinem Göttergatten. Kontaktaufnahme erwünscht. Kontrolliere den Account in 3 Tagen.“

Bleibt zu hoffen, dass die beiden sich über solche Merkwürdigkeiten doch mal unterhalten und es auf diesem Weg mon Capitain erfährt, denkt er sich dabei.
Dann kauft er sich wieder mit der Schrott-SIN eine Karte zurück nach Aachen und wartet die drei Tage ab, ehe er sich eine Karte nach Stuttgart kauft. Dort will er dann nachschauen, ob es eine Nachricht gibt. Wenn nicht, wird er wohl offensichtlicher mit Zaunpfählen winken müssen.

Willem van de Flierdt

Norge hat sich von der SFG 77 getrennt und sucht die Wohnung seines „zweiten Lebens“ in Aachen auf. Dort angekommen, in Willem van de Flierdts Alltag, ist Norges erste Sorge ein Biomonitor in seiner Brust, der seine Geoposition regelmäßig in den Äther sendet. Noch bevor er sich wegen seines Armes ins Krankenhaus begibt, kauft er daher zwei Mirui-Puppen. Eine Haiku-san für Willem und eine Radio Sorceress für Norge, in der Hoffnung, dass er Kontakt zu Miru findet.

Wie es die Eigenart der Miru-Puppen ist, brauchen sie eine gewisse gemeinsame Zeit mit ihren Besitzern, um Vertrauen aufzubauen und zu lernen. Daher ist die neue Radio Sorceress zu Beginn entsprechend reserviert. Doch es scheint, als „erinnere“ sie sich an Teile seines vergangenen Lebens, nachdem er seine Notlage berichtet hat. Natürlich ist die Radio Sorceress eben genau das: eine Hüterin und Zauberin der persönlichen Kommunikation und der Social Media! Entsprechend unbeholfen sind die Versuche, Flucht, verlorenen Arm oder die Trennung von seinen Freunden zu vermitteln. Doch nach einem Tag intensiver Beschäftigung gibt es Lichtblicke: Die Radio Sorceress versteht, dass er sich verfolgt fühlt. Sie beginnt damit, sich mit allen Geräten in seinem Umfeld zu vernetzen und Tipps zu Sicherheitseinstellungen zu geben (oder einfach selbst zu verwalten). Und dann kommt plötzlich der Moment, an dem Norge lächeln muss: die Radio Sorceress bemerkt, dass Norge einen Biomonitor in sich trägt. Einen, der sie neugierig macht. Es dauert eine viertel Stunde des neugierigen Fragens, dann schaltet die Radio Sorceress den GPS-Tracker einfach ab. Möglicherweise konnten Norge und Radio Sorceress an den Rand von Mirus Bewusstsein herankommen. Eindeutig zeigt sich Mirus Einfluss jedoch erst einmal nicht.

Dann geht es endlich ins Krankenhaus! Seinen Kameraden – und insbesondere Zoés Flugkünsten – sei Dank, konnte Norge Finistère ohne Folgeverletzung verlassen. Und abgesehen vom Stress der Flucht war das frisch transplantierte Körperteil unbeschadet geblieben. Zunehmende Schmerzen im Arm während der Flucht und dann in Aachen konnte Norge selbst medikamentieren. Dann wurde es Zeit für die stationäre Versorgung.

Nach einer Woche im Krankenbett wird Willem van de Flierdt entlassen und beginnt sein Leben. Er beginnt die Kontakte zu Orkgruppierungen in Aachen zu erneuern und neue zu knüpfen. Immerhin verbrachte er schon einige Zeit hier in seinen Urlauben und kann die hiesige Sprache doch sehr gut. Er beginnt als Rettungssanitäter zu arbeiten. In Amerika würde man wohl Streetdoc sagen. Tatsächlich versucht er auch zur Straßengang, die bei ihm in der Gegend das Sagen hat, Verbindungen zu knüpfen und bietet günstige Behandlungen ohne Fragen an als Gegenleistung für den üblichen Schutz.

In so einer schlechten Gegend lebt er ja nun auch nicht, aber nur auf die örtlichen Sicherheitsdienste mag er sich lieber nicht verlassen. Zusätzlich kauft er sich eine billige Straßen-SIN mit anderem Namen. Nichts aufwendiges, aber eine, mit der er anonym einkaufen und die Transportmittel benutzen kann.

Dazu bietet er seine Dienste natürlich auch der Bevölkerung an und verdient sich so seinen Lebensunterhalt. Für den Übergang wird er aber wohl an seine Reserven müssen, die er auf dieser SIN geparkt hatte, was ja immerhin ein stolzes Sümmchen ist. Das wenige, was er als Harald Svenson in den Diensten der AIM brauchte, ließ ja genügend an Gehalt und Prämien als Sparvermögen offen und das floß hier her.

So lebt Willem dann wohl die nächsten Wochen, geht in die Ambulante Behandlung und führt Reha-Maßnahmen durch, um seinen Arm zu stärken und versucht, sich aus allem Ärger raus zu halten. Bis zum Ablauf der vier Wochen wird er versuchen, die Vergangenheit ruhen zu lassen. Erst danach macht er sich wieder Gedanken, wie es den anderen wohl gehen mag, vorausgesetzt, diese würden sich nicht früher melden.

Party! Und eine kleine Anfrage.

Als alles vom Captain festgelegt ist, schaut Norge zu Copper und nickt ihm zu.

Du besorgst die Drogen, ich den Alkohol und danach holen wir den restlichen Partybedarf. Du das Amizeugs, ich das aus den Kolonien.

Das mit den Drogen sagt Norge überdeutlich im Scherz und lacht dabei auch auf und boxt Copper mal sachte an die Schulter.
Nachdem der Alkohol besorgt ist und bevor er wieder mit Copper zusammentrifft, richtet Norge noch eine schriftliche Anfrage an den medizinisch technischen Dienst von AIM.


„Erbitte Auskunft über die Herkunft von Hardware und Software der bei mir, MSG Harald Svenson, eingesetzten Cyberware. Firma und Mutterkonzern reichen aus.“

Nachdem er die Nachricht rausgeschickt hat, wundert sich Norge doch ein bisschen, dass noch keiner der wirklich paranoiden aus der Gruppe mal auf so einen Gedanken kam. Die Drohne war ja schon vor Yui irgendwie immer mit in der Ausrüstungsliste dabei. Aber wahrscheinlich hat er sich da nur ein wenig von der allgemeinen Situation anstecken lassen.