48 Stunden leichter Dienst. Pha, was hatte das schon zu bedeuten hier draußen. Leichter Dienst. Nachdem Norge alle durchgechekt hatte und danach alle Waffen des Teams soweit gereinigt und auf Vordermann gebracht hatte, dazu die Munitionsbestände erfasst und die erbeuteten Waffensysteme auf einen einigermaßen vernünftigen Stand gerbacht hatte hieß es nur noch die Medizinischen Vorräte der SFG aufzufrischen und es nicht so aussehen zu lassen als würde er die Sanistation von Nakatombe plündern.
48 Stunden leichter Dienst. Das hieß zumindest nicht das man durch die Mittagshitze marschieren mußte mit voller Ausrüstung. Es sei denn man wollte halt einen Raketenwerfer zu LT1 bringen und ihn verstauen. Der Gedanke dabei war einfach. Wenn bei der Hitze normal niemand unterwegs ist, so werden auch eventuelle Drohnen oder andere Beobachtungsversuche eher auf die Morgen und Abendstunden gelegt sein.
Aber irgendwann war auch Norge fertig mit allen Pflichten. Er steht im Raum vor dem Waschbecken und schaut in den Spiegel an der Wand. Verdammt! Er sah aus wie ein Waldschrat. Militärischer Kurzhaarschnitt? Längst vergangen. Seine Haare sind seit langer Zeit nicht mehr geschnitten worden. Und sein Gesicht? Geradezu zugewuchert. Klar kam die Veränderung schleichend. Jeden Tag vielleicht nur ein Milimeter, aber wenn man da nun so in den Spiegel schaut…. verdammt!
Norge geht also los und erkundigt sich bei den Flüchtlingen welche Nakatombe nun bewohnen und tatsächlich gibt es unter ihnen einen der sich auskennt. Einen echten Friseur. Er hat sogar ein wenig was dabei was er retten konnte. Schere, Kamm und sogar ein Rasiermesser und Seife. Handtücher und warmes Wasser sind hier ja zum Glück kein Problem. Und siehe da, nach ca. einer halben Stunde sieht Norge wieder so aus wie am Anfang der Mission. Dolph Lundgren Gedächtnis Haarschnitt und glatt rasiert. Nur seine Haut. Die hat sich doch tatsächlich verändert. Wochenlang mühte sich die Sonne Afrikas ab und hat es doch tatsächlich hinbekommen die ewig blasse Haut von Norge einen halben wenn nicht sogar einen dreiviertel Farbton zu bräunen.
So erfrischt macht er sich auf zu Copper und biete ihm eine Zigarre an und steckt sich selbst auch eine an.
Weißt du Copper, so eine Rasur, die tut schon gut. Solltest du auch mal ausprobieren.
Grinst ihn an und zwinkert ihm zu. Klar war das nur ein Scherz.
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Norges Auszeit
Norge nutzt seine Zeit, die er zum Ausruhen hat. Innerhalb kurzer Zeit hat er sich einen Plan im Kopf zurecht gelegt. Der Stein des Anstoßes gaben dabei die Erlebnisse der letzten Wochen. Copper, der von einem Geist verschlungen wird, um nur eins zu nennen und das es eine schwarze Idola der Matrix gibt, deren Maske von einem Geist bewacht wird, wäre ein anderes dieser Erlebnisse.
Nach einem ausgiebigen Schlaf macht er sich erst auf zu den Hausa; und nachdem er dort einige Zeit verbrachte und sich mit den Leuten unterhalten hatte, machte er sich auf zu den Bariba, wo er ungefähr die selbe Zeit verbrachte. Er ging dabei jeweils nach dem gleichen Muster vor. Da es selbst nach mehreren Wochen keinen Sinn ergab, den Norwegischen Ork als Einheimischen zu tarnen, machte er sich auch keine Mühe damit. Aber er ging ohne Waffen los, nur mit einer kleinen Tasche. In dieser befanden sich Kekse, Kaugummis und ähnliches, Welches zum bestechen der Kinder gedacht war und sie so dazu zu bringen, mit den richtigen Leuten reden zu können. In beiden Lagern kam er so zu Leuten, die sich zumindest halbwegs oder sogar sehr gut mit den Steinen und den Idola auskennen. Zumindest in soweit das Norge klar gemacht wurde, dass es nicht schlimm wäre, wenn er auf einem der „herrenlosen“ Steine etwas hinterlassen würde. Sowohl bei den Hausa als auch bei den Bariba bekam er da die gleichen Auskünfte.
Nach der zweiten Schlafpause machte er sich dann auf zu einem dieser Steine. Er fragte nach Hammer und Meißel und begann, Folgendes hinein zu schlagen, was natürlich eine Zeitlang dauert. Nicht übermäßig groß, aber doch gut sichtbar entstehen nach und nach folgende Zeichen 見ル.
Alternativen
Norge wartet bis die SFG alleine ist und ergreift dann, eine Zigarre paffend, das Wort.
Also, ich habe mir das noch mal durch den Kopf gehen lassen. Es waren ja erste Gedanken zum weiteren Vorgehen. Mit Jetdrohne aufklären usw. Sicherlich würden wir eine Momentaufnahme bekommen wenn wir das machen, aber wohl kaum ein klares oder gar umfassendes Bild. Dazu würden wir dann auch eine Schlagkräftige Waffe aus den Händen geben und, da es zu befürchten steht das die Drohne durchaus bemerkt wird durch feindliche Drohnen oder entsprechende Sensorik, würde das Überraschungsmoment wohl weg fallen.
Aus diesem Grund habe ich mal einen alternativen Vorschlag. Ich schicke voraus das dies wohl nur funktiniert wenn die Wüstenleute mitmachen. Eine Nahaufklärung, durchgeführt durch eben diese. Ich gehe davon aus das immer noch Leute wie sie durch die Wüste ziehen und sich wohl auch dem Platz des Orakels mal mehr oder wenige nähern. Wenn sie entsprechend unauffällig sind, sollte es ihnen möglich sein den Ort aus zu spähen und uns zu berichten.
Kommen wir zu den Vorteilen die ich dabei sehe:
1. Wir bekommen mehr als nur eine Momentaufnahme bei einem Überflug.
2. Die Jetdrohne bleibt uns als Luftunterstützung erhalten.
3. Ein etwaiger Überraschungsmoment bleibt erhalten.
4. Wenn wir es schaffen das die Wüstenleute weiter mitmischen, zumindest zum Teil, haben wir eine Beobachterin für den Mörser, welcher dadurch effektiver wird, als auch für die Jetdrohne sofern Snoopy das braucht. Zumindest könnte man darauf zurückgreifen.
Das wäre erstmal mein Vorschlag.
Nach diesen letzten Worten lehnt er sich zurück und wartet wohl darauf das sich die Freunde zu seinem Vorschlag äußern.
After the misson is before the misson
07.10.2073 06:05:49
Mike Goodfellow schreckt hoch. Doch glatt einen abstrusten Traum geträumt von schwarzen Kriegern, die, verwoben ineinander und mit komischen Kreisen im Gesicht und sonst komplett nackt, versuchen, sich aus einem Panzer zu befreien… eigenartig.
Die kleine blinkende LED an seinem Bildschirm holt ihn zurück ins Jetzt. Er öffnet die Nachricht von Negative.
„Guten Morgen.
Besorg mir doch bitte alles, was Du bis 0830 zu unserem ‚rich bro with attitude‘ aka Amobi findest, inklusive dem Prinzenpaar, den Firmen, für die er arbeitet und den Spezies, die er so schützt. Also alles.
Danke!
Negative“
Er verdreht die Augen und macht sich an die Arbeit
7.10.2073 – 1045
Die SFG77 triff sich nach ein paar turbulenten Tagen und immerhin einer ruhigen Nacht zu einer morgendlichen Strategiebesprechung. Régicide hat das Team darüber informiert was er noch mit dem Cpt. besprochen hat, abgesehn vom letzten Part. Aber erst nachdem das Team sicher zuhause angekommen, geschlafen und gegessen hat und das Debriefing durchgeführt und die Berichte geschrieben sind, kommt Régicide auf die Dinge zu sprechen, die ihn empfindlich gestört haben:
„Dieses Ding war ein komplettes Debakel!“ er legt die Hand auf die Kiste in der die ungenutzte Flugdrone verpackt ist.
„Wie kann es sein das ich eine Drone mitführe, welche für die Operation, für die Team -zusammensetzung und die Logistik vollkommen ungeeignet ist?
Scheinbar versteht man in eingeweihten Kreisen unter einer mittelschweren Überwachungsdrone etwas anderes, als ich darunter verstehe. In der Reichweite möglicher Dronengrößen, wenn ich das als mittel ansetzte, gibt es dann auch noch Mico, Mini, sehr klein, Klein, mittelklein, Mittel, mittelgroß, groß, sehr groß, riesig und gigantisch?
Fakt war: Ich bekomme ein Drone zur Verfügung gestellt, welche alle vier Personen meines Team benötigt, um sie zu bewegen, welche eine große, stabile Aufbau und Landefläche braucht und ich sie damit nicht aus dem ausgewählten Transportmittel heraus einsetzten kann. Die Drone hat 60 min Flugzeit und einen Reichweite von 30 km, danach fällt sie vom Himmel, dafür muss sie mit 150l Jetfuel betankt werden. Wie, wann und wo erscheint es sinnvoll das wir einen solche logistisch Leistung erbringen können?
Ich kann jetzt Online gehen und mit mir einen kleine Elektrondrone bestellen, welche ich in einem Rucksack transportieren, aus dem Fenster werfen und fliegen lassen und wenn sie wieder gelandet ist, mit einem neue Akku bestücken kann. Wenn ich ein High-End Modell nehme, kriege ich ähnliche Leistung für ein 10tel des Preises. Wenn niemand dazu noch etwas beizutragen hat, kann das Ding an den Hersteller zurück! Ich sehe unseren Dornenbedarf komplett anders, wenn also keinen guten Vorschläge kommen…als schwerer Waffenträger?“
Er gibt der Kiste einen letzten abfälligen Blick! Dann fährt er fort:
Meine Gedanken zu Dronen sehen wie folgt aus, hierzu möchte ich Meinungen hören: Ein hochfliegender Starflügler mit Elektromotor und Solarsegelfläche. Das Gerät muss nicht handlich sein, hier sind 200kg in Ordnung. Start und Landung von einer reg. Straße. Maximale Flugzeit ist entscheidend , mindestens 12 Std, besser 24 Std. Zweck einer solchen Drone wäre, weiträumige Boden und Luftaufklärung ohne Details, aber vor allem als eine zuverlässige Relaistation für Richtfunk und Sat-Uplinks.
Kleine, handliche Flugdronen, leise, unauffällig, Reichweite und Höhe sind nicht so entscheidend wie Ausdauer & Sensorik und Signatur. Unsere erste Begegnung mit den Guerilla und den Panzer hätte mit Hilfe einer solchen Drone sicherer und besser statt finden können. Einen Drone, die die Gegner auffinden und markieren kann, gleichzeitig aber nicht entdeckt wird.
Dann brauchen ein Fahrzeug, welches wir in unserem Sinne herrichten können. Hat hierzu jemand besondere Idee? Eine 2,5t Militärtruck oder einen großen Pick Up, vielleicht sogar beides? Gute Autopiloten sind wichtig, da wir so wenig Personal sind und nicht immer mehrere Fahrer abstellen können?“
Schließlich kommt er nochmal auf die Veränderungen in Negatves Gesicht zu sprechen:
Zu den Kreisen in deinem Gesicht: Zauber der Gestaltwandlung können sowas, allerdings sind das Zauber, die aktiv unterhalten werden müssen. Scheidet also aus. Varianten der permanenten Transmutation wie etwa „Makeover“ verändern nur regenerative Kleinigkeiten wie Haare, Bartrasur, Länge und Sauberkeit der Fingernägel und Kleidung. Scheidet also auch aus.
Wie gesagt, sie sind nicht magisch, das heißt die Magie, die verantwortlich dafür war, hat gewirkt und ist jetzt vorbei. Man darf dabei eines nicht vergessen: die Welt erwacht! Goblinisierung und Magie verändern die Metamenschen ständig, auch wenn die großen Wellen vorbei sind. Ein Trollhorn ist auch nicht magisch, genau sowenig wie die Elfenohren. Wenn du wissenschaftlich an die Sache rangehen möchtest, geh mal zum Hautarzt und lass in untersuchen, was los ist…mein Tipp: das ist kein Tattoo oder ähnliches, deine Zellen in diesem Bereich produzieren einfach kein Melanin mehr.
Permanente Veränderungen an einer Person, die sich nicht auf regenerative Kleinigkeiten beziehen, bedeutet theoretisch und praktisch ein Eingriff in die Essenz der Person. Aus dieser Perspektive betrachtet, wären die Kreise in deinem Gesicht also durchaus eine heftige Sache. Was das bedeutet, kommt allerdings primär auf dich an. Was das Schicksal mit uns macht, ist keine Zufall und auch nicht unabhängig von dem, was wir tun, denken, fühlen. So viel habe ich mittlerweile von Adra gelernt…!
Es folgt ein kurzer Moment der amüsierten Introspektive, dann fährt er fort:
„Also, was ist passiert? Wurde dir Gewalt angetan, wurdest du gegen deinen Willen verunstaltet? Oder war es nur ein einzelner Zwischenfall, die magische Welt und du, ein kurzen Treffen von Gegensätzen und die Spuren die so was hinterlässt.
Oder war es ein un moment significatif? Ein Schritt, der alle neuen Schritte für immer verändert. Ein Teil von dir, der nun hervorbricht…peut être nur einen besondere Variante von „Willkommen Zuhause“?
Negative ergreift das Wort:
„Danke für deine Infos zu meinem neuen Gesicht, Regicide. Ich will dir nicht zu nahe treten, aber ich denke, hier werde ich mir anderweitig Auskunft holen. Wenn wir hier fertig besprochen haben, werd ich mich aufs Motorrad setzen und auf dem hiesigen Voodoo-Markt mein Glück versuchen. Vielleicht kennt das ja jemand…“
Sein Blick fokussiert sich wieder
„Aber jetzt sollten wir tatsächlich über die Umstände und die Zukunft reden!
Regicide, du hast recht, die Drone und die Ausstattung generell: das war nicht der Standard, den wir gewohnt waren. Aber das war Teil der Mission! Ich glaube, sich über diese beiden Punkte lange aufzuregen führt uns nicht weiter, zumal weder Hiller noch Lena klare Anweisungen hatten und selbst nicht wußten, was wir brauchen.“ Er deutet auf die Türe hinter ihm. „Die drei da draußen trifft hier also keine Schuld. Soweit ich das sehe, machen die einen guten Job! Alleine das Ding so fix zu beschaffen ist keine Kleinigkeit.“ Er hält kurz inne, steht dann auf und aktiviert dann das virtuelle Flipchart.
„Also: hier stehen deine Vorschläge, und ich füge dem hinzu, dass dieses Ding vermutlich teuer wird – und die Frage, ob wir es überhaupt brauchen, muß erstmal beantwortet sein. Wir sind offiziell hier, weil wir Leute überzeugen sollen. Es ist zwar wichtig zu wissen, was der vermeintliche Gegner macht, aber nicht zentral!
Außerdem sehe ich die Gefahr der nigerianischen Flugabwehr – Dronen ohne Riggersteuerung sind einfache Ziele. Jemand wie Zoe könnte hier verdammt hilfreich sein! Denn selbst mit Drone – man braucht jemand, der deren Daten auch auswertet, idealerweise zeitnah.“
Aber lass uns nach vorne schauen. Meine Meinung bezüglich des weiteren Vorgehens sieht so aus: Er tippt auf der virtuellen Karte auf Moskuwa
Bis zum 10. Oktober und den Wahlen in Tembe ist noch drei Tage Zeit, deshalb würde ich vorschlagen, heute Nacht hier tätig zu werden, also entweder den Matrixuplink und die Wohnung des Journalisten anzugehen. In beiden Fällen scheint mir das keine mehrtägige oder riskante Mission zu werden. Dem stehen mögliche interessante Infos gegenüber; bzw., und das ist vielleicht noch spannender, Einblick in das Vorgehen von Dahomey bzgl. der Matrixzensur.
Danach sollten wir – also am 8.10. gegen Abend und wenn die erworbenen Informationen nichts am Stand ändern – nach Norden aufbrechen und entweder Tombu Villa oder den Wahlkreis ansteuern.“
Er unterbricht sich… sein Finger liegt auf der Karte östlich von Ihuma
„Was haben die dort gemacht??? Wieso Scheinwerfer? Ich denke, wir sind uns hier einig, dass die Vorkommnisse magischer Natur, die Mrs. Clark so gering schätzt, eine gewichtige Rolle spielen in dem Ganzen. Wo ich ihre Kritik teile: Wir waren zu feige, zu vorsichtig. Wir hatten nach dem Landgang mehrere Punkte, wo wir direkter hätten agieren sollen. Vielleicht passiert uns das ausgestattet mit unserem vertrauten Material nicht mehr.
Copper, Norge, was meint ihr? Weiteres Vorgehen?“
Nach dem Negative geendet hat, antwortet ihm Bazut:
„Du trittst mir nicht zu Nahe, wenn du dir jemand anderen suchst, der dir bei diesen Themen weiter helfen kann…Ich denke, das war mehr oder weniger das, was ich zum Ausdruck bringen wollte“ er lächelt.
„Das mit der Sache: keiner hat Schuld, stimmt aber nicht! Es gab Parameter und einen Auftrag, die Drone war ein échec total. Daran ändert die Tatsache, daß die beiden Ansonsten sehr gute Arbeit geleistet haben, nichts. Es war ein échec ohne harte Konsequenzen, aus dem man nur lernen kann und nichts hart bereuen muss. Problem erkannt, analysiert, Haken dran, weitermachen!
In der Op wurden auch andere Fehler gemacht“ dabei schaut er Negative sehr deutlich an:
„Der Größte war mein Eigener! Ich habe die Anfangssituation um den Panzer viel zu schnell hoch eskaliert, was dich und Comptòn massive in Gefahr gebracht hat. Hérault hat meinen Fehler schnell genug ausgewetzt, so das es auch hier ohne große Reue weiter gehen kann. Würde ich mir aber einreden, das ich das gut geregelt habe, wäre das einfach Connerie. Verstehen, Analysieren, Lehre daraus ziehen, Haken dran!
So, gibt es noch was, was wir als direkte Kritik in den Raum werfen müssen? Wenn ja, raus damit!
Das Mademoiselle Clark gerne die Akte mit der Aufschrift ‚Evil Master Plan‘ haben wollte, ist mir klar. Aber ihrer Kritik war Unsinn. Wir haben daüber diskutiert, wie gute es wäre, Akimbo abzugreifen, wir haben sogar Szenarios in Erwägung gezogen, ihn zu entführen und dann zu liquidieren! Wir haben es nicht getan, nicht weil wir nicht den Mut gehabt haben, sondern weil es taktisch sinnlos war! Gleiches bei der unbekannten Siedlung, Hochsicherheitszaun, Drone, Doppel-Patrouillen! Taktisch keinen Sinn. Mademoiselle Clark wollte so viel mehr…und die Leute in der Hölle wollen Eiswasser!
Ansonsten wollte ich ein paar Gedanken mit euch Teilen, bezüglich unseres weiteren Vorgehens. Ich stimmt mit Philippé überein, dass wir die beiden Ziele hier in Moskuwa begutachten müssen. Ebenso brauchen wir von seines Miss Clark mehr Intel zu ihrem Informanten, das werde ich gleich beantragen.
Ich habe aber ein ganz anderes Gefühl zu der Wahlaktion. Der Auftrag suggeriert etwas, was mir auf vielen Ebenen nicht gefällt! Ich sehe keinen Grund, noch viel weniger eine Berechtigung, sich in die freien, demokratischen Wahlen diese Bezirks einzumischen. Gibt es hinweise auf eine mögliche Manipulation? Ja! Ist Dahomey in den letzten Jahren sehr gut mit seinem demokratischen Prozess zurecht gekommen und ist es die Aufgabe der Sicherheitsbehörden sich darum zu kümmer? Ebenso Ja!
Es gibt keinen Beweise für einen Manipulation, keine wirklichen Spüren oder Verdächtigen, alles was wir haben, ist Hörensagen…und der dubiose Wunsch der AIM, sich unverzichtbar zu machen.“
Dann verfällt er komplett in Französisch:
„Ich werde nicht in die freien Wahlen einer Bevölkerung stören, ohne deutlich mehr Beweise und einen lokalen, legitimen Auftrag zu besitzen!“
Er schaut seinen Teammitglieder an, fährt energisch fort:
„Was sich für mich als unverzichtbar darstellt, und hier möchte ich wissen, wir ihr das seht, ist einen Art von Status, welcher begründet, dass wir hier sind. Mit dieser Existenz in der Illegalität komme ich nicht gut zurecht. Deshalb möchte ich den Einbruch bei dem Informanten in den nächsten Tagen durchführen, um die Anonymität zu nutzen und mich dann auf die Tombu-Villa zu konzentrieren.
Also, was in den nächsten Tagen ansteht: Ich werde Intel anfordern und dann mit Philippé einen Tour zum Tawaniesee machen, um ein paar Dinge nachzubereiten. Gleichzeitig werden Comptòn und Hèrault die Wohnung und den Matrix-Hub observieren und nach eigenem Ermessen Vorstöße Richtung der Wohnung durchführen.
Zur Ausrüstung: Es gilt, unsere Transportmittelfrage zu bearbeiten. Hierzu habe ich meinen Gedanken schon geäußert, weiter Gedanken und Vorschläge an Lena.
Colletté, wenn das hier ein Wunschkonzert wäre, was für ein Flugzeug würdest du haben wollen und was geht in dieser Richtung was wir haben könnten…Für nicht mehr als 200.000?
Waffen und Ausrüstungsgesuche an Lena, bitte mit Details, damit sie ihre Arbeit machen kann. Philippè, wie viel Aufwand müsstest du betreiben, um vos excellentes radios auf vollen Battletech Standard zu bringen?
Ich werde außerdem bei Cpt Uzun den Antrag stellen, Michelle hierher zu verlegen. Goodfellow war bisher immer der Mann, der plötzlich da war, wenn man noch jemand Kompetentes gebraucht hat. Ich will ihm hier im Feld haben. Des Weiteren werde ich ihn bitten, Zoé zu kontaktieren und seinen Bemühungen sie unter Vertrag zu nehmen nochmal ernsthaft zu betreiben!
Er endet und nimmt trinkt die nächste Tasse Kaffee, die ihm gerade jemand eingeschenkt hat.
Norge hört sich das beim Frühstück in aller Seelenruhe an. Dabei trinkt er seinen Kaffee und genießt eine Zimtschnecke. Als Regicide geendet hat, streckt er sich kurz und antwortet dann:
„Also als erstes und nur weil es mir wirklich am Herzen liegt, das die Dinge und Orte so benannt werden wie sie sind, es heißt „der unbenannte Ort“, nicht der unbekannte. Man kennt ihn und hat vergessen, ihm einen Namen zu geben. Deshalb unbenannt. Ist nicht so schwer zu merken.
Dann zu Frau Clark. Tja, gibt ein kurzes Kommentar. Ich habe Leuten schon für weniger die Nase gebrochen.
Nun zum Wichtigen: die nächste Operation. In der Tat finde ich die höchste Priorität liegt auf der Villa. Da bin ich voll auf einer Linie mit dir Regicide. Neben der Legalität gibt es uns auch schnelleren Nachschub und eine Basis im Hinterland. Ein Zwischenstopp, wenn wir länger unterwegs sind, um ein Flugzeug oder Hubschrauber aufzutanken, und was sonst noch alles dazu gehört.
Die Wahlen zu stören bereitet mir keine Kopfschmerzen, wenn wir das für das Ziel, welches wir haben, einsetzen können. Also einfach nur stören macht keinen Sinn. Da brauchen wir einen Plan, damit wir das auch ausnutzen können.
Den Uplink observieren? Macht das wirklich noch Sinn? So wie ich es verstanden habe, bekommt Dahomey doch eh viel Druck, dass die Zensur aufgehoben wird. Ich denke, dass ist ein Problem, auf das wir uns nicht unbedingt konzentrieren müssen. Aber wenn du das willst, opfern wir die Zeit natürlich.
Die Wohnung könnte tatsächlich was bringen, sofern Breslin so Kram hat, da was zu finden nach den vielen Tagen. Kommt ja aus dem Kriminalbereich. Ab wann wird nochmal aus einer Rettungs eine Bergemission? Naja. Versuchen kann man es ja mal.
200.000 Y für ein Flugzeug? Dann haben wir fast 50% weg. Ist das auf Dauer echt billiger als eins leihen? Oder wir fragen den Cpt. ob sowas vielleicht als Zusatz drin ist und nicht unser Budget belastet?“
Damit lehnt sich Norge wieder zurück und schiebt sich das letzte Stück der Zimtschnecke in den Mund und kaut sie genüßlich während er den anderen zuhört.
Norges Ankunft
Norge landet in den frühen Morgenstunden des 3. Oktober 2073 mit dem Schiff in Dahomey, genauer: an einem Frachtkai in Lome. Am Hafen kam es zu den normalen Kontrollen. Natürlich hatte Norge auf Waffen verzichtet, selbst auf die Pistole, die er normalerweise bei sich trägt. Warum Sachen verkomplizieren, die schon kompliziert genug sind? Schließlich wurde er natürlich zu einer zufälligen, verdachtsunabhängigen Kontrolle heraus gebeten. Natürlich hatte Norge aber auch damit gerechnet und die nötigen Papiere dabei, um diese vorlegen zu können. Doch die brauchte er gar nicht. Ein Angestellter einer Sicherheitsfirma öffnete ihm im Hinterzimmer einfach eine Tür und nach ein paar Gängen stand er im Gebäude einer genossenschaftlichen Fernhandelsgesellschaft. Nach kurzem Halt auf einer Wartebank mit überwiegend afrikanischen Matrosen wurde er von einem unscheinbaren Mann mit legerem Jacket abgeholt und nach draußen begleitet. Die illegale Einreise musste irgendwie über diese private Schifffahrtsgesellschaft eingefädelt worden sein.
Norge buchte sich dann einen zivilen Inlandsflug nach Moskuwa. Dort angekommen schaute er sich dann nach einem Weg in die Innenstadt um. Er wählte die Straßenbahn und fuhr dort mit vielen Leuten zusammengedrängt los. Sein Plan war es sich erstmal ein wenig zu akklimatisieren. Die Stimmung aufnehmen. Sich ein wenig umsehen. So verließ er dann auch die Bahn ein wenig entfernt vom HQ und lief durch das Viertel in der Unterstadt vonm Stadtteil Valley Reach. Da es immer noch Morgen war, traf er auch einige spielende Kinder in verschiedenem Alter an. Klar, ein Slum war es hier nicht, aber nach nordeuröpäischem Standard doch recht ärmlich. Auch kamen ihm die Leute recht exotisch vor und diese wiederum betrachteten ihn mit großen Augen, teils neugierig, teils wohl auch mit Argwohn. Kein Zweifel, dachte sich da Norge. Hier bin ich wohl der Exot. Er streifte weiter durch die Straßen und besuchte auch mal eine Bar, schon in der Nähe des HQ’s. Er bestellte sich ein lokales Bier und versuchte mit dem Barkeeper ein lockeres Gespräch anzufangen. Das war gar nicht so einfach. Französisch war hier die häufigste Sprache, direkt nach… anderen Mundarten. Englisch ging aber auch ganz gut. Danach zog er weiter und versuchte von einem der Kinder herauszufinden, ob es in dem Viertel so was wie ein Waisenhaus gibt. Ein zwölfjähriger Ork mit tiefschwarzer Haut und wildschweinhaften Hauern hatte Mumm, sich aus seiner Clique zu lösen und versuchte das Gespräch mit Norge. Dicke Lippe und viel heiße Luft, aber der kleine war vorsichtig. Tatsächlich brach nach einer Weile das Eis und die Clique entspannte sich etwas. Als Norge sein Feuerzeug als „Bezahlung“ für den gesuchten Dienst eintauschte, gab der kleine Ork mit festem Schlag auf seine eigene Brust zu verstehen, dass er hier der Macher war und dass er sich schon mit jedem Touristen in Dahomey anlegen würde, wenn ihm einer dumm käme. Aber Norge war ja in Ordnung! So ließ er sich von drei Jugendlichen hinführen und konnte es in Augenschein nehmen. Das Waisenhaus war topmodern. Eine modulare Leichtbauweise. In Seattle würden hippe Elfenstudenten drin wohnen wollen! Tatsächlich waren viele der anderen Gebäude drumherum wesentlich billiger und weniger ästhetisch. Doch es blieb im Kern ein Waisenhaus. Einige ältere Dahomee kümmerten sich um den Betrieb. Norge gewann den Eindruck, dass ältere Jugendliche jüngere oft bei der Hand nahmen und gemeinsam in der Unterstadt Dinge erledigten oder spielten. Das Waisenhaus bot wohl „Ersatzfamilien“, in denen die Jungen recht schnell Verantwortung übernehmen mussten. Schulranzen sah man auch aufblitzen.
Durch die staubigen Straßen merkte Norge auch langsam, wie die Temperaturen stiegen und ihm doch ein wenig zu schaffen machten. Es würde Zeit werden, ins HQ einzurücken. Dennoch verzichtete er auf ein Taxi. Er nahm seinen Seesack wieder auf die Schulter und ging den Weg zurück. Angst hatte er keine. Schließlich war es kein Elendsviertel und selbst ohne Waffe war der Ork ja nun nicht gerade ungefährlich. So ging er sehr selbstbewußt seines Weges und wurde auch nicht eines Besseren belehrt.
Schließlich kam er am Gebäude mit dem HQ an. Einmal drum rum gehen, um ein Gefühl für die Abmaßungen zu bekommen und dann rein und hinauf ins richtige Stockwerk. Dort angekommen, bezog er das Zimmer und stellte fest, dass Bresslin noch nicht eingeräumt hatte. Also suchte er sich das Bett nahe der Tür aus und richtete sich ein. Danach ging er erstmal ausgiebig duschen. Erst nach dem Frisch machen suchte er die Gesellschaft der anderen zur Begrüßung.
Zusätzliche Dinge
@Cpt. Uzun, LT Bazut und Lena
Ich weiß gerade nicht, wer hierfür genau zuständig ist, aber Lena kommt da wohl am besten ran. Ich würde mich freuen, wenn du ein paar Netze mit Basketbällen und Fußbällen organisieren könntest. Gerne mit Aufdrucken wie „AIM Schützt dein Haus und Leben“ oder so was in die Richtung. Dazu noch Schokolade in größeren Mengen. Da wir ja in der Gegend auch ein Bein auf den Boden bekommen wollen und vielleicht ein Informationsnetz auf der Straße aufbauen sollten, finde ich es eine gute Idee, 2-3 Waisenhäuser auf diese finanziell doch günstige Art zu unterstützen und sich bei den Kindern ein wenig beliebt zu machen. Kann mal nützlich sein. Die Bälger hören auf der Straße im allgemeinen recht viel. Könnte mir in dem Zusammenhang auch vorstellen, beizeiten dort mal Selbstverteidigungskurse zu geben. Ich denke, das fördert den Ruf von AIM da reichlich.
Wenn die Idee blöd ist, dann streicht sie einfach.
H.S.
Lomé direkt II
Hey Negative,
was willst du uns damit sagen? Eine Massenbeeinflussung? Wie soll das gehen? Magisch wäre es wohl ein ziemlicher Kraftakt und wohl auch kein Einzeltäter. Drogen? Schwer zu machen mit dieser genauen zeitlichen Abstimmung bei der Masse. Um nicht zu sagen unmöglich. Vielleicht doch eher ein Naturereignis? Ganz ehrlich? Das kommt mir im Moment, wo ich noch nicht vor Ort bin, am Plausibelsten vor. Gibts ähnliche Vorkommnisse auf der Welt in früheren Tagen?
Gruß aus dem Flieger über Nordafrika
Norge
Kurz vor dem Start
Also gut, da der LT es wünscht, hier mein Senf zu der Sache. Ich arbeite es mal von Norden nach Süden hin durch.
Wadi:
Unabhängig von allem ist das durchführbar. Durch seine exponierte Lage im Norden wohl am besten zu Luft zu erreichen. Schon alleine, weil man sich damit Scherereien am Boden spart. Durchaus als erstes machbar. Weiß allerdings nicht, wie sich Breslin bei sowas schlägt.
MIA:
Ein riesiges Gebiet abzusuchen ohne jegliche Informationen. Meiner Meinung nach ohne weitreichende und Zeitraubende Vorarbeit nicht zu leisten.
Tawani See:
Ein organisierter Massenmord ist nur von einer entsprechend großen Gruppe zu machen. Wenn wir uns da rein hängen, dann aber richtig. Da giltes keine Abstriche zu machen bei der Ausrüstung. Für mich persönlich stellt es aber kein Problem dar, die Mission zu machen. Zumal es da doch zu eilen scheint. Wer weiß, wie lange die Gruppe/Gruppen da noch vor Ort sind und man überhaupt was erreichen kann.
Tombu Villa:
Ein Missionsziel, das man ohne weiteres nach hinten schieben kann. Ob wir das heute oder in einem halben Jahr machen, ich sehe keinen großen Unterschied darin – zumindest nach bisheriger Sachlage.
Nkambo:
Wie schön, dass hier das Einsatzrisiko als mäßig beschrieben wird, wenn ja nur ein Dorf in einer an sich ruhigen Gegend ausgelöscht wurde. Ist meiner Meinung nach auch nur von entsprechend ausgerüsteter Truppe zu machen. Vielleicht dieselbe wie beim See? Seh ich wie der LT. Erstmal aufklären.
Bura-Damm:
Ist im moment ja eh nicht relevant von der Planung her.
Domba:
Meiner Meinung nach je früher, desto besser, wenn es wirklich ein wichtiges Ziel ist, die Konkurrenz auszuschalten vor Ort. Wenn sie erst einen sicheren Stand haben, dann wirds schwerer.
Uplink:
Nicht meine Fachrichtung, kann ich nur unterstützend tätig sein.
Durchsuchung:
Selbe Sache wie bei Uplink.
Nkambo oder den Tawani See sehe ich als guten Einstieg an. Kann man gleich mal sehen, was los ist und wie sich die Gruppe schlägt. Davon abgesehen bin ich bei allem dabei. Ist ja schießlich kein Wunschkonzert hier. Nur wenn es heißt, wir machen da nebenbei noch eine Aufklärungsmission, da finde ich sollte man sowas nicht unterschätzen. Auch wenn ich in Tarnung usw. ausgebildet wurde. Aufklärung ist nichts was man so nebenbei machen sollte. Also wegen mir hast du freie Hand LT.
@Lena:
Paula mit Zubehör (Munition etc.) Ist hier in Marseille in der Box mit der AIM-Sendungsnummer 4711081501011974. Bitte schnellstmöglich beibringen. Da ist auch noch ein wenig anderer persönlicher Kram mit drinnen. Ich schick dir noch ne Liste vom restlichen Inhalt.
Ansonsten benötige ich vor Ort auf jedenfall ein MG. Mittelschwer wäre optimal, leicht das mindeste. In Afrika wird es ja eh russisch sein denke ich mir. Ein europäisches Modell wäre mir aber lieber. Entsprechende Schutzausrüstung in Tarnmuster. Survivalkits. Panzerfaust oder Raketenwerfer, Mörser mit Granaten. Schaff ran, was möglich ist. Sturmgewehr ist auch nichtverkehrt. Natürlich mit Munition. Wenn es Beschaffbar ist, sage ich auch zu einer leichten Sicherheitspanzerung nicht nein. So ein schönes Modell wie beim ersten Besuch auf YC.
Was das Safe House angeht: Lena mach es.
So, ich geh jetzt mal in den Flieger. Sonst fliegen die ohne mich. Schade, das Zoe nicht dabei ist. Hiller muß ja noch beweisen, dass sie einen Heli im Nahkampf fliegen kann.
Grinst frech in die Kamera, eher er ausschaltet.
Stöpsel
Hallo Breslin,
ich habe gesehen das wir im HQ Zimmergenossen sind. Bring dir gute Ohrstöpsel mit. Man sagt mir nach, dass ich ab und an ein wenig schnarche, wenn ich tief und fest schlafe. Sollst ja auch ausgeruht sein. Freu mich dich auch mal bald persönlich kennen zu lernen.
Gruß
H.S.
Paula Situation
Hallo Lena,
wie hoch schätzt du das Risiko ein wenn man eine private Waffe einschmuggeln will? Also wie oft wird man erwischt? Kennst du die richtigen Stellen die geschmiert werden müssen? Da wir ja länger vor Ort sein werden, würde ich Paula doch ungerne zurücklassen, zumal sie uns doch unter Umständen helfen kann in diversen Situationen. Wenn du sagst das es kein Problem ist, holen wir sie her. Selbst bei 90% würde ich das Risiko eingehen. 70% wären mir aber schon zu gefährlich.
Gruß
Norge