Alle Beiträge von Regicide

soit prêt

„Philippè, bemühe mal den Chemiker der du bist und sage mir ob das funktioniert/Sinn ergibt“
Der Lt. ist gerade in HQ zurück gekehrt und hat die Zusammenfassung der Situation mit grimmigem Wohlwollen entgegen genommen. Er hat über die ansage von Norge an Skorgen nur gelächelt und darauf verzichtet noch einen drauf zu setzten. Wenn sie es jetzt nicht verstanden hat…
Er hat sich mit dem Team zusammen gesetzt und bespricht die letzten Taktiken:
„Wenn wir große Plastikflaschen mit Wasser und feuerhemmenden Chemikalien Füllen, mit einem Zünder und CO2 Kanister versehen, können wir damit Feuerlöschgranaten improvisieren. 1,5l Flaschen für Uns, 5l Kanister für den Norweger? Zum einen möchte ich gewappnet sein um einen Ausbruch des Feuers im Reifenlager im Keim wieder zu ersticken, ich habe mal gehört das es einen Moment braucht bis reifen so richtig gut brennen, aber die Pest sind sie wieder zu löschen. Ebenso hat Zoe bewiesen das mache der Afkarasageister schlecht auf Feuerlöscher reagieren. Wenn das geht, so 10 keine und zwei große Feuerlöscher.
Zum anderen möchte ich einen massiven Rauchbecher. Dicker, schwarzer Qualm. So können wir die Feuerwehr und die Ortungsbehörden auf den Plan rufen lange bevor das Feuer angefangen hat. Ich nehme nicht an das eine Rauchsäule unterhalb von Downtown ignoriert wird.

Wir müssen noch die Bewaffnung bergen und eine Dauerobservation per Dronen einrichten. Dem Bebauungsplan Michel ausgegraben hat, müssen geparkte Fahrzeuge und Kameras, Orte an denn sich Personen aufhalten und rituelle Aufstellungen hinzugefügt werden. Wir verlegen nach und nach zum Zielgebiet, bringen auch die Fahrzeuge in die Nähe.

Was wir nun noch entscheiden müssen ist ob wir Aufruhr noch verstärken können in dem wir eine weitere Gruppe aktivieren. Gibt es eine Masuto Schrein andere weiße Idola oder eine Versammlung ihrer Anhänger an der ich und Positiv eine weiter Empörung auslösen können?

Dann verfinstert sich seine Mine:

„Ich weiß das die Chance Lena zu finden gering sind. Trotzdem werden wir nichts unversucht lassen. Das bedeutet; wir brauchen Gefangen. Jemand der Dandys muss uns Rede und Antwort stehen. Und diesmal gibt es keine Rücksicht…

armée citoyenne

Noch bevor Régicide zu seiner Radtour aufbrechen kann, hält er inne. Scheinbar hatte er eine Idee und versucht nun, sie zurecht zu spinnen:
„Wir sind angeschlagen, unterbewaffnet und allein….keine guten Voraussetzungen“ Er denkt, geht einmal auf und ab:
„Was Copper sagt ist richtig, wir brauchen Leute die bereit sind Autoreifen zu tragen… Leute die den Einfluss der schwarzen Idola entgegen treten… bereit sind für ihrer Sache ein zustehen…ihr Land…ihrer Stadt…“
Nochmal hin und her, dann wendet er sich an Clark & Fink Er erklärt noch einmal kurz, mit welchem Ansinnen die Menschen bei der großen Versammlung arbeiten, Steine stellen, Tiere treiben, Gemeinschaft leben:
„Gibt es in Moskuva auch so einen Platz. Einen Schrein der Masuto? Wo sind die Menschen die friedlich und ruhig die Mahnwache am Matrixverteiler gehalten haben? Wo sind die Idealisten, die Pro-Dahomey Dahomeys? Wenn wir einen oder mehrere Gruppen & Plätze finden können wo man solches tut, finden wir die Leute die Copper beschrieben hat.“

Wenn die Recherchearbeiten eingeleitet sind, denkt er noch einen Schritt weiter:
„Ich werde den Afkarasa Fetish gleich von hier weg schaffen, will in aber erst noch nicht zerstöre. Ich würde ihn lieber als Beweisstück mitnehmen.
Wir werden wieder unsere bewährte Geschichte erzählen, Grundsätzlich die Wahrheit, nur vieles Ungesagt. Wir sind Sicherheitsdienstleister von außerhalb Dahomeys. Ein Kameradin ist entführt worden, wir sind hier um sie zu finden. Dabei haben sind wir auf die Aktivitäten von Afkarasa und ihrer Vertreter gestoßen, haben vom Ritual erfahren, brauchen Hilfe es zu verhindern und wollen unsere Kameradin finden.
Sollte es uns so gelingen die positiven Kräfte der Stadt gegen Afkarasa aufzubringen, können wir dann die Situation beobachten und helfend einschreiten. Wir brauchen Gefangene, nur einer dieser Leute kann uns sagen ob Lena noch lebt und wo sie jetzt ist.“

Er verlässt das neue HQ, sucht einen Park in der Nähe auf und versteckt den Fokus im hexametischen Mittel mehrerer Bäume oder eines Brunnens. Wird nicht viel helfen, aber schaden kann es nicht. Ebenso stellt er einen von Zoes Minifliegern auf um den Ort im Auge zu behalten.
Wenn er wieder ins HQ kommt, schaut er Erwartungsvoll. Gibt es für Lenas Rettung noch einen Chance?

Une suggestion

Es handelt sich in Dahomey nicht um einen mehrseitigen Konflikt unterschiedlicher Parteien, sondern um einen hinterhältigen Angriffskrieg einer Volksgruppe gegen alle anderen, Massenmord und eine humanitäre Katastrophe werden hierbei als angemessen Mittel angesehen (siehe Sgt. Breslin/Intel/Agosji).
Somit gibt es eine klare Opposition, welche unter allen Umständen daran gehindert werden muss, ihrer Ziel durch zu setzten.
Beurteilt nach der Lage vor Ort gibt die SFG77 drei Operationskonzepte in die Planungsgruppe:

OP. Return to Sender
Missionsziel: Überführung physischer Beweise und Kriegsverbrecher zum gewaltsamen Umsturz der öffentlich Ordnung in Dahomey
Kurzbeschreibung:
In Ort Nakatombe (siehe OP. Stocktacking) liegen zur Zeit die gesammelten Beweismittel der SFG77 zum Agoji Komplott als auch Kriegsverbrecher (siehe Anhang Sgt. Breslin/ Intel/POW). Diese müssen überführt und dem CCOM zugänglich gemacht werden.
SFG77 schlägt vor, zu einem ausgemachten Zeitpunkt eine Übergabe in der Nähe von Nakatombe durchzuführen. Ein verdeckter Anflug auf das Zielgebiet ist möglich, eine VTOL Transporter könnte die Strecke in wenigen Stunden überbrücken. Dies würde Ebenfalls die Evakuierung von gestrandeten Zivilisten ermögliche, als auch nötige Ausrüstung an die SFG77 auszuliefern.
Es sollte in Erwägung gezogen werden, in Nakatombe einen kleinen Vorposten einzurichten. Ein Platoon Infanterie mit schweren Waffen können hier einen bisher wichtigen Brückenkopf sichern und weitere Operationen besonders im Rahmen von OP. Good Neighbors. Beide OPs könnten in Tandem durchgeführt werden.

Op. Good Neighbors
Missionsziel: Aufnahme von Verhandlung zum Einsatz der AIM im Dahomey Inland.
Kurzbeschreibung:
In Rahmen der großen Zusammenkunft (siehe OP Buffalo Forward) konnte die SFG77 gute Kontakte innerhalb der verfassungsgebenden Gruppe in Dahomey knüpfen. Die Situation ist ideal um einen Auftraggeber und Partner für AIM zu finden.
(Insert Clark)
Nach der Auffassung der SFG77 steht dem Land eine weitere humanitäre Katastrophe voraus (siehe OP. Walkabout Recon Mbande/Todesopfer). Deshalb wäre das Abwenden dieser Lage ein wünschenswertes und über alle Zweifel erhabenes Unternehmen. Gleichzeitig wäre es das perfekte Tandem mit OP. Untamed Pride
Op. Untamed Pride
Missionsziel: Sichern von entscheidenden Personen und Entitäten für die Zukunft Dahomeys.
Kurzbeschreibung:
Im Zuge der Ermittlungen gegen die Agoji ist ein entscheidender Faktor der gegnerischen Strategie aufgedeckt worden. Der Ziele der Agoji stehen antagonistische zum wirken der mächtigen Totems und deren menschliche Avatare und Archonten (siehe Anhang Lt.Morelle/Intel/ Magische Faktoren/Totems) Diese Realität geht soweit, das die Agoji, in einer Verzweiflungstat den Bura Staudam gesprengt haben um das Totem Löwe zu schädigen (siehe Anhang/Sgt.Breslin/Intel/Bura-Staudam).
Die Sicherung der Auserwählten des Löwen sollte in allen strategischen Überlegungen oberste Priorität einnehmen. Gleichzeitig ermöglicht OP Untamed Pride eine Erkundung der Lage im überfluteten Gebiet, Kontaktaufnahme mit einheimischen Personen und das Aufklären von Feindbewegungen.

Régicide legt das Pad auf den Tisch. Erst Lena, dann Dahomey. Über diese Vorschläge soll der Rest des Team eh erst drüber schauen…

Temps de jeu

Régicide hat den Worten Coppers aufmerksam zugehört. Als dieser geendet hat, nickt er nur. Noch einige Zeit nach dessen Abgang komtempliert er die Aussagen des Zwerges, dann schüttelt er mit einem reumütigen Lächeln den Kopf: „Aucune raison de me remercier, mon ami.“
„Wer ist überfordert?“ Zoe schaut zur Tür herein.
„Nichts, alles Gut“ Er greift sein Tablet und folgt dem pinken Haarschopf zur Besprechung.

Er setzt sich mit Clark, Fink und Skorgen zusammen. Nachdem die drei die Lage geschildert und ihre überraschend ausführlichen Observationsergebnisse mitgeteilt haben beginnt der Lt. ein erstes Briefing um alle mit der Gesamtlage vertraut zu machen. Noch ohne große Details, aber vollständig, erzählt er die Odyssee der SGF77, unterstütz durch das Team. Dann kommt er wieder auf die große Versammlung zu sprechen. Dabei wendet er sich direkt an Clark:
„Die große Versammlung ist der richtige Punkt um politisch tätig zu werden. Dort gibt es die größte Chance auf den Auftraggeber den das Policie Board haben will.
Ich werde dem CCOM Vorschläge für drei Operationen unterbreiten, in einer davon spielt die politische Lage und das Ziel von AIM MATTER die Hauptrollen. Und, wenn sie einverstanden sind, sie Madam Clark. Bisher war es für uns nicht möglich in Verhandlungen mit potenziellen Partner zu treten. Keine genauen Befehle, keine Kompetenz und keine Genehmigung die Geheimhaltung zu beenden. Sie sind die Antwort auf diese Problematik. Wenn sie dazu bereit sind, werden sie die zentrale Rolle einer der möglichen OPs einnehmen. Sgt. Breslin wird mit ihnen ein detailliertes Briefing über alle Personen und Hintergründe der großen Versammlung durchführen. Ich hoffe auf ihrer Unterstützung meiner OP. Konzepte, ich möchte das wir als Team uns dieser Herausforderung stellen. Das aller Wichtigste ist, das dem CCOM klar wird, das es sich bei der Lage in Dahomey nicht um einen unkontrollierten Bürgerkrieg sondern um eine gezielt eingeleitet Krise handelt. Das sich eine Gruppe von Person extremer Mittel bedient um ihre Ziele durch zu setzten und das diese Gruppe der klare Gegner aller ist, welche eine freiheitliche, demokratische Grundordnung in Dahomey erhalten will. Das alte System von Dahomey war nicht perfekt, es hat zu viele inhärentes ignoriert, technischer Vorschritt zu Gunsten arkaner Evolution und Verantwortung bevorzugt. Aber die Vision war die richtige, die der Agoji ist es nicht!“

Dann spricht er Skorgen an:
„Wenn sie ihrer Rolle in Kleinbuchstaben haben wollen, so kann ich ihnen da entgegen kommen. Allerdings ist klar, das kleine Schrift für mich weniger nützlich ist. Für mich gibt es drei Szenario für ihre Rolle: Entweder lasse ich sie hier zurück, um weiterhin die Aufgabe war zu nehmen die sie schon die letzten Wochen so gut erfüllt haben. Oder sie folgen uns ins Feld, sollte eine Mission an der großen Versammlung statt finden, bei der sie die Rolle einer Leibwache für Madam Clark einnehmen. Wenn diese Sache so läuft wie ich sie mir vorstelle, werden wir in Mbandé aktive während Madam Clark unsere zukünftige Einsatzgrundlage errichtet.
Oder sie begleiten uns in eine Krisengebiet, einen überfluteten Sprawl und setzten sich dem vollen Horror eines Landes im Bürgerkrieg aus. Da ich mit ihren Fähigkeiten nicht vertraut bin, muss ich hier meinem Instinkt vertrauen, das in ihnen mehr steckt als vermuten lässt. Keine dieser Aufgaben fällt in das Portfolio eines Marine-Brückenoffiziers.
Abschließend an alle: „Zoe, Norge, Rundgang, wie besprochen. Ich möchte auch ein Gefühl für die Lage in der Stadt bekommen. Copper, Briefing für Madam Clark, jeder andere kann bewohne.“

Er macht eine kurze Pause, dann wird der Tonfall ernst, Temps de jeu, Gametime:
„Wir beginnen Operation Steinmetz, das deutsche Wort für Mason, für die unter uns die nicht Multilingual sind.
Diese Operation hat ein sehr enges Zeitfenster, ebenso ist sie für die Gesamtlage in Dahomey oder AIM Matters von geringere Priorität. Deshalb ist teilnahem an der Operation freiwillig. Wer nicht Teilnhemen will, belibt im HQ zurück und arbeitet an der primären Situation.
Nächster Schritt ist eine letzte Observation des Ziels, dann greifen wir zu. Die geringe Zeit lässt wenig Spielraum für Finesse. Sollte Recon nicht noch wichtige, neue Erkenntnisse bringen, tendiere ich dazu mit aller Härte gegen den Dealer vor zu gehen und ihm keine Option außer totale Kooperation zu lassen. Sollte sich diese nicht einstelle wir er eliminiert, schon allein um Spuren zu verwischen. Ideen und Vorschläge um dieses krude Konzept zu verfeinern sind willkommen.“
Ganz offensichtlich ist Régicide nicht zum Scherzen aufgelegt, die Entführung seines Teammitglieds scheint er als eine persönliche Beleidigung auf zu fassen, etwas was er nicht unbeantwortet stehen lassen wird.

Un moment de repos

Lt. Bazut „Régicite“ Morell spürt die Erschöpfung in allen Teilen seines Körpers, seit langem beweisen ihm die Umstände mal wieder, dass er „nur“ ein Sapiens Sapiens ist. Kein Gnom mit unerwartet harter Ausdauer, kein Elf mit unerschöpflicher Lebenskraft, kein Zwerg, robust wie ein Edelstahlkugellager, kein…Norge!

Er sitzt im auf einer erhöhten Position in der Höhle des Orakels und überlässt es seinem Team, die nötigen Vorbereitungen zu treffen, in vollem Vertrauen, dass sie ihn dafür nicht brauchen. Andere Offiziere mögen das als Zeichen ihrer Unzulänglichkeit wahrnehmen, in ihm stellt es ein Gefühl der Sicherheit her. Seinen Wert als Offizier erfährt er nur aus zwei Kriterien, Missionsziel und Überlebensrate. Diese Balance abzuwägen ist das Einzige, was zählt. Missionsziele: Sehr Gut, Verluste:….Einer. Hillers erscheinen in der Höhle hat ihn mehr geschockt als er sich anmerken lassen will, was bedeutet, dass die, die ihn gut kennen, es bereits gemerkt haben. Deshalb war es so wichtig, seine Ansage an Andikan zu machen. Hillers Tot ist nicht seine Schuld, aber er war und ist verantwortlich, was die Lage für ihn schwere und nicht leichter macht. Doch seine Versprechen ihr gegenüber wird er einhalten, diese Pflicht ist die Einzige, die er noch für sie erfüllen kann.
Code d’honneur du légionnaire, Art. 7: Au combat, tu agis sans passion et sans haine, tu respectes les ennemis vaincus, tu n’abandonnes jamais ni tes morts, ni tes blessés, ni tes armes.

Jetzt gibt er sich für eine kurze Zeit seiner Erschöpfung hin und sammelt sich. Während auf seinem Kocher Wasser für Kaffee erhitzt wird, verzehrt er drei MRE aus dem MercInc Vorrat. Die Amerikaner sind immer noch die ungeschlagenen Meister darin, Pampe die ewig haltbar ist, so mit künstlichen Aromen, Zucker, Salz und Geschmacksverstärker voll zu pumpen….er liebt dieses Zeug, eins seiner peinlichen Geheimnisse.

Seine Gedanken kreisen um das Orakel, die Erlebnisse in den Höhlen… die Erkenntnis das von der wissenschaftliche Geschulten, hermetischen Lehre, welche lange Zeit Grundlage seines Wesen war nur noch ein zerrissenes Obergewand und eine innere, reiner Kern übrig ist. Mit dem Abstreifen von Poris Gewand hat er auch das überflüssige Denken zur Magie hinter sich gelassen. Das Innere, was nun frei liegt, hat an Kraft zugenommen, ebenso wie sein Verständnis der sechsten Welt.

Die Katzenspur im Sand hat die Entscheidung in den überschwemmten Sprawl vorzudringen, weiter verfestigt, harte Gründe wären nötig, ihn von diesem Pfad abzubringen.

Dann war da die “Aussprache“ mit Andikan, auch diese Sache scheint nun geklärt, man weiß nun, wo man steht.

Seine Involvierung in die Geschicke des rauchlosen Feuers ist ebenfalls offenbar und offensichtlich, es wird Zeit, dass er den anderen erklärt, wie tief seine Verbindung mit Atra mittlerweile ist.
Die eingebrannten Schriftzeichen auf seinem Unterarm sind der nächste Schritt eines Weges, dessen Ende er zwar noch nicht sehen kann, welchen er aber bis zum Ende gehen wird. Für den Moment sind sie desinfiziert und verbunden, Geheimnis noch verborgen, die rote Bandage ist jedoch wieder um den Unterarm gewickelt.

Und dann ist da die Sache mit seiner Schulter. Zufall? Aber es gibt keine Zufälle! Der Soldat war ein Scharfschütze: 2e régiment étranger, 2e compagnie, Tireur d’élite „guerrier fantôme“.
Aber der Soldat ist tot?
Dann ist der Scharfschütze auch tot?
Wird er jemals wieder mit einem Gewehr schießen? Wir er jemals wieder seine Fähigkeiten als ein „guerrier fantôme“ nutzen um seine Ziel zu erfüllen? Wir er seine Schulterrichten lassen? Die Antwort ist Ja.
Wird er Rolle des reinen Scharfschützen wieder einnehmen? Sieht et sich in seinem eigenen Geist noch als Einer? Die Antwort ist Nein.
In diesem Team ist er nun der Anführer, in seinem Geist ist er ein Jäger. Verwandt vielleicht, aber nicht das Gleiche. Zeit für einen symbolischen Tausch!

Im Laufe der nächsten Stunden kommt es zu folgender Situation:
Régicite hat sein Gewehr vor sich aufgestellt und prüft alle Einzelteile genau, reinigt und ölt sie mit übertriebenem Aufwand und Sorgfalt, gerade so als wollte er sicher stellen das der Zwerg seinem geliebten Gewehr nichts schlimmes angetan hat. Das Einzige, was fehlt, ist, dass er beruhigend mit der Waffe redet. Dann winkt er Copper zu sich herüber:
„Man verleiht seine Waffen nicht. Die taktische Situation hat es nötig gemacht, aber…“
Sein Blick wandert über die Einzelteile auf dem Tisch, weniger als es bei vielen anderen Gewehren üblich ist:
„Diese Gewehr habe ich von einem Büchsenmacher nach meinen spezifischen Vorgaben machen lassen. Der Verzicht auf Magazin, Gasdrucklader, so wie die Verwendung von 60% Titan, machen es zu einem der robustesten und leichtesten Point cinquante fusil sniper.“
Während dieser Erklärung hat er die Waffe wieder zusammengesetzt:
„Das Gewehr hat 21 bestätigte Abschüsse, mein bester Treffer war ein 800m Schuss, Rotorkopf eines Shykorki Skycranes, das Dinge viel wie ein Stein vom Himmel!“
Für einen kurzen Moment verliert er sich in der Erinnerung an den ersten Auftrag der SFG-77…wie lange war das jetzt her? 15 Jahre…? Oder nur drei? Dann kehrt er in den Moment zurück:
„Diese Team braucht einen Scharfschützen, eine Rolle die ich als der Offizier dieser Einheit nicht mehr erfüllen kann.
Man verleiht seine Waffen nicht. Es ist gegen die Vorschriften, es verstößt gegen die Etikette und gegen alte Traditionen. Ein Krieger muss mit seinen eigenen Waffen in den Kampf ziehen!“
Mit diesen Worten schiebt er die Gewehrtasche zu Copper hinüber:
„Ich hoffe es wird dir so gute Dienste leisten, wie es sie mir geleistet hat.“

Une promenade

Régicite beendet seine Einträge und legt zwei Dateien im nun etablierten Battlenet der 77 ab. Eintrag 18 ins Feldlogbuch und eine Liste von Notizen zur Situation, für den Rest des Teams zur Kommentierung (Missionsseite). Dann legt er sich Schlafen, der Plan für den 18.09 ist reichlich Ruhe und ein Spaziergang.
Nach einem ausgiebigen Nachtschlaf macht er sich auf, die beiden Scrapper zu besuchen, ggf. auch in Begleitung, wenn jemand sich anschließen will. Er bringt ihnen 5l Wasser, welches er am Steinbaum gesammelt hat mit und bespricht mit ihnen zunächst, was vorgefallen und die möglichen Pläne, die sich nun ergeben.
Dann verwickelt er die beiden in ein ausgiebiges Gespräch zum Thema Panzerung und Schutzanzüge. Régicite braucht neue Schutzkleidung, gleichzeitig möchte er sich die Expertiese der Scrapper zu Nutze machen, um die extremen Witterungsverhältnisse für sich und sein Team erträglicher zu machen. In den nächsten Tagen wird er sich damit beschäftigen, für sich selbst und wenn möglich auch für Zoe, eine neue „Rüstung“ zusammen mit Webbing und Klimakontrolle zusammen zu stellen, so gut das unter den Umständen geht und gleichzeitig auch für den Rest des Team eine Klimaanpassung für ihrer jeweiligen Rüstungen vorzunehmen.
Schließlich wird er die zunächst die Scrapper und dann die Frafa, welche er vor einigen Tagen kennengelernt hat, zur geographischen Lage des Sandorakels befragen, um einen Eindruck von der Gegend zu gewinnen.
Letztlich steht dann noch auf der persönlichen Vorbereitungsliste die Konstruktion eines neuen Ghillisuits, welches sich eben genau für diese Gelände eignet.

Vorbereitungen für die nächsten Mission ist das (wieder)Zusammenstellen vollständiger Campingausrüstung für alle Teammitglieder. Ein Upgrade von Tarps und Hängematten zu Feldbetten mit Klima-Moskitonetzen wird ernsthaft in Erwägung gezogen.
Für den Aufstieg zu den Primordial Flowers bringt er die restliche Kletterausrüstung aus dem Leyland mit, ebenfalls wird er bei den jungen Fon-Bergsteigern um zusätzliches Klettermaterial, welche er sich ausleihen kann, bitten.
Für den Ausstieg wird auch der zugesagte Proviant für die Flower zusammengestellt, genug für mindestens die nächsten fünf Tage.

Am späten Nachmittag beobachtet er Norge bei der Steinmetzerei. Davon inspiriert wendet er sich seinen eigenen, inneren Gefühlen zu. Von Anfang an hat diese Land, besonders das wilde Land, einen bleibenden Eindruck auf ihn gemacht. Vielleicht ist es an der Zeit, herauszufinden, wie tief diese Verbindung geht. So beginnt er die Steine abzuschreiten, den Blick gesenkt, sein Gefühl in sein Inneres gerichtet. Dort findet er etwas Neues und doch nun schon sehr Vertrautes. Wenn es stimmt, was Adra sagt, dann war es schon immer Teil von ihm, wenn er an die Verbindung zwischen Ihm und Ihr denkt, ist das schwer zu verneinen. Aber ist das rauchlose Feuer ein ebenso ganzheitliches Konzept wie die Totems oder die Idola? Wenn ja, vielleicht lässt sich dann ja hier auch etwas finden was das Vertraute in Ihm widerspiegelt. Da gab es doch auch eine Idola deren Name vertraut klang…Sila?

Wenn in den nächsten Tag andere ruhige Momente entstehen, sieht man ihn, Tee trinkend und Hookah rauchend, eine alte Steintafel studiern und ein Papiernotizbuch mit reichliche wirren Einträgen füllen.

Un Pause et une décision

Zurückgelehnt in den Kissen unter dem Zelt, den Schlauch einer Hookah im Mundwinkel, macht Régicide Notizen auf seinem Pad, wahrscheinlich verfasst er einen Eintrag ins Missionslog. Nach dem Negative und Norge das weitere vorgehen angerissen haben, verlangt er nach Aufmerksamkeit:
„Nous avons tous besoin d’une pause! Ich ordne 30Std. Ruhe, so wie zwei Mal min. 7Std Schlaf an!“
Er blickt zu Norge herüber:
„Zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit! In Rücksprache mit dem Team Medic, wird ebenfalls eine Gesundheitscheck fällig. Keine Dehydration, Hitzschlag oder Hühneraugen! Das obliegt Hérault, er muss jeden von uns für Einsatztauglich erklären.

Nächste Aktion ist der Aufstieg zu den Primordial Flowers, 19.11/0600h! Primär eine Informationsbeschaffungsmaßnahmen, aber wer er zur Selbstfindung und zur Entspannung nutzen will, kann das tun…sicher das ich es so nutzen werde!

Zum weiteren Vorgehen:
Philippè hat mit Sicherheit recht, diese Sache hier ist noch nicht ausgestanden. Was für uns aber am entscheidendsten ist, bleibt die Frage nach den Motiven und den Endzielen der Agoji. Befragt Ulowa, nehmt euch den Verfassungsentwurf vor, mir ist gerade beim überfliegen nur das mit diesem „Austausch und dem Austausch im Tod“! Aufgefallen. Was hat es damit auf sich?

Dann gilt es eine wichtige Entscheidung bezüglich den Sandorakel zu treffen. Comptòn hat zurecht angemerkt das unser Eingreifen hier nicht unbemerkt bleiben wird, so das es sein kann das die Truppen beim Orakel Verstärkung bekommen. Quick`n`Dirty, wie der CAS-ler sagen würde, ist das einzige Mittel dagegen. Das bedeutet hier Unterstützung zu sammeln, direkt nach dem Abstieg aufzubrechen, das Gebiet zu erkunden und dann sofort zuzuschlagen, mit dem was wir haben.
Oder wir Planen etwas langfristiger. Das wäre aber mit einer Rückreise nach Nakatombe verbunden, also einen Tag Reise, dann einen Tag mit dem verladen und bearbeiten von Material, so das wir unsere Mini-Mirage auch zum Einsatz bringen können und dann die Rückreise, dann Aufklärung und dann zuschlagen.
Egal in welcher Variante, ich sehe eine Recon faible impact wie von Hérault vorgegeben als das einzige sinnvolle Mittel, der Überraschungseffekt ist zu wertvoll um ihn leichtfertig zu vergeben.

Ich werde morgen nochmal zu unserem Fahrzeug spazieren und die restliche Kletterausrüstung holen, so das wir eine durchgehende Seilschaft einrichten können. Wenn noch jemand was von dort braucht, sagt bescheit.“
Das geblubber der Wasserpfeife nimmt wieder fahrt auf, als der Lt. sich wieder seinem Pad zuwendet.

Back in BUSINESS

Am Abend des 08.10. sind alle Berichte abgegeben, alle Informationen ausgetauscht… jetzt muss nur noch entschieden werden, wie es weitergeht. Der Lt. sitzt auf einer Waffenkiste und trinkt Kaffee aus seiner Thermoskanne…

„Dann haben wir wohl alle Fakten auf dem Tisch“ deutet auf den Tisch voller Fakten:
„Jetzt müssen wir uns nur noch darüber klar werden, wie wir vorgehen wollen. Bisher haben wir schnell und unter hartem Zeitdruck gehandelt, das könnten wir auch so beibehalten. Ich sehe jedoch nicht, wie uns das weitere Vorteile einbringt. Im Gegenteil, wir sind immer noch nicht an einem Punkt, von dem aus wir effektiv und sicher operieren können.
Ich habe mir ein paar lose Gedanken gemacht, möchte aber jetzt von jedem hören, was er für sinnvoll hält. Direkte Vorschläge sind hierbei genauso gut wie allgemeine Gedanken.
In zwei Gebieten in der grauen Zone wird in zwei Tagen gewählt, nach den Vorkommnissen in Ihuma und den sporadischen Informationen, die wir gesammelt haben, besteht die Chance, dass es auch dort zu Vorfällen kommt.
Wir wollen den Informanten Evan Choi finden, was bedeutet, dass wir in seine Wohnung einsteigen müssen. Nach den gesammelten Informationen scheint dies für uns machbar.
Wir wollen die Tombu Villa sichern und den Uplink für uns gewinnen, beides ist mit größerem Aufwand verbunden. Für den Uplink gilt es die örtliche Lage zu beobachten, für Tombu müsste ausgiebige Recon betrieben werden.
Erste Frage: Wie sehen die geeigneten Profis den Aufwand in die Wohnung einzudringen? Können wir das morgen erledigen? Wenn nicht, kein Problem. Wenn ja, dann lasst es uns tun.

Ich habe immer noch keine Idee, was wir in dem Wahlgebieten tun wollen. Wenn wir eine Sache aus unserem Road Trip gelernt haben, dann dass dort draußen Leute unterwegs sind, die auf alles schießen, was sich bewegt… aber warum? Wenn die versucht hätten, uns auszurauben… ok. Aber uns einfach nur umbringen?
Wir haben kein Fahrzeug, mit welchem wir uns effektiv bewegen können, also kommt das Operieren außerhalb der Ortschaften kaum in Frage. Die Fahrzeugfrage muss unbedingt geklärt werden.
Wer hält es für eine gute Idee, dass wir uns am Wahltag dort in der Gegend aufhalten, beobachten, vor Ort sind und versuchen so viel wie möglich an Daten zu sammeln? Negative eröffnet Shop in einem Hotelzimmer mit der Funkausrüstung… keine Ahnung, ob das ein effektives Vorgehen ist. Wir könnten auch einfach hier bleiben und unsere eigentlichen Mission vorbereiten.
Heute Abend um 2400 läuft das Ultimatum der CCMA für Dahomeys Matrixzensur aus.  Das wird ein interessanter Moment bei den Protesten um das Uplink Gebäude.
Ich möchte keine großen Aktionen vom Zaun brechen, ohne gut darauf vorbereitet zu sein. Bis dahin sollte unser Vorgehen so wenig invasiv wie möglich sein.
Also,wie sieht es aus?

Lena gibt die aktuelle Lage zum fahrbaren Untersatz in die Runde:
Kameraden,
da wir bisher kein eigenes Fahrzeug hatten, habe ich mich heute Morgen mit Chief Hiller beratschlagt und eben die Bestätigung bekommen, dass wir noch heute einen Van abholen können. War ein Schnäppchen. Für 22.000 Nuyen habe ich einen gebrauchten Karu Hauler Van bekommen. Ist eine afrikanische Produktion. Ich wollte was mit Diesel, wegen der Power und Ausdauer. In Dahomey läuft ja fast alles nur noch mit Elekto. Der Wagen kann sechs Leute bequem fassen und hat noch Platz für einiges an Ausrüstung. Der Van war früher von einem Lieferdienst im Einsatz. Sollte also unauffällig daherkommen, im Stadtbild.
Außerdem habe ich eine Transponder Library bekommen. Chief Hiller und ich werden die sofort einbauen, wenn der Van da ist. Damit kann man im GridLink unterwegs sein, wechselt aber ständig die Signatur. Macht es schwerer den Wagen zu tracken. Die Morphing License Plate steht auch noch aus. Kommt aber die Tage.

20731008 – 19:54:22
„Danke Lena! Wieder mal gut gemacht! Regicide: solltest Du in ein paar Tagen mal wieder einen Bericht nach oben schicken, ist das hier insgesamt eine Erwähnung wert.
Der Lt. nickt.
Negative wendet sich der eingeblendeten CCOM-Nachricht zu. Ein Lächeln in den Gesichtern zeigt bei allen – außer Copper – die Vorfreude, wieder als quasi komplettes Team weitermachen zu können:
„Ehrlich gesagt, ich hätte nicht damit gerechnet, dass ich sie so bald wiedersehen werde. Ich bin gespannt, wie es ihr geht.“ Sein Blick trübt sich etwas „Denn falls sie noch nicht wieder ganz hergestellt ist, wird es möglicherweise Situationen geben, in denen ihr Wohl vor dem der Mission steht. Ich denke, wir sollten uns dessen lieber jetzt wie später klar machen. Auch, damit Copper weiß, woran er ist.“ 
Er bleibt einen Moment nachdenklich… 
„Aber jetzt zur Mission. Meine Meinung: die Wohnung sollte für uns hier kein Problem sein. Unsere Ausrüstung sollte dafür auch ausreichen. Zuschlagen würde ich über den Lift. Kameras außer Kraft setzen müssen wir in beiden Fällen,  aber wenn die Türen erstmal zu sind, können wir in aller Ruhe den Scanner knacken. Bei einem Zugriff über die Hintertüre haben wir diese Zeit möglicherweise nicht, einfach weil das Viertel recht belebt ist. Es sein denn, wir suchen uns eine Tageszeit aus, wo es ruhiger ist. Also z.B. morgen mittag gegen 1300. Oder wir nutzen eine mögliche Aufruhr durch eine nicht freigegebene Dahomey-Matrix!? Dann müsste der Zugriff in ca. 12 Stunden passieren. Außerdem: eine Tarnung wäre vielleicht hilfreich… Wer geht rein? Norge, Copper und ich?
Was das weitere Vorgehen betrifft: sollten keine besonderen Vorkommnisse in der Wohnung geschehen, steht wie gesagt der Tombu Villa nichts im Wege. Transportwege gibt es dann ja zwei, entweder wieder über Land oder mit dem neuen Van. Vermutlich macht Letztere mehr Sinn, auch wenn es länger dauert, nach Norden zu kommen. Allerdings müsste dann die Drohne mit, um vorab aufzuklären.

20731008 – 20:02:54
Zoe betritt den Raum als Negative gerade zu Ende gesprochen hat. Sie sieht sichtlich fertig aus, nach einer langen Reise:
„Wo soll eine Drohne hin um aufzuklären?“
Ein breites Grinsen zieht sich über ihr Gesicht als sie in die Runde blickt. Sie lässt ihren viel zu großen Rucksack an Ort und Stelle fallen und begrüßt Regicide, Norge und Negative herzliche mit einer Umarmung. Negative sieht sie einen Moment länger an, beschließt dann aber ihn unter 4 Augen nach der auffälligen Veränderung in seinem Gesicht zu fragen. Dingo läuft wedelnd die Runde ab und bleibt nur vor Copper einen Moment skeptisch stehen. Nachdem er sieht, dass Zoe ihn freundlich mit Handschlag begrüßt und sich vorstellt, trollt er sich in eine Ecke:
„Wie geht es euch? Ihr müsst mir alles erzählen! Ich habe euch wirklich vermisst, aber die Auszeit war sehr wichtig für mich.“ nach einer kurzen Pause ergänzt sie „Macht euch keine Sorgen, ohne psychiatrische Freigabe hätte AIM mich nicht fest angestellt.“
Sie zwinkert Negative zu und dieser fragt sich, wie viel Zoe von seinen Worten schon mitbekommen hatte… 

Bazut ist sichtlich froh, das Zoe zurück ist. Wenn man nach 20min Begrüßung und Wohnungsführung wieder zusammen kommt, besieht er sich sein, für ihn nun endlich vollständiges, Team und nickt…ganz so als wollte er sagen „Dann können wir jetzt ja richtig anfangen“

Was er wirklich tut ist die Situation und den Plan zusammen zu fassen:

„Philippè, Zoé diese Sache ist eure Expertise. Also habt ihr für diese Aktion Operatives Comando, Plan, Zeiten, Anweisungen an den Rest!
Ein Blick zu den Beiden:
„Wenn der Plan so bestehen bleibt werden wir morgen Mittag in die Wohnung von Choi eindringen, korrekt? Was der Rest von uns zur Unterstützung tun soll müsst ihr dann noch genauer festlegen.“

,Norge meldet sich zu Wort:
Sieht ja nach einer kurzen Einsatzzeit aus, bei der wir nicht unbedingt auffallen wollen. Ich lasse die schweren Waffen dann mal zurück. Pistole und ein paar verschiedene Granaten sollten dafür ja vollkommen ausreichen. Oder wollen wir auf alles vorbereitet sein? Ich denke mal mit MG oder Sturmgewehr fallen wir da sofort auf und ziehen Aufmerksamkeit auf uns die wir nicht haben wollen. Das ich das Sani Zeug dabei habe, versteht sich ja von selbst.“

Régicide nickt:
Korrekt, keine schwere Bewaffnung. Ich würde sogar noch weiter gehen und ganz auf Waffen verzichten. Wenn wir als Non-SIN in eine Kontrolle geraten ist das hier nicht ganz so tragisch, mit Waffen wird es dann sofort komplex.
Hérault braucht sowieso keine Waffe um gefährlich zu sein…ich wohl auch nicht, wie sieht der Rest das?
Taser?
Und ich habe noch meine vertrautes Animal-Master, das ist auch noch eine Variante für Low-Profile, Less-Lethal Option!

Er denkt einen Moment nach, auch, um den anderen Zeit zu geben, ihre Meinungen kundzutun. Dann fährt er fort:
„Heute Abend zieht es mich nach Süd-Westen. Ich denke, um Mitternacht ist das ein interessanter Ort, um Beobachtungen zu machen. Wenn um 0000 das Ultimatum der CCMA für Dahomeys Matrixzensur ausläuft und Dahomey sich nicht fügt und die nicht zumindest einen Teil des Systems wieder freigeben, kann es sein, dass es dort zu Ausschreitungen kommt.
Dann möchte ich vor Ort sein, um zu beobachten. Hier interessieren mich vor allem:
Gibt es auf seiten der Demonstranten einen Organisationsstruktur, die über das zu Erwartende hinaus geht. Gibt es Agitatoren, eine gezielten Aufruf zur Gewalt verbreiten oder das Gegenteil?
Auf der anderen Seite möchte ich sehen und auch dokumentieren, wie sich Merc Inc. verhält. Die Amerikaner haben nicht den besten Ruf, was ihrer Deeskalationstaktiken angeht; und wenn es hier zu Zwischenfällen kommt, möchte ich es in Bild und Ton haben. Zusätzlich könnte es uns Aufschluss darüber geben, wie die Sicherheit aufgebaut und strukturiert ist.
Ich weiß nicht, ob wir im Olympic Ozean ohne Reservierung und SIN einen Tisch bekommen, aber wir suchen uns einen Platz, wo wir gut zu Abend essen können, dann observieren wir die Lage. Wenn nichts passiert, besuchen wir danach den Spa und regenerieren, wenn etwas los ist, heißt es Kameras frei.
Christophè, ich möchte dich im lokalen Netz haben. Wenn sie die Sperre lösen, kannst du direkt mit einer Recherche der Lokalnachrichten anfangen – und wenn nicht, möchte ich, dass du die zensierten Nachrichten verfolgst, offiziell muss dazu Stellung bezogen werden..ggf. Political Chat Rooms und, so weit möglich, das Shadownet im Auge behälts und uns berichtest. Colletté, Lena ich denke, dass ihr eure Zeit sinnvoll füllen werdet. Wenn aber eine von euch das Bedürfnis hat, mal raus zu kommen, könnt ihr auch mit in den Einsatz gehen. Das stelle ich euch frei.
Und jetzt kontaktieren wir noch Goodfellow und lassen uns erklären, wie wir für ihn einen Uplink zu Serven, Admin oder der Techwarte für ihn herstellen können. Das nötige Werkzeug dafür kommt ins Auto, nur für den Fall der Fälle!“

Kaum ist Zoe gebührend willkommen geheißen und die Diskussion beendet, verschwinden Negative und Lena an das Matrix-Terminal im HQ. Eine gute Stunde später verschafft sich ein sichtlich zufriedener Elf Platz an einem der Tische. Er verteilt frische Yovo Doko und setzt sich scheinbar gutgelaunt an einen der Tische im HQ. Dort packt er einen nicht zu großen Pappkarton aus und schraubt einige Minuten an einigen ausgestanzten Metallteilen und Elektromotoren. Dazu tauchen einige Schachteln mit dünnen Schnüren und Plastikflaschen mit klaren Flüssigkeiten auf…
Kurze Zeit später hängt der billige 3D-Drucker an einem Tablet und rüttelt gemächlich vor sich hin. Das 3D-Modell eines Fingerabdrucks entsteht langsam aus dem Hartplastik. Nebenbei mischt Negative mit dem Chemiebaukasten eine eigenartig riechende Gummi-Melasse, die er dünn über das fertige Positiv gießt. Nach dem Aushärten zieht er vorsichtig den Film ab und begutachtet den Abdruck unter der Lupe: „Scheint ganz ok zu sein…“ murmelt er.
„Könnte klappen…“.

Rough Road

„Der Tag hat wie geplant angefangen. Colletté hat einen 1A Wasserlandung hingelegt und wir sind an der Westseite des Tawani-Sees an Land gegangen und haben unseren Mietwagen entgegen genommen.“

Am späten Nachmittag hatte sich Hiller im HQ gemeldet. Endlich in Funkreichweite hatte sie mitgeteilt, es hätte leichte Probleme gegeben, aber sie wären in ca. 2 Std. wieder zurück. Nun saßen Negative und Régicide wieder im Aufenthaltsraum, beide dabei, große Mengen Flüssigkeit auf zu nehmen, Aftersun aufzutragen und gemeinsam zu berichten, was vorgefallen war. Nebenbei bandagiert Norge den Knöchel des Lt. und Lena reicht Negative einen Eisbeutel für seinen Hinterkopf. Beide sind Verpflastert und Verbunden, doch der Team Medic hat festgestellt, dass keiner der beiden ernsthaft verletzt ist.
„Zuerst haben wir uns Ihuma genähert. Die Straßensperren in die Stadt sind nach wie vor aktiv. Es werden Kontrollen durchgeführt. Die Bewohner kehren zurück, der Betrieb ist rege, aber das Risiko einer Kontrolle ist sehr groß. Wir wollten nicht das Risiko eingeht, 
ohne Teamsupport in den Ort einzudringen.

Die Unbenannte Siedlung haben wir über Nebenwege erreicht. Es handelt sich um einfache, aber moderne Gebäude (ca. 30), die entlang einer dicht bewaldeten Straße eine lose Siedlung bilden. Oder besser: bildeten. Sämtliche Gebäude wurden nämlich fortgeschafft. Nur noch Fundamente und die Überreste, die Bagger und Schaufellader hinterließen, waren zu finden. Der Ort ist von der Karte getilgt. In wenigen Monaten wird hier nichts mehr daran erinnern, dass es eine Siedlung gab.
Arkane Anomalien gab es keine. Doch ein Chemie-Check durch Negative im Dorf war positiv. Wir konnten die selben Spuren entdecken wie bei dem Elefanten, „brennende Autoreifen und Elektroschrott“ beschreibt die Mischung am besten. Die Reste fanden sich in den Baumwipfeln und an den umliegenden Büschen. Straße und verbliebenes Erdreich direkt im Siedlungsgebiet wurde offenbar mit einer neutralisierenden Substanz besprüht.
Wir haben dann einen Platz zum Rasten aufgesucht und die Funkausrüstung aufgestellt.
Das Abhören von relevanten Funkverbindungen war anspruchsvoll, aber mit unserem Equipment möglich. Die abgehörten Informationen bestätigen die aktuelle Gesamtlage: Es wird nach Verbrechern und Gewalttätern gesucht, Mercenary Inc. operiert in der Grauen Zone und fokussiert dabei scheinbar auf Aufklärung und Gebietsüberwachung . Hilfswerke und Katastrophenschutz helfen bei Brandbekämpfung und der Rückführung und Versorgung geflüchteter Bevölkerung. Viele un-oder leicht verschlüsselte Frequenzen funken in einer unbekannten Sprache. Das hat uns aufmerken lassen.
Aber der Hammer kommt noch: Mercenary Inc. hat Reporter und lokale Berichterstatter kaserniert/interniert und nach Süden verbracht. Da wurde scheinbar Presse gefangengenommen und deportiert. Von den derben Funksprüchen her sollte jedem Menschenrechtler ein Auge nervös zucken. Diese Dinge passier(t)en wohl am Westufer des Sees. Leider gab es nicht genug Details für ein Operationsprofil, da hätten wir sonst sofort zugeschlagen. Merc Inc macht seinem Ruf als die Grauen alle Ehre, keine Bedenken, ihrem Auftraggeber willfährig zu sein, Internationales Recht zum Trotz.

Wir sind außerdem in der Siedlung, in der wir den Jungen gelassen haben, vorbeigefahren. Nakabe sagte uns aber, dass er sich im frühen Morgengrauen Leuten angeschlossen hat, die nach Norden vorbeizogen.
Eine kurzer Abstecher zum See war auch wenig erfolgversprechend. Der Panzer samt Dorf wird von Sicherheitsbehörden Dahomeys („Ordnungsbehörde“) gesichert. Der Panzer wurde geborgen. Scheinbar werden Untersuchungen vorgenommen. Wir wollten uns hier nicht herumdrücken. Kontrollen sind dicht. Fragliche Geister waren ebenfalls nicht zu sehen.

Dann haben wir uns aufgemacht nach Nakotombe, der Ort, den uns Sikunah Giwa als möglicher Treffpunkt genannt hat. Und hier wurde die Sache dann komplex. In der Grauen Zone arbeiteten wir uns einen schmale Straße entlang durch ein dichtes Stück Mangrovenwald, als 200m vor uns eine Radpanzer auf die Straße setzt, den Turm herumschwingt und die Straße mit 40mm Geschossen eindeckt. Zu unserem Glück wollte sie fahren, den Turm drehen und schießen und das alles auf einmal. Deshalb haben sie zum einen nicht getroffen, zum zweiten gab es keine Diskussion über Absichten und Motive. Rein in die Mangroven, wir sind vielleicht vierzig Meter weit gekommen, als wir in einem verholzen Sumpfloch hängen geblieben sind. Wir hatten gerade genug Zeit, die Rucksäcke zu schnappen und uns davon zumachen. Wir waren 100m vom Auto weg, als die Bofors ihr Ziel gefunden und unseren E-Jeep in Schrapnell verwandelt hat. Dann hieß es Schleichen, Ausweichen und Verschwinden. Schätzungsweise 30  Gegner, keine Uniformen, hauptsächlich Schwarze, die einen lokalen Dialektsprechen, der nicht zuzuordnen war. Möglicherweise eine Variante des Hausa. Der erste Kontakt ging so schnell und der Wagen wurde so gründlich und schnell zerlegt, dass die sicher keine Ahnung hatten, wen sie da überhaupt aufgebracht haben. Das Suchparameter war eher unkoordiniert, obwohl wir einen Drohne gehört haben. Aber es war in den Mangroven so heiß und zugewachsen, dass die ihnen nicht geholfen hat. Nach ca. 40min waren wir aus dem Gebiet heraus, ohne weiteren direkten Kontakt.

Wir haben uns zu Fuß nach Nakotombe durchgeschlagen. Hier haben wir wieder das Funk-Equipment in Betrieb genommen und Hiller erreicht.
Sikunah Giwa war leider nicht vor Ort, man hat uns jedoch freundlich aufgenommen und versichert, ihr eine Nachricht zu übermitteln, wenn sie zurück kehrt. Wir haben die Nummer eines Einmalhandys bei einem lokalen Familienoberhaupt hinterlassen und dessen Nummer im Gegenzug erhalten.
In der Provinz Nakotombe (westlich von Tembe) wird ebenfalls am 10. Oktober gewählt. Heute morgen sind wir dann an Bord eines einheimischen Pickups zum Tawani-See zurückgekehrt, Colletté hat uns eingesammelt und den Rest kennt ihr.

So, und was war hier so los?“

Road Trip

07.10.7314:27
Das Büro von Lt. Bazut „Régicide“ Morelle sieht noch sehr nach temporärem Army-Quartier aus. Bettzeug und Toilettenartikel wären auch in einem Zelt, Shelter, Bunker oder auf einem Hiking Trip nicht auffällig, High-End zivile Campingausrüstung.
Ein Arbeitstisch, dominiert von einer Waffenkiste, in der mehrere Gewehre, .50BMG, 7,62Nato, 12Gauge & Narcojet Injection Arrows, die darauf warteten, ausgepackt zu werden.
Ein Schreibtisch mit Sub-Notbook, einem 60×60 DigiMapPad sowie der einzige persönliche Touch: Ein Bilderrahmen mit drei Bilder, das Erste zeigt eine dem Team nicht bekannte Frau mit dunkelbraunen Locken, ein vielleicht 1,5 Jahre altes Kind mit schockierend roten Haaren auf dem Arm. Die zwei anderen sind ähnlich. Auf dem einen sieht man ein 5 jähriges Mädchen, welche zwischen zwei Zoes sitzt und fröhlich in die Kamera kreischt. Während die linke Zoe wohl die Echte ist, ist die Rechte eine überraschend gute Plüschimitation. Die pinken Haare von zwei Zoes und die unnatürlich feuerroten Haare des kleinen Mädchens sorgen für eine Farbüberladung gigantischen Ausmaßes. Negative, Hiller und Régicide haben eine Karte der Tawanie Region aufgerufen und besprechen die Route die ihrer heutiger Intel-Run nehmen wird. Nach 20min sind die Details geklärt, als Lena den Raum betritt und den KeyPlug des Mietwagen auf den Tisch stellt:
„Ein kleiner E-Jeep, voll geladen, Zusatzakku, Solardach, Vollkasko…keine Kaffeemaschine, hab nachgefragt!“
„Enttäuschend… Die anderes Sache“ Régicide flüstert verschwörerisch, als ob er ein A kaufen wollte.
„Ich bin dran“ sie lächelt. Er nickt.

Norge und Copper kommen hinzu, letzte Besprechung vor dem Aufbruch:
„Ok, wir sind dann mal weg, wenn alles nach Plan läuft, sind wir so gegen 23h zurück, kann aber auch spät werden, immerhin können wir im Auto schlafen und uns nach Hause fahren lassen.“
„Den Autopilot sollten sie aber nur nutzen, wenn sie eine der Bundesstraßen erreicht haben“ gibt Lena zu bedenken. Der Lt. nickt: „Compris!“Er wendet sich an Copper & Norge: „Führt eine Observation von Uplink durch, ich will nur sehen, womit wir es zu tun haben, ich erwarte nicht viel. Dann schaut euch die Wohnung von Choi an. Wenn ihr es unauffällig hinbekommt, in die Wohnung einzudringen…aber geht kein Risiko ein. Wenn wir zurück sind, brauchen wir genug Infos, um das schnell und sicher über die Bühne zu bringen.  Also, Sicherheitssystem, Kameras, Typ und Seriennummer der Mag.Schlösserund so weiter! Handelt nach eigenem Ermessen“ und direkt zu Norge: „Aber nicht mehr als ein Ping!“

Dann wendet er sich an Lena & Hiller:
„Ich wurde darauf hingewiesen, dass die Drohnenproblematik komplexer ist als nur die Tatsache, dass sie für den gegebenen Einsatz nicht eignet war. Ich werde diesen Fehler nicht nochmal machen. Wir behalten die Drohnen und bringen sie effektiv zum Einsatz! Installiert die Updates und wenn wir zurück sind, werden wir einen Brainsession zu Einsatzparametern, Transport und Tanken/Wartung machen.
Collette, gib mir ein paar genauere Parameter zu dem Fluggerät, wichtig sind für mich: Zuladung und Lademethode, Bedürfnisse an die Landefläche und wie gut das Ding ist, um Sachen im Wasser abzulassen. Reichweite und Geschwindigkeit.  Hole Erkundigungen ein, sobald wir uns in Tombu installiert haben, vielleicht sogar für unseren Einsatz auf Tombu, brauchen wir Fluggerät. Planung dieses Einsatzes und der Kauf des Fluggerätes gehen dann Hand in Hand“

Letzte Details werden besprochen und Fragen und Antworten ausgetauscht. Als Letztes wandert die verbeulte und verkratzte Thermosflasche, die Régicide schon seit Op.Ursus bei sich hat, in seinen Rucksack.
„Bon, wir sehen uns zum Frühstück“

08.10.7313:15
Régicide & Negative sind noch nicht zurück…ob wohl was schief gelaufen ist?