Luftholen

Andikan vs. Afkarasar

Im Morgengrauen des 3. Dezember war die schwarze Rauchsäule aus der Unterstadt von Moskuwa Downtown bereits zu leichtem Smog zerblasen. Die SFG 77 hatte sich ins HQ zurückgezogen, teilweise deutlich verletzt und erschöpft, nachdem Beweismittel so gut wie möglich gesichert worden waren. Nur Negative war am Ort des Grauens zurückgeblieben, hatte sich der Gruppe angeschlossen, die all die Gefangenen und Leichen aus dem Wasserreservoir geborgen hatte. Unter der Gruppe der herbeigeeilten Demonstranten und Aktivisten waren auch Sistren und Aidren sowie Clark gewesen.

Die Inkarnation der Andikan war nicht leicht zu entschlüsseln, doch als Journalisten und letztlich auch die Ordnungsbehörde eintraf, dauerte es nicht lange, bis die unerhörten Vorgänge der Nacht die Nachrichten dominierten. Negative und Clark waren zu dem Zeitpunkt bereits wieder untergetaucht, konnten sie es doch nicht riskieren der Ordnungsbehörde Rede und Antwort stehen zu müssen.

Negative sollte jedoch an den Ort zurückkehren. Bereits am nächsten Sonnenuntergang war er erneut dort. Das ganze Gelände war abgesperrt, weiße Zelte aufgebaut, doch zahlreiche Demonstranten lagerten davor. Manche kamen und hofften auf Informationen zu den geborgenen Leichen oder geretteten Personen. Fast alle kamen um das übergroße Gesicht der Idola Andikan zu sehen. Es war eine Mischung aus urbanem Material, Schrott und übernatürlichem Lichterglanz. Am Tag hatte das gütige und regungslose Gesicht an Substanz verloren und war durchscheinender geworden. Wie Negative wusste, würde es nicht ewig verweilen. Doch für den Augenblick war Andikan für alle sichtbar und niemand hatte es gewagt, einen Sichtschutz vor die gut vier Meter hohe Erscheinung zu stellen. Es war letztlich ein Denkmal für die Abwendung einer schrecklichen Katastrophe, deren mutmaßliches Ausmaß in den Medien stündlich nach oben revidiert wurde.

Andikans Präsenz am Ort nahm dem Grauen im Wasserreservoir seinen Schrecken. Statt Furch und Verzweiflung sah man Ruhe und Entschlossenheit auf den Gesichtern der Ordnungshüter und Helfer. Auch die Personen, die zuerst mit der SFG 77 die Gefangenen und Leichen geborgen hatten, zeigten in der psychologischen Betreuung keine Anzeichen von Schock oder Traumata. Niemand der Überlebenden starb auf dem Vorplatz.

Negative war dazu verdammt, am Rand des Geländes zu stehen. Aber das machte keinen großen Unterschied. Im Gespräch mit neuen und alten Bekannten konnte er sicher stellen, dass die Botschaft richtig ankam. Und so wurde bereits am 4. Dezember in den Medien davon berichtet, dass in Downtown Low eine weiße Manifestation der Idola Andikan gesichtet worden war. Afkarasar hatte verloren.

Die Dandys

Nicht nur dem Lieutenant war es ein Anliegen gewesen, die schändliche Kollaboration der sogenannten „Dandys“ ans Licht zu bringen. Fink, Clar, Mike Goodfellow, Negative und auch viele der Überlebenden aus dem Wasserreservoir sorgten dafür, dass die Gesichter der Dandys als Agooji gebrandmarkt wurden. Die SFG 77 wusste, dass die Dinge nicht so einfach lagen, aber der Sache war es allemal zuträglich.

Jeder Versuch, sich auf die Fersen der Gruppe zu setzen, scheiterte schon im Ansatz. Es brauchte kaum zwei Tage, dann war klar, dass die Überlebenden untergetaucht waren. Zu Persona Non Grata in der Unterwelt verkommen und in allen Medien präsent, konnten sie auf wenig mehr hoffen, als ihre verbliebenen Kontakte zu nutzen um sich abzusetzen. Die Dandys hatten das Kräftemessen mit der SFG 77, das in Evan Chois Appartment begonnen hatte, letztlich verloren. Die letzten Informationen zu den Dandys kam von Sistren und Aidren. Angeblich hatten sich die Dandys schnell und professionell über Nigeria aus dem westafrikanischen Raum abgesetzt. Das Kopfgeld kam zu spät. Vielleicht war es eine falsche Fährte. Aber vielleicht sagte es auch etwas über die Einschätzung der Gesamtlage aus, zu der diese Profis aus der Unterwelt letztlich gekommen waren. Es wäre für die SFG 77 sicherlich von Vorteil, wenn diese gefährlichen Spielfiguren damit vom Spielfeld genommen worden waren. Lenas Schicksal war damit jedoch auch weiter verfinstert worden.

Krankenhausreif

Nach dem Ende der Operation Steinmetz hatte Captain Uzun noch am Mittag des 3. Dezember einen deutlichen Befehl an Lieutenant Morèlle gerichtet: Alle Operationen in Moskuwa seien einzustellen. Régicide und Negative sollten sich gemäß der Einschätzung von Norge einem Krankenhausaufenthalt unterziehen. Hierzu wurde nun die Erlaubnis erteilt, die offiziellen SIN als Angestellte von AIM einzusetzen. Es hatte sich scheinbar etwas getan, hinter den Kulissen. Captain Uzun war überrasch, dass sich Régicide mehr oder weniger bereits selbst eingewiesen hatte.

Das Kommando vor Ort habe Norge zu übernehmen, bis die exakten Anweisungen für eine Operation Good Neighbour ausgegeben würden. Faktisch sah das dann so aus, dass Negative und Régicide diskret in das Krankenhaus in Moskuwa Downtown eingeliefert wurden. Régicide sollte vier Tage Zwangspause verordnet bekommen, in dieser Zeit konnte sich sein Körper halbwegs erholen und auch seine diagnostizierte Erkrankung konnte spezifiziert und behandelt werden. Negative gestattete man regelmäßige Ausflüge, in denen er sich wieder den Vorgängen am Wasserreservoir widmete. Beide wurden auch intensiv durch schamanistische Heiler überwacht und in der Erholung begleitet. Das hielt Régicide aber nicht davon ab sein Augenmerk ab und an auf die erbeutete Orichalkum-Opal-Wurzel zu werfen und einige interessante Einsichten zu gewinnen. Doch davon an anderer Stelle mehr.

Währenddessen bekamen Norge, Zoé, Copper und Clark neue Befehle. Offiziell waren Negative und Régicide außer Dienst gestellt und Finnja Skorgen merkte zynisch an, dass es wahrscheinlich kein Zufall sei, dass man ausgerechnet die beiden arkan erwachten Teammitglieder schachmatt gesetzt hatte, während die Operation Good Neighbour ihre Fahrt aufnahm. Sie vermutete, dass die extremen arkanen Vorfälle und die Einbindung der eigenen Arkanen das Motiv sein könnte. Wäre Norge nicht so groß und undulsam gewesen, hätte sich Finnja Skorgen wahrscheinlich über die ironie lustig gemacht, dass nun Norge das Kommando hatte. Doch sie sparte sich diese Bemerkungen.

Neue Lage, neue Befehle

Am 4. Dezember 2073 lag die SFG 77 ruhend im HQ, nur Negative und Régicide waren noch im Krankenhaus, wo auch Finnja Skorgen oft verweilte um die beiden über Neuigkeiten zu unterrichten und Wache zu halten (sie traute der Security natürlich nicht). Dann bekam Norge über das Terminal die Information von Uzun, dass es eine Grundsatzentscheidung über den weiteren Fortgang in Dahomey gegeben habe. Operation Good Neighbour und die Aktivierung der Task Force Landfall waren bewilligt worden.

Operation Good Neighbour sollte im wesentlichen daraus bestehen, das unkontrollierte Territorium zwischen Großer Zusammenkunft, Nigeria, Mbandé-Sprawl und Tawani-See unter die Lufthoheit und Gebietskontrolle von AIM zu bringen um die weitere Politik durchzusetzen. Die Operation begann sofort – unverzüglich.

Das HQ in Moskuwa sollte in zwei Schritten geräumt werden. Am 5. Dezember wurden Norge, Zoé, Copper und Clark nach Nakatombe gesendet. Dort war der Brückenkopf für die Task Force Landfall einzurichten. Drei Tage später, am 8. Dezember, würden Régicide und Negative mit Finnja Skorgen nachrücken und die SFG 77 wieder den regulären Dienst antreten, mit Régicide im Kommando.

Bis zum 8. Dezember hatte der vorauseilende Teil der SFG 77 klar umrissene Befehle. Etwas, das mancher schon gar nicht mehr gewohnt war:

  • Norge war verantwortlich für die Koordination der Einrichtung des Bückenkopfes für die Luftbrücke aus dem Golf von Guinea in Nakatombe. Anschließend sollte er die Einrichtung eines größeren Lazaretts unterstützen.
  • Zoé fiel die Aufgabe zu, Nakatombe für Landemanöver der Luftbrücke vorzubereiten. Das bedeutete im Wesentlichen die Einrichtung einer Landebahn von mindestens 1500 Meter für Starrflügler, eine Koordination der An- und Abflugwege, Betriebssicherheit und Logistik. Sobald die Luftbrücke stand, konnte Zoé diese Dinge übergeben.
  • Coppers prioritäre Aufgabe bestand darin alle Beweise und Zeugen in den ersten gesicherten Transportflug zu packen, den AIM in Nakatombe auf den Boden brachte. Außerdem sollte Copper die Kooperation mit den Menschen vor Ort sicherstellen und Clark unterstützen.
  • Miss Pria Lakshmi Clark hatte die Aufgabe in Nakatombe nach verlässlichen Partnern zu suchen, Kooperation sicherzustellen und Unterhandel aufzunehmen. Diese Aktionen sollten sobald möglich auf die Große Zusammenkunft ausgedehnt werden, ganz so, wie es die SFG 77 ursprünglich geraten hatte.

Diese Dinge wurden bereits am 4. Dezember mit der Abreise eines Teils des Teams nach Nakatombe begonnen. In den vier folgenden Tagen, bis Régicide und Negative nacheilen konnten, geschah sehr viel. In Nakatombe wurde eine Landepiste eingerichtet und bereits am 6. Dezember landeten die ersten Tarnkappentransporter von AIM. An Bord ein kleines Kontingent Marineinfanterie, Militärpolizei und einige besondere Gäste. Captain Uzun, Specialist Kara Lance und Chief Mike Goodfellow betraten das erste Mal in diesem Konflikt afrikanischen Boden. Der Lieutenant hatte endlich seinen Matrix Man zurück! Mit dabei waren zudem zwei Demokratische Beobachter aus der Afrikanischen Union und Lome.

Was in den nächsten 24 Stunden folgte, war die Ankunft von über 1000 Soldatinnen und Soldaten mit dem Schmetterling auf der Uniform.

Als Régicide und Negative zusammen mit Finnja Skorgen am 8. Dezember in Nakatombe eintrafen, war die Siedlung zu einem Militärlager geworden. Hier lag nun der Brückenkopf der Task Force Landfall sowie das Hauptquartier der SFG 77. Das Command Element der Task Force war in doppelter Kompaniestärke aufgestellt. Das Ground Combat Element war mit fast 500 Personen im Einsatz und hatte den Ort bereits großräumig abgesperrt, Zufahrtswege besetzt. Alle kämpfenden Einheiten waren Luftlandetruppen, darunter eine Schwere Luftlandekompanie aus Trollen sowie zehn Spider Tanks für den Höhenabwurf – mobile Gefechtsstationen für den Abwurf über Kampfgebiete. Die Lufteinheiten der Task Force blieben aus Sicherheitsgründen zum größten Teil auf den Verbandsschiffen im Golf oder in der Luft, aber einige Flugzeuge des 10th Ground Support Wing waren für Alarmstarts in Nakatombe am Boden. Darunter schwere Erdkampfbomber und VTOL-Jets für den Luftkampf und zur Aufklärung. Die 10th Marine Logistics Group hatte die Vorarbeiten von Zoé übernommen und war dabei Nakatombe weiter ausubauen, Wald zu roden, Landepisten auszudehnen, Befestigung und Tarnung herzustellen.

Operation Good Neighbour war bereits im vollen Gange und wartete nun auf ihren Abschluss.

Außerdem waren dem aufmerksamen Auge von Zoé in dem Gewusel zwei Dinge nicht entgangen: AIM hatte eine zweite Sondereinheit herangeführt, die SFG 43. Zudem gab es im Headquarters HQ einen zivilen Berater den Zoé schon einmal gesehen hatte: Ako Tameo, Customer Agent der Yutani Corporation.

un nouveau jour

Régicide beobachtet den Astralraum, sieht wie die Auren verschwimmen, transformieren und kann nicht umhin zuzugeben, dass ihn dieser Vorgang tief bewegt. Zu sehen, wie der Horror und die scheußliche Arkana aufgelöst wird, einzig durch das Mitgefühl und die Hilfsbereitschaft einer Gruppe Menschen, welche sich mit gemeinsamer Absicht bewegen, beeindruckt ihn.
Er beschreibt diesen Vorgang so gut er kann Zoe, welche nach ihrem Erlebnis in der Mördergrube immer noch etwas fahl um die Nase wirkt und den Moralbooster gut gebrauchen kann. Die Gnomin ist so weit über sich herausgewachsen wie noch nie, sie verdient jeden Anteil an diesem Erfolg… der Erfolg, der für ihn selber keiner ist. Lena ist noch immer verschwunden. Operation failed!

Es bleibt nur wenig Zeit, zu tun, was nötig ist, deshalb bewegt sich die SFG77 noch ein letztes Mal mit Vorsatz heute Nacht.
Während Positive sich der Menge und seinem Heiligtum widmet und damit auch einer der Hauptpersonen sein wird, die sich mit der Ordnungsbehörde auseinander setzten muss, macht der Rest sich an die Arbeit.
Neben der Aufgabe, so unbemerkt wie möglich zu verschwinden, muss eine letzte Beweissicherung gemacht werden. Die Leichen der Dandys werden eingeladen, wo möglich, oder geplündert, wo das nicht machbar ist. Ebenso der Dealer. Ritualgegenstände, Computer, Equipment im Gebäude, alles kann noch Hinweise liefern. Copper wird sein forensisches Wissen nutzen, um ggf. noch Spuren zu verwischen, dann verschwinden die Mitglieder der SFG77 nach und nach in der auslaufenden Nacht.

Bei einem späten Frühstück am nächsten Tag erhalten die nicht direkt am Einsatz Beteiligten einen Bericht über das Vorgefallene. Dann gibt der Lt. noch ein paar generelle Anweisungen:
„Auf Anweisung des Team Medics werde ich mich für ein paar Tage in ein Krankenhaus einweisen und nebenher eine 4000kcal Diät machen. Bis wir einen Zeitplan für den nächsten Einsatz erhalten, sind alle auf leichten Dienst. Ein paar Dinge sind noch zu erledigen. Ich habe letzte Nacht noch den Afkarasar-Fokus auf eine Schiene gelegt und zugesehen, wie ein Hochgeschwindigkeitszug Splitter daraus macht. Wir haben das Ritual verhindert, eine Leistung, auf die wir mit Recht stolz sein können.“
Hier bleibt einiges Ungesagt, aber jeder, der Régicide ein wenig kennt, wird verstehen, dass er das zwar ernst meint, für ihn selber ist es aber nur ein kleiner Ausgleicht für das gescheiterte Ziel. Falscher Optimismus ist nicht des Lts Stärke:
„Ich möchte die Suche nach Lena langfristig anlegen. Da es nun eine ganze Gruppe von Menschen gibt, die bei der Überwindung von Afkarasar dabei waren und wir nun schon einiges mehr über die Dandys wissen, vor allem ihr Aussehen, geht es darum, diese zu finden und so viele Informationen zu sammeln wie möglich, und zwar ohne das wir da sind. Christophè wird hierfür die Hauptverantwortung tragen. Es geht darum, auf der Straße und im Netz nach Informationen zu fahnden. Das betrifft besonders auch die die Besucher des neuen Schreins. Wir müssen die Dandys lokal unmöglich machen, Geld für wichtige Hinweise aussetzten usw. Vielleicht setzten wir eine Belohnung auf Lenas Rückführung aus? 50.000¥? Wir sichern einem Dandy, der sie uns lebend zurückbringt, dazu noch Sicherheit und Relocation an, mal sehen ob, sich ein Überläufer findet. Hier möchte ich vom Brain Trust ein paar gute Ideen, während ich in der Klinik bin.
Letztlich muss noch mehr Tech Ausrüstung angeschafft werden, besonderes unsere Dronenflotte muss erweitert werde, aber auch über Programme und Cyberdecks sollte ausgiebig nachgedacht werden.“


Nach einem ausgiebigen Gespräch mit den Teammitgliedern beginnt eine weitere Transformation, von Rouge Agents und Soldiers of Fortune zurück zu einer Special Forces Einheit, von „Lasst uns das RICHTIGE tun“ zurück zu „Wir tun was angeordnet ist“. Régicide selbst ist gespannt, wie gut das funktionieren wird.

Miru-Puppen weiterhin im Handel

Denver Data Haven hat die Miru-Puppenkollektion nach dem riesen Hype um Überwachung und Massenmanipulation intensiv geprüft und entlarvt die Puppenkollektion als „überrschend simple Social Media KI“ mit wenig Innovation. Ein „lauer Aufguss“ von lange Bekanntem in einer Spielzeugpuppe. Der Yutani Customer Support sagt hingegen, es handle sich um ein funktionales Sammel- und Spielzeugprodukt in dem zum Teil substantielle Features eingebaut sind, so wie etwa Learn Bots, Therapeutische KIs, Sprachassistenten, Karriere- oder Medientools. Es handele sich ausdrücklich nicht nur um ein Kinderprodukt sondern um eine Lebens-, Arbeits- und Haushaltshilfe für alle Altersklassen.

Radio Sorceress

Die designierte CEO der Yutani Corporation wendete sich in einem spontanen Interview in Tokio schmollend und patzig an die Kritiker:

„Die kleinen Miru sind genauso Teil der Yutani-Familie wie wir alle. Ich verstehe die gehässigen Kritiker nicht. Jeder hat etwas lieb gewonnenes, das er wie einen guten Freund behandelt. Die Shinto-Schreine Japans sind eng bewohnt mit Stoffteddys und Unique Social Bots, die ihre Besitzer ein Leben lang begleitet haben! Und im übrigen hat es mit Überwachung überhaupt nichts zu tun, wenn eine Familie aufeinander aufpasst!“

Haiku-san

Die CEO „Miru“ hatte vor zwei Wochen die lange gehegten Gerüchte bestätigt, wonach sie die ehemals verstorbene Tochter der zurückgetretenen Miss Yutani ist, deren Bewusstsein im frühkindlichen Alter aufgrund einer schweren Erkrankung digitalisiert wurde. Demnach wäre Miru die erste Megacorporate CEO der Welt ohne substantielle, leibliche Körpererfahrung und die erste Person deren natürliches Bewusstsein eine psychologische Entwicklung in reiner Digitalform vollzogen hätte. Ihre hypride Stellung zwischen KI, Metamensch und den mittlerweile wieder als ausgestorben geltenden Otaku gibt nach wie vor Anlass zu hitzigen Spekulationen über den Status der Miru als Person und ihrer Qualifizierung als CEO.

Die UCAS Jugend- und Konsumentenschutzbehörde kündigte jedenfalls an, sich nicht auf die Unbedenklichkeitsbescheinigung von Yutani Corporation oder des illegalen Hackerkollektivs aus Denver verlassen zu wollen. Bis auf weiteres bleiben die Miru-Puppen allerdings auch im nordamerikanischen Sortiment der meisten Einzelhandelsunternehmen. Der beachtliche Umsatz ist ein starkes Argument.

soit prêt

„Philippè, bemühe mal den Chemiker der du bist und sage mir ob das funktioniert/Sinn ergibt“
Der Lt. ist gerade in HQ zurück gekehrt und hat die Zusammenfassung der Situation mit grimmigem Wohlwollen entgegen genommen. Er hat über die ansage von Norge an Skorgen nur gelächelt und darauf verzichtet noch einen drauf zu setzten. Wenn sie es jetzt nicht verstanden hat…
Er hat sich mit dem Team zusammen gesetzt und bespricht die letzten Taktiken:
„Wenn wir große Plastikflaschen mit Wasser und feuerhemmenden Chemikalien Füllen, mit einem Zünder und CO2 Kanister versehen, können wir damit Feuerlöschgranaten improvisieren. 1,5l Flaschen für Uns, 5l Kanister für den Norweger? Zum einen möchte ich gewappnet sein um einen Ausbruch des Feuers im Reifenlager im Keim wieder zu ersticken, ich habe mal gehört das es einen Moment braucht bis reifen so richtig gut brennen, aber die Pest sind sie wieder zu löschen. Ebenso hat Zoe bewiesen das mache der Afkarasageister schlecht auf Feuerlöscher reagieren. Wenn das geht, so 10 keine und zwei große Feuerlöscher.
Zum anderen möchte ich einen massiven Rauchbecher. Dicker, schwarzer Qualm. So können wir die Feuerwehr und die Ortungsbehörden auf den Plan rufen lange bevor das Feuer angefangen hat. Ich nehme nicht an das eine Rauchsäule unterhalb von Downtown ignoriert wird.

Wir müssen noch die Bewaffnung bergen und eine Dauerobservation per Dronen einrichten. Dem Bebauungsplan Michel ausgegraben hat, müssen geparkte Fahrzeuge und Kameras, Orte an denn sich Personen aufhalten und rituelle Aufstellungen hinzugefügt werden. Wir verlegen nach und nach zum Zielgebiet, bringen auch die Fahrzeuge in die Nähe.

Was wir nun noch entscheiden müssen ist ob wir Aufruhr noch verstärken können in dem wir eine weitere Gruppe aktivieren. Gibt es eine Masuto Schrein andere weiße Idola oder eine Versammlung ihrer Anhänger an der ich und Positiv eine weiter Empörung auslösen können?

Dann verfinstert sich seine Mine:

„Ich weiß das die Chance Lena zu finden gering sind. Trotzdem werden wir nichts unversucht lassen. Das bedeutet; wir brauchen Gefangen. Jemand der Dandys muss uns Rede und Antwort stehen. Und diesmal gibt es keine Rücksicht…

A-gi-ta-tion

Hmja…Agitation… eine krankhafte Unruhe, bei der es zu heftigen und hastigen Bewegungen des Patienten kommt, Sypmtome sind Zittern und gesteigerter Bewegungsdrang. Eine Agitation tritt vor allem bei Psychosen oder im Delirium auf, allerdings auch im normalen Schlaf, etwa als Begleiterscheinung sehr lebhafter Träume auf. Nicht zu verwechseln mit normaler Nervosität.

Norge spricht das sehr ruhig und fixiert dabei Skorgen doch sehr deutlich. Wohl aufgrund der für ihn sehr herablassenden Art wie sie zur SFG spricht. Eine ganz klare Herausforderung oder eine Erwiederung der unausgesprochenen Herausforderung die er empfindet.

Glauben sie nur nicht das sie hier eine Gruppe halbwilder haben die keine Ahnung von Fremdwörtern haben. Wir Wissen schon worauf es ankommt und werden sicher zum nötigenZeitpunkt voll auf der Höhe sein die es Bedarf Captain….a.D.

Er endet mit seiner kurzen Rede und zündet sich seine vorletzte stinkende Zigarre an und reicht Copper seine letzte rüber. Verdammt, wie hasste er es wenn diese überheblich wirkende Elfe doch recht hatte.

Agitation

Das Zeitfenster wurde zunehmend kleiner um Lena zu finden, bevor das CCOM die Sachlage neu bewertet haben würde und damit die SFG 77 absehbar wieder in die Pflicht genommen war. Es war zu vermuten, dass die Operationsvorschläge der SFG 77 bereits über die Schreibtische gereicht wurden. Während der Lieutenant nun den Afkarasar-Fetisch verbarg und sich der Rest eine kurze Auszeit gönnte, machte sich Pria Clark unter Beihilfe von Copper daran, einen schnellen Weg zur Mobilisierung einer gewogenen Öffentlichkeit zu finden.

Clark ging gemeinsam mit Copper ihre Aufzeichnungen und Analysen der vergangenen Wochen durch. Sie hatte vor allem eine politische und mediale Analyse verfolgt, zahlreiche Demonstrationen beobachtet, Kundgebungen beobachtet und einige vorsichtige Kontakte zu sozialen Bewegungen in Moskuwa geknüpft. Die Informationslage war nicht schlecht. Am Terminal rauschten Protokolle, Diagramme und Bilder vorbei.

„Jeder Stadtteil organisiert dezentral Zusammenkünfte unter Aufsicht von Mercenary Inc. Die meisten führen die Idola Massuutu als Schutzpatronin an. Ich würde das nicht religiös nennen, aber definitiv eine Art Galleonsfigur der Proteste gegen Korruption, Polizeiherrschaft und die Auflösung der staatlichen Strukturen. Moskuwa ist ja relativ stabil und normalisiert, die Proteste sind untereinander also relativ zersplittert. Einige setzen sich für verschiedene Staats- und Verfassungsformen ein, andere demonstrieren eher gegen die Megacorporations oder die straffe Polizeibesatzung in der Stadt. Andere treten für traditionelle Lebensformen, Ökologie und sozi-ökologischen Schamanismus ein. Von gut zehn Gruppen habe ich Kernfiguren identifiziert. Einige davon sind Sistren und Aidren bekannt. Hier würde ich ansetzen, da wir so wenig Zeit haben. Aber wie wir hier jetzt so schnell eine Masse mobilisieren sollen ohne uns selbst zu exponieren…?“

Clark starrte auf die Daten, Copper runzelte die Stirn und dachte nach. Doch am schnellsten schoss plötzlich Finnja Skorgen aus dem Backstage hervor:

„Agitation. Das Wort, nach dem sie suchen, heißt Agitation.“

Die Anwesenden drehten die Hälse zur Elfe um, die mit dem Rücken vor dem Fenster in das nächtliche Moskuwa stand, ihr Gesicht im Schatten verborgen. Sie erklärte:

„Sie brauchen jemanden, der das macht, was wir nicht können, ohne dass er oder sie weiß, dass er etwas macht, was eigentlich gar nicht sein Wille ist. Nehmen Sie die Gruppe mit der besten Kommunikationsinfrastruktur und erzählen Sie ihr was auch immer sie müssen, damit die glauben, dass Reifen wegtragen ihrem Ziel zugute kommt. Dann gehen Sie zur nächsten Gruppe, mit der die erste am wenigsten kann und konkurriert, und mobilisieren auch die. Dann sorgen sie dafür, dass beide Gruppen voneinander wissen. Dann wird sich keiner erlauben seine Chance verstreichen zu lassen. Beide müssen sich so nahestehen, dass sie miteinander auf die Straße gehen können, aber gleichzeitig sollten sie sich nicht ausstehen. Haben Sie jetzt bloß keine Skrupel vor Lügen. Wir haben vielleicht noch Zeit bis Sonnenaufgang, am Tag macht hier keiner was. Und manchmal ist es besser um Vergebung zu bitten, als um Erlaubnis.“

Clark schaute die Elfe eindringlich an, verwarf aber jede Frage, die auf der Lippe lag. Sie wendete sich den Analysedaten zu:

„Also gut, die harte Tour. Es gibt im Quartier Neo eine traditionell ausgerichtete Jugendpartei die starke Demonstrationen mobilisiert hat und viel über die Medien macht. Denen sind die Idola wichtig, das ist ein präsentes Thema. Die haben einen Massuutu-Schrein eröffnet, beim Nachtmarkt. Aus dem gleichen Viertel gibt es auch eine etwas konservativere Gruppe der Anwohner, die Zambede in den Vordergrund stellen. Beide Gruppen konkurrieren miteinander um den höheren Status im Viertel, aber beide stehen entschlossen gegen Schwarze Idola. Außerdem sind viele radikale Aktivisten darunter, mutmaßlich Fon, die auch schonmal mit Schlingen auf MercInc-Dronen schießen oder Megas taggen.“

Skorgen nickte: „Klingt gut. Dann nutzen Sie Sistren und Aidren um das mit Afkarasar bei einer der beiden Gruppen zu lancieren. Der anderen erzählt jemand, dass Mercenary Inc. der Reifenaktion für diese Idola tatenlos zusehen wird oder sie sogar beschützt. Quasi eine Bannmeile in Downtown Low. Das wird die Sache anheizen. Egal was sie erzählen: es darf kein Zweifel bestehen, dass alles genau so ist wie sie es sagen. Nehmen sie ausgewählte Bilder mit, egal woher, hauptsache es passt. Und wenn ihr Decker auf dem Schiff, Goodfellow, verfügbar ist, soll er passende Berichte in den Medien platzieren.“

Lance stand unmittelbar auf und nahm ihren Schleier vom Kleiderhaken.

„Gut. Ich gehe sofort ins Quartier Neo und greife mir Sistren und Aidren.“

Skorgen nickte erneut : „Ich rede mit dem Decker, damit er weiß, was genau er tun soll.“ Ihr Blick ging dann zu den anderen der SFG 77:

„Ich schlage vor, sie beeilen sich mit dem Ausruhen und improvisieren einen Plan für die Operation vor Ort. Wenn der Lieutenant zurück kommt, wird die Sache vielleicht schneller anlaufen als wir glauben. Sie wollen ihre Logistikerin zurück? Dann richten sie sich auf eine harte Scheiße ein. Der Tag hat noch nichtmal begonnen für sie.“

armée citoyenne

Noch bevor Régicide zu seiner Radtour aufbrechen kann, hält er inne. Scheinbar hatte er eine Idee und versucht nun, sie zurecht zu spinnen:
„Wir sind angeschlagen, unterbewaffnet und allein….keine guten Voraussetzungen“ Er denkt, geht einmal auf und ab:
„Was Copper sagt ist richtig, wir brauchen Leute die bereit sind Autoreifen zu tragen… Leute die den Einfluss der schwarzen Idola entgegen treten… bereit sind für ihrer Sache ein zustehen…ihr Land…ihrer Stadt…“
Nochmal hin und her, dann wendet er sich an Clark & Fink Er erklärt noch einmal kurz, mit welchem Ansinnen die Menschen bei der großen Versammlung arbeiten, Steine stellen, Tiere treiben, Gemeinschaft leben:
„Gibt es in Moskuva auch so einen Platz. Einen Schrein der Masuto? Wo sind die Menschen die friedlich und ruhig die Mahnwache am Matrixverteiler gehalten haben? Wo sind die Idealisten, die Pro-Dahomey Dahomeys? Wenn wir einen oder mehrere Gruppen & Plätze finden können wo man solches tut, finden wir die Leute die Copper beschrieben hat.“

Wenn die Recherchearbeiten eingeleitet sind, denkt er noch einen Schritt weiter:
„Ich werde den Afkarasa Fetish gleich von hier weg schaffen, will in aber erst noch nicht zerstöre. Ich würde ihn lieber als Beweisstück mitnehmen.
Wir werden wieder unsere bewährte Geschichte erzählen, Grundsätzlich die Wahrheit, nur vieles Ungesagt. Wir sind Sicherheitsdienstleister von außerhalb Dahomeys. Ein Kameradin ist entführt worden, wir sind hier um sie zu finden. Dabei haben sind wir auf die Aktivitäten von Afkarasa und ihrer Vertreter gestoßen, haben vom Ritual erfahren, brauchen Hilfe es zu verhindern und wollen unsere Kameradin finden.
Sollte es uns so gelingen die positiven Kräfte der Stadt gegen Afkarasa aufzubringen, können wir dann die Situation beobachten und helfend einschreiten. Wir brauchen Gefangene, nur einer dieser Leute kann uns sagen ob Lena noch lebt und wo sie jetzt ist.“

Er verlässt das neue HQ, sucht einen Park in der Nähe auf und versteckt den Fokus im hexametischen Mittel mehrerer Bäume oder eines Brunnens. Wird nicht viel helfen, aber schaden kann es nicht. Ebenso stellt er einen von Zoes Minifliegern auf um den Ort im Auge zu behalten.
Wenn er wieder ins HQ kommt, schaut er Erwartungsvoll. Gibt es für Lenas Rettung noch einen Chance?

Une suggestion

Es handelt sich in Dahomey nicht um einen mehrseitigen Konflikt unterschiedlicher Parteien, sondern um einen hinterhältigen Angriffskrieg einer Volksgruppe gegen alle anderen, Massenmord und eine humanitäre Katastrophe werden hierbei als angemessen Mittel angesehen (siehe Sgt. Breslin/Intel/Agosji).
Somit gibt es eine klare Opposition, welche unter allen Umständen daran gehindert werden muss, ihrer Ziel durch zu setzten.
Beurteilt nach der Lage vor Ort gibt die SFG77 drei Operationskonzepte in die Planungsgruppe:

OP. Return to Sender
Missionsziel: Überführung physischer Beweise und Kriegsverbrecher zum gewaltsamen Umsturz der öffentlich Ordnung in Dahomey
Kurzbeschreibung:
In Ort Nakatombe (siehe OP. Stocktacking) liegen zur Zeit die gesammelten Beweismittel der SFG77 zum Agoji Komplott als auch Kriegsverbrecher (siehe Anhang Sgt. Breslin/ Intel/POW). Diese müssen überführt und dem CCOM zugänglich gemacht werden.
SFG77 schlägt vor, zu einem ausgemachten Zeitpunkt eine Übergabe in der Nähe von Nakatombe durchzuführen. Ein verdeckter Anflug auf das Zielgebiet ist möglich, eine VTOL Transporter könnte die Strecke in wenigen Stunden überbrücken. Dies würde Ebenfalls die Evakuierung von gestrandeten Zivilisten ermögliche, als auch nötige Ausrüstung an die SFG77 auszuliefern.
Es sollte in Erwägung gezogen werden, in Nakatombe einen kleinen Vorposten einzurichten. Ein Platoon Infanterie mit schweren Waffen können hier einen bisher wichtigen Brückenkopf sichern und weitere Operationen besonders im Rahmen von OP. Good Neighbors. Beide OPs könnten in Tandem durchgeführt werden.

Op. Good Neighbors
Missionsziel: Aufnahme von Verhandlung zum Einsatz der AIM im Dahomey Inland.
Kurzbeschreibung:
In Rahmen der großen Zusammenkunft (siehe OP Buffalo Forward) konnte die SFG77 gute Kontakte innerhalb der verfassungsgebenden Gruppe in Dahomey knüpfen. Die Situation ist ideal um einen Auftraggeber und Partner für AIM zu finden.
(Insert Clark)
Nach der Auffassung der SFG77 steht dem Land eine weitere humanitäre Katastrophe voraus (siehe OP. Walkabout Recon Mbande/Todesopfer). Deshalb wäre das Abwenden dieser Lage ein wünschenswertes und über alle Zweifel erhabenes Unternehmen. Gleichzeitig wäre es das perfekte Tandem mit OP. Untamed Pride
Op. Untamed Pride
Missionsziel: Sichern von entscheidenden Personen und Entitäten für die Zukunft Dahomeys.
Kurzbeschreibung:
Im Zuge der Ermittlungen gegen die Agoji ist ein entscheidender Faktor der gegnerischen Strategie aufgedeckt worden. Der Ziele der Agoji stehen antagonistische zum wirken der mächtigen Totems und deren menschliche Avatare und Archonten (siehe Anhang Lt.Morelle/Intel/ Magische Faktoren/Totems) Diese Realität geht soweit, das die Agoji, in einer Verzweiflungstat den Bura Staudam gesprengt haben um das Totem Löwe zu schädigen (siehe Anhang/Sgt.Breslin/Intel/Bura-Staudam).
Die Sicherung der Auserwählten des Löwen sollte in allen strategischen Überlegungen oberste Priorität einnehmen. Gleichzeitig ermöglicht OP Untamed Pride eine Erkundung der Lage im überfluteten Gebiet, Kontaktaufnahme mit einheimischen Personen und das Aufklären von Feindbewegungen.

Régicide legt das Pad auf den Tisch. Erst Lena, dann Dahomey. Über diese Vorschläge soll der Rest des Team eh erst drüber schauen…

Fake Identity

Eine Nachricht an Copper, als dieser sich im HQ ans Terminal setzt. Wageslave klopft an und öffnet einen Trideokanal:

„Yo, Copper! Habe eben die OP Bauernlümmel abgeschlossen. Die fake Namen sind jetzt in der Personendatenbank der DAD-NE eingetragen, auch der Helikopter läuft auf Nakatombe. Zoés alter ego ist als Pilotin eingetragen. Das war ganz schön knapp, sag ich mal. Das ist echt kein Spaß, sich in Dahomeys RTG rumzudrücken. Der Censorship Host setzt einen Red-8 über die ganze Region, mit Subsystem Ratings um die 10. Bei so einer heftigen regionalen Instanz gehen wahrscheinlich viele Hosts und Service Provider leistungsmäßig total in die Kniehe. Das ist wie ein Knebel für die Simsense-Performance. Viele Dienste sind dadurch offline oder nur eingeschränkt verfügbar. Ich hab‘ am Ende gar nicht mehr über die Schulter geschaut, nur schnell raus da. Ich denke es gab einen Passiven Alarm durch einen PIC-4 und einen PIC-7, aber das sollte kein Problem sein. Die SI habe ich nicht angegriffen.“

Temps de jeu

Régicide hat den Worten Coppers aufmerksam zugehört. Als dieser geendet hat, nickt er nur. Noch einige Zeit nach dessen Abgang komtempliert er die Aussagen des Zwerges, dann schüttelt er mit einem reumütigen Lächeln den Kopf: „Aucune raison de me remercier, mon ami.“
„Wer ist überfordert?“ Zoe schaut zur Tür herein.
„Nichts, alles Gut“ Er greift sein Tablet und folgt dem pinken Haarschopf zur Besprechung.

Er setzt sich mit Clark, Fink und Skorgen zusammen. Nachdem die drei die Lage geschildert und ihre überraschend ausführlichen Observationsergebnisse mitgeteilt haben beginnt der Lt. ein erstes Briefing um alle mit der Gesamtlage vertraut zu machen. Noch ohne große Details, aber vollständig, erzählt er die Odyssee der SGF77, unterstütz durch das Team. Dann kommt er wieder auf die große Versammlung zu sprechen. Dabei wendet er sich direkt an Clark:
„Die große Versammlung ist der richtige Punkt um politisch tätig zu werden. Dort gibt es die größte Chance auf den Auftraggeber den das Policie Board haben will.
Ich werde dem CCOM Vorschläge für drei Operationen unterbreiten, in einer davon spielt die politische Lage und das Ziel von AIM MATTER die Hauptrollen. Und, wenn sie einverstanden sind, sie Madam Clark. Bisher war es für uns nicht möglich in Verhandlungen mit potenziellen Partner zu treten. Keine genauen Befehle, keine Kompetenz und keine Genehmigung die Geheimhaltung zu beenden. Sie sind die Antwort auf diese Problematik. Wenn sie dazu bereit sind, werden sie die zentrale Rolle einer der möglichen OPs einnehmen. Sgt. Breslin wird mit ihnen ein detailliertes Briefing über alle Personen und Hintergründe der großen Versammlung durchführen. Ich hoffe auf ihrer Unterstützung meiner OP. Konzepte, ich möchte das wir als Team uns dieser Herausforderung stellen. Das aller Wichtigste ist, das dem CCOM klar wird, das es sich bei der Lage in Dahomey nicht um einen unkontrollierten Bürgerkrieg sondern um eine gezielt eingeleitet Krise handelt. Das sich eine Gruppe von Person extremer Mittel bedient um ihre Ziele durch zu setzten und das diese Gruppe der klare Gegner aller ist, welche eine freiheitliche, demokratische Grundordnung in Dahomey erhalten will. Das alte System von Dahomey war nicht perfekt, es hat zu viele inhärentes ignoriert, technischer Vorschritt zu Gunsten arkaner Evolution und Verantwortung bevorzugt. Aber die Vision war die richtige, die der Agoji ist es nicht!“

Dann spricht er Skorgen an:
„Wenn sie ihrer Rolle in Kleinbuchstaben haben wollen, so kann ich ihnen da entgegen kommen. Allerdings ist klar, das kleine Schrift für mich weniger nützlich ist. Für mich gibt es drei Szenario für ihre Rolle: Entweder lasse ich sie hier zurück, um weiterhin die Aufgabe war zu nehmen die sie schon die letzten Wochen so gut erfüllt haben. Oder sie folgen uns ins Feld, sollte eine Mission an der großen Versammlung statt finden, bei der sie die Rolle einer Leibwache für Madam Clark einnehmen. Wenn diese Sache so läuft wie ich sie mir vorstelle, werden wir in Mbandé aktive während Madam Clark unsere zukünftige Einsatzgrundlage errichtet.
Oder sie begleiten uns in eine Krisengebiet, einen überfluteten Sprawl und setzten sich dem vollen Horror eines Landes im Bürgerkrieg aus. Da ich mit ihren Fähigkeiten nicht vertraut bin, muss ich hier meinem Instinkt vertrauen, das in ihnen mehr steckt als vermuten lässt. Keine dieser Aufgaben fällt in das Portfolio eines Marine-Brückenoffiziers.
Abschließend an alle: „Zoe, Norge, Rundgang, wie besprochen. Ich möchte auch ein Gefühl für die Lage in der Stadt bekommen. Copper, Briefing für Madam Clark, jeder andere kann bewohne.“

Er macht eine kurze Pause, dann wird der Tonfall ernst, Temps de jeu, Gametime:
„Wir beginnen Operation Steinmetz, das deutsche Wort für Mason, für die unter uns die nicht Multilingual sind.
Diese Operation hat ein sehr enges Zeitfenster, ebenso ist sie für die Gesamtlage in Dahomey oder AIM Matters von geringere Priorität. Deshalb ist teilnahem an der Operation freiwillig. Wer nicht Teilnhemen will, belibt im HQ zurück und arbeitet an der primären Situation.
Nächster Schritt ist eine letzte Observation des Ziels, dann greifen wir zu. Die geringe Zeit lässt wenig Spielraum für Finesse. Sollte Recon nicht noch wichtige, neue Erkenntnisse bringen, tendiere ich dazu mit aller Härte gegen den Dealer vor zu gehen und ihm keine Option außer totale Kooperation zu lassen. Sollte sich diese nicht einstelle wir er eliminiert, schon allein um Spuren zu verwischen. Ideen und Vorschläge um dieses krude Konzept zu verfeinern sind willkommen.“
Ganz offensichtlich ist Régicide nicht zum Scherzen aufgelegt, die Entführung seines Teammitglieds scheint er als eine persönliche Beleidigung auf zu fassen, etwas was er nicht unbeantwortet stehen lassen wird.

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