Ich wollte das parallel laufen lassen, Miru und die Doktorin von dem Zwerg.
Dann sieht der Plan also wie folgt aus:
Wir machen den Einsatz offiziell. Eine Geiselbefreiung, die erfolgreich verlief, aber wegen Unterwanderung durch eine terroristische Organisation zunächst geheim gehalten werden musste. Verantworten werde ich das in meiner Funktion als Sicherheitschef. Da wir 4 Zivilisten gerettet haben, darunter eine Nobelpreisanwärterin, und keine Drittpersonen ums Leben kamen, stehen wir recht gut da.
Ich werde das an die Frau Kapitän weiter leiten, damit sie als direkte Vorgesetzte als erste davon erfährt.
Zum Schutze der Mädchen und der Professorin, empfehle ich diesen, noch mindestens 1-2 Wochen an Bord zu bleiben, bis wir Näheres über die Angreifer wissen, und ob von denen noch eine Gefahr ausgeht. Sie erhalten Panikmelder, um bei verdächtigen Vorkommnissen Hilfe rufen zu können hier an Bord.
Eingehende und Ausgehende Schiffe und Flüge, werden bis auf weiteres vom Sicherheitspersonal gesondert durchsucht. falls man doch nochmal eine Entführung vornehmen will, oder sich eine vorhandene Ratte absetzen will. Etwas unbemerktes sollten wir durch die Luft- und Seeüberwachung, die etabliert ist verhindern können.
Ich stelle Antrag über Ozun, dass wir die Bestände der SFG an Bord sichten und katalogisieren dürfen, um im falle weiterer Einsätze Zugriff erfragen zu können.
Wir befragen Frau Professor und Regicide zu den seltsamen magischen Ereignissen/Verbrennungen.
Wir bieten dem Zwerg Informationen und Video-/Datenbeweise im Austausch für deine Erkenntnisse aus den Ermittlungen. Denn offiziell schulden wir ihm keine Befehlshörigkeit. Einen weiteren Inhalator und eine verbrannte Leiche zur Analyse bieten wir ihm unter der Hand, um ihm entgegen zu kommen. Ich erbitte dafür Unterstützung durch seine Ärztin im Bezug auf mein Problem.
Wir versuchen hier an Bord und über den Dienstweg Informationen zu erhalten aus den verbrannten Datenspeichern, der Identifikation der unverbrannten Leichen, der Analyse der Ausrüstung und deren Herkunft und der verbrannten Leichen sowie des Videos vom Untergang des Anführers. Wir versuchen sowohl den Autopiloten des Hubschraubers und die Daten der Telefone und des Notebooks vom Ort des Geschehens auszuwerten.
Last not least Ausrüstung wieder instand setzen, reinigen und einlagern in den Aservatenkammern.
Hab ich was vergessen?
Dann mal los, die Arbeit erledigt sich nicht von alleine.
Miru ist eine…. Freundin. Sie hat weitreichende Informationen, nur kann sie ab und an ein wenig kompliziert sein. Frauen eben. Sie hat aber nichts mit AIM zu tun. Wir kennen sie rein privat.
Wer ich? Mitglied in der SFG? Echt jetzt? Oh man! Danke Sarge. Oh man. Und ich lebe! Ich LEBE! Das war echt ein Höllentrip. Normalerweise sollte ich im Panzer sitzen und bunte Figuren im BattleTac rumschieben. Zumindest klang das damals so, als ich mich beworben habe… Jedenfalls komm ich gern an Bord. Danke an Mr. Boucard, dass ich mit durfte. Und Norge für den Kugelhagel … und den Stützverband… und Zoé für das Technik-Gedöns. Der Gartenroboter geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Haben wir den mitgebracht?
Naja egal. – Wegen Mr. Voltair muss ich sagen, dass ich da so ein Ei von ihm mit auf die Shigeruu gebracht habe. Das hat aber scheinbar ja nix zu tun mit dem was ihn nun herbringt. Wenn er diese Bioterroristen jagt, sollten wir ihm helfen, denn der Mann hat scheinbar EInfluss. Bin mit nicht ganz sicher in welcher Sektion er arbeitet, aber das heisst ja eher nichts Gutes. Er sollte auch diese Granaten und den Video-Mitschnitt vom sterbenden Hun bekommen. Den hat ja Brick gemacht. Die Granate war nämlich doch keine Brandbombe, sondern eine handgemachte Gasgranate.
Gehört diese Miru auch zur 77? Oder wer gehört da eigentlich generell noch dazu?
Machen wir es so. Willst du die Sache bei dem Arzt abwarten oder die Anfrage an Miru parallel laufen lassen? Ich würde weiterhin dafür plädieren das wir Naegtives Stick dafür benutzen um von Miru was interessantes zu erfahren über die Brühe.
Also Leute, da wir eh in Erklärungsnöte kommen, wenn wir einen neuen Hubschrauber und ein halbes Dutzend mitgebrachte Leichen erklären müssen, tun wir Folgendes, wenn jeder einverstanden ist….
Meine Berichte stehen ja ohnehin schon im Archiv. Wir belassen sie dort und bleiben nahe bei der echten Story. Johannsdottir hat sich an gewandt. Ich war zuständig, ich habe nur euch eingeweiht, wegen des Verdachts eines Maulwurf an Bord.Wir haben den Einsatz erfolgreich abgeschlossen. Ich schreibe im nachhinein einen Antrag wegen des Materials aus den Kammern, und stelle den Antrag, dass wir es sichten und katalogisieren dürfen, für zukünftige Verwendung.
Unserem neugierigen Zwerg da drin sagen wir das Gleiche, informieren ihn über den sehr wahrscheinlichen Zusammenhang zwischen den Magieterroristen und dem Tod des Sec-Chief, und bieten ihm den 2. Inhalator zur Analyse, und welche von den Leichen, ganz ohne Anträge als Entgegenkommen von unserer Seite, Informationsaustausch inbegriffen. Und im Gegenzug würde ich gerne zusätzlich vorbringen, dass ich mit seiner Ärztin reden will, wegen eines gewissen Gesundheitsproblems… aber da brauche ich eure Zustimmung.
Ach, und Goodfellow… da du dich weit besser gemacht hast, als ich dir jemals zugetraut hätte… willkommen als Mitglied der ‚Arsch-der-Welt-Aussenstelle‘ der 77.
12 Std nach eurer Rückkehr auf die Shigeruu. Direkt nach eurer Landung hat niemand Fragen gestellt. Die Panda Goose hat Wartungszeit eingefordert und so bleibt ihr Laderaum voller „Material“ unberührt. Als ihr nach einer kurzen Nachtruhe wieder euren Dienst antretet steht auf dem Flugdeck die VTOL Variante eines Learjet, mit AIM Logo auf der Heckflosse. Eurer Auftraggeber mit den Kugel, der sich euch als Voltair vorstellt, wartet in Bricks Büro auf euch. Er hält die Auswertung der Labordaten die ihr angefordert habt, nach oben.
„Lady and Gentelmen, wir müssen reden.“
Kurz darauf im Briefingroom.
„Weites Netz, Ressourcenverschwendung haben sie gesagt…mir erzählen wie ich meine Arbeit zu machen habe. Phaa“
Der Zwerg murmelt leide vor sich hin, während er mit schnellen Stummel fingern auf seinem Tablett arbeitet. Er nickt Richtung Negative, dieser legt eine Schalter an seinem Feldfunkgerät um und man sieht Zoe zusammen zucken bevor ihrer Cyberohren die Störung ausfiltern.
„Ihrer die Untersuchungen der Injektoren hat einen Trigger in unseren System ausgelöst. Diese Injektoren werden von…sagen wir mal Organisationen von Interesse in Umlauf gebracht. Stellen sie sich die Überraschung vor als der Trigger im Zusammenhang mit der Untersuchung eines Todesfalles im skandinavischen Eismeers aufkam. Von der Überraschung als ich den Namen des untersuchenden Beamten gelesen habe, ganz zu schweigen.
Ok, ihre Aktion war geheim, geheimer als mein Sicherheitsstufe zulässt. Deshalb dürfen sie mir natürlich auch nichts erzählen. Also sagen sie mir wer der Supervisor dieser Sache ist. Ich hätte.mich an Katsuo gewendet, aber wenn ich die Op nicht einsehen darf würde ich von ihm auch nur die höhere Stelle bekommen. Sie sind da auf etwas gestoßen woran viel Personen Interesse haben. Während wir mit kleine Netzen fischen haben sie mal schnell einen Wal harpuniert. Aber ich habe das Gefühl sie nicht wissen was sie mit ihrem Fang anfangen sollen. Ich weiß es! Also mit wem muss ich sprechen, bei wem muss ich Formularen einreichen. Wenn ich es über die Hauptverwaltung mache verlieren wir wertvolle Zeit.“
Auf dem Aqua Agra Complex Harvester Bay, einem Verbund von Hochseeplattformen im Pazifik, ist ein Aufstand ausgebrochen. Unbestätigten Berichten zufolge befindet sich ein Teil der ansässigen Bevölkerung in offener Revolution. Die Zustände sind chaotisch, genaue Informationen spärlich. Es scheint keine klare Agenda des Aufruhrs zu geben, keine Begründung und auch keine Gruppierung der er zugeordnet werden kann. Zu diesem Zeitpunkt gibt es keine offizielle Verlautbarung, außer das man dabei ist die Lage zu kontrollieren. Seit den ersten Notrufen in den frühen Morgenstunden ist dies jedoch noch nicht gelungen.
Harvester Bay ist eine exterritoriales Gebiet unter Konzernhoheit. Es enthält vier P.A.S.S und acht schwimmende Plattformen und ist nach den Arcologies die größte Hochseeeinrichtung des Pazifiks. Über 19.000 dauerhafte Einwohnern sind dort nach Angaben der Verantwortlichen gemeldet.
Ozanic Techonolgies (OT) ist der Erbauer und Verwalter der Einrichtung und gilt als der führende Experte für Hochseebauwerke. OT ist jedoch nur zu zehn Prozent Anteilseigner. Ansonsten verteilt sich das Eigentum zu vierzig Prozent auf Atztechnologie Inc. und zu je zwanzig Prozent auf ChengCheng Oil (CCO) und California Deep Mining (CDM). Atztechnologie betreibt in den Anlagen ihre produktivste Mikroprotein-Fabirk. CCO, ein in Singapur ansässiger chinesischer Treibstoff-Erzeuger, raffiniert auf der Harvester Bay ein hochenergetisches Multifuel. Die Produktionen beider Firmen basieren auf in riesigen Unterwassergärten kultivierten Meeresalgen. CDM baut verschiedene seltene Erden und Methan-Hydrat ab.
Die Arbeiterschaft kommt aus dem gesamten südasiatischen Raum, so wie aus Mittelamerika. Chinesen und Atzlani bilden jedoch die Mehrzahl. Die Crew der Anlage besteht zu 90% aus nordamerikanischen, meist kalifornischen, Staatsbürgern.
Den spärlichen Berichten panischer Augenzeugen vor Ort zufolge, sind unter den Aufständischen Mitglieder aller Firmen, Nationen und anderen Gruppen, sowie allen Gesellschaftsschichten. Verglichen mit dem ersten Angriff auf die Kappa YC der Yutani Corporation vor einigen Monaten und den Terror- und Piratenangriffen auf Plattformen in den letzten Wochen, besitzt der Angriff auf die Harvester Bay also eine neue Qualität.
Pazifikkonflikt eskaliert: Attentat auf japanischen Premier
Vor wenigen Stunden wurde ein Attentat auf den Premierminister von Japan, Kenturo Goto, verübt. Ein schwer bewaffneter und körpermodifizierter Attentäter attackierte die Prozession anlässlich der Hochzeit von Gotos Neffen. Der Attentäter feuerte aus mehren Waffen in die Gruppe um Goto und kämpfte sich durch Sicherheitspersonal und Leibwächter bis zum Premier vor. Goto selber wurde durch die Schädelimplantat-Waffen des Attentäters getroffen, doch seinem Bodyguard gelang es, ihn von dem Täter abzuschirmen. Das Feuergefecht entwickelte sich zu einem blutigen Nahkampf, in dem zwei Adepten der Tennogarde den Cyborg förmlich in seine Einzelteile zertrümmern mussten, bevor dieser den Kampf aufgab. Die Selbstzerstörungsbombe richtete nur geringen Schaden an, da sie durch einen der taoistischen Geistlichen eingedämmt werden könnte.
Der Premierminister und sieben andere Verletzte wurden in eine Notfallklinik eingeliefert und sofort operiert; alle schweben im Moment noch in Lebensgefahr. Auf dem Tempelplatz blieben vierundzwanzig leicht verletzten und zwölf Tote zurück.
Hintergründe und Identität des Attentäters sind noch unbekannt. Die ersten Anschuldigungen und Dementis machen aber bereits die Runde durch die Matrix
Piraterie auf Sealab
Die P.A.S.S Sealab, eine Anlage der Celcius Corp Gruppe (u.a. Bayer, Greendale Pharma und Biomed), wurde gestern Abend Ziel eines Überfalls. Kriminelle Elemente, vorwiegend aus Indonesien, verschafften sich gewaltsam Zugang zur Station, wohl mit dem Ziel Beute zu machen und eine Bombe als Erpressungsmittel einzusetzen.
Sealab unterhält seit kurzen einen Vertrag mit der deutschen Sicherheitsfirma Preussen & Schutzmann (P&S), eine Anbieter ähnlich der AIM, jedoch spezialisiert auf Sicherheit & Verteidigungsmaßnahmen. Die vierzig „Schutzmänner“ hatten kein Problem die 300 Piraten in vorbereiteten Verteidigungspositionen und unterstützt durch Dronen zurückzutreiben. P&S hat Sealab so gut besetzt und ausgebaut, dass einhundert Angreifer in einen Sperrfeuerzone eingedrungen waren, ohne es zu merken. Achtzig Piraten kamen bei dem Angriff ums Leben, 130 weitere wurden gefangen genommen. Die verbliebenen Piraten flohen auf ihren Schiffen, von denen eines durch Beschuss von der Plattform und Dronenangriffe direkt versenkt wurde. Die verbleibenden Schiffe wurden wenige Stunden später von der AIMS Shadow, einem Jagd-U-Boot, torpediert und aufgebracht.
Die beiden Militärdienstleister scheinen eine enge Zusammenarbeit anzustreben. Sie verbinden eine starke Logitik der AIM mit der Expertise einer großen Zahl von Sicherheitsspezialisten im Personalbestand von P&S.
Kommentar: Wirtschaftliches Desaster und Arbeiterflucht im Pazifik
Special Correspondent Corrian Nidal
Als folge der andauernden Zwischenfälle auf den P.A.S.S im Pazifischen Ozean beginnt eine Flucht der Arbeitskräfte, besonders der spezialisierten Facharbeiter. Gute Bezahlung, Abenteuer und gute Weiterbildungsmöglichkeiten waren nur drei der guten Gründe, warum es bisher für die pazifischen Konzerne nie ein Problem gewesen war, ihre Plattformen mit qualifiziertem Personal zu besetzen. Doch nun verlassen die Angestellten ihrer Arbeitsplätze und kehren zum Festland zurück. Sogar Angestellte in Vertägen mit Befristungen und Vertragsstrafen nehmen Geldstrafen und Strafverfahren in Kauf, so groß ist die wahrgenommen Angst. Es gab schon vereinzelte Zwischenfälle, bei denen sich Personal gewaltsam Zugang zu Transportmitteln verschafft hat, als der Arbeitgeber sich weigerte den Transferwünschen nachzukommen. Der Corporate Court hat beteiligte Konzerne angemahnt, der Sicherheitsverantwortung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müsse nachgekommen werden.
Die Spannung in den drei Hochsee-Arcologies und den anderen extraterritorialen Anlagen, deren Bewohner Staatsbürger des jeweiligen Konzerns sind, steigt dauerhaft an. Eine stetige Verbesserung der Sicherheitsstandards wird – nach Aussagen der Verantwortlichen – vorangetrieben.
Die pazifischen P.A.S.S sind zuständig für 4,9% der weltweiten Nahrungsmiteilgewinnung sowie für 3,2% essentieller Rohstoffe. Ein Wegbruch dieses Wirtschaftsfaktors wird schwerwiegende Folgen haben.
Nur 18% der pazifischen Spitzenindustrie befindet sich unter der Hoheit der Cantonese Confederation (COC) und deren Verbündeten. Somit gibt es für die Vorwürfe, die COC würde einen wirtschaftlichen, mit terroristischen Mitteln geführten Krieg anstreben, zumindest reichlich Indizienbeweisen. Auch ein Teil des zu erwarteten Produktionsverlustes könnten die Konzerne unter chinesischem Einfluss auffangen. Auf der anderen Seite betreibt die COC die größte Containerschiffflotte der Welt, für dessen hohe ökologische Verträglichkeit, mit ihren Walzen, Solar und segelgestützten Brennstoffzellenantrieben, in der Vergangenheit viele Lorbeeren vergeben wurden. Ein Teil dieser Schiffe steht im Moment still, andere müssen große Umwege in Kauf nehmen, um ihrer Zielhäfen zu erreichen. Atzlan hat fünf Schiffe im Panamakanal unter Hausarrest gesetzt, nachdem die COC sich weigerte ihre Speerzone in japanischen Gewässern für Schiffe unter Atzlani Flagge zu öffnen. Mehrer Schiffe wurden von der AIM mit dem Verdacht aufgebracht, dass die zivielen Frachter Kriegsmaterial transportieren. In einigen Fällen traf dies scheinbar zu. Seit dieser Zeit sind alle Schiffe unter Flagge der Cantonesischen Allianz aus dem von dem Japanischen Consortium kontrollierten Breichen verbannt.
Wirtschaftlich kann es hier keine Gewinner geben, solange der Konflikt nicht beigelegt wird oder eine Eskalation eine einseitige Entscheidung erzwingt. Nach dem schrecklichen Kampf um Kinto scheinen die Parteien zögerlicher mit militärischen Gesten geworden zu sein. Die seit Wochen in Hong Kong andauernden Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien haben jedoch auch keine nennenswerten Fortschritte hervorgebracht. Es bleibt also zu befürchten, dass wie so oft andere Lösungen hinter den Kulissen angestrebt werden. Lösungen mit wenig Rücksicht auf internationales Recht oder internationale Diplomatie. Hoffen wir, dass es wenigstens Lösungen von ökonomischer Klugheit sein werden.
Zweihundert Kameradinnen und Kameraden der Amphibious Squadron 11 kamen heute auf dem Flugdeck der AIMS Cassiopeia zusammen, wo LTG Sharmer im Zusammenhang mit einer Jahresansprache eine Reihe von Dekorationen vornahm.
Der Kommandant der 10th AIM Expeditionary Force überreichte eine Reihe von Auszeichnungen an CPT Katsuo Uzun, mit der die Special Forces Group 77 geehrt wurde. Unsere Truppenreporterin Nathanial berichtet:
Nathanial: Der Captain hat nun die Ehrung seiner Special Forces Group 77 vom General entgegen genommen. Die „Unit Citation Award for Exceptional Merits and Valor“ wird an alle Mitglieder der Einheit verliehen: Miss Miller, Corporal Milestone, Corporal Svenson, Operative „Negative“ – er ist wirklich eine herausstechende Erscheinung – und Operative Morellè. Zudem hat der General die Pflicht, einige persönliche Verdienstmedaillien anzuheften. – Jetzt bewegt sich aber zuerst der Captain zu den angetretenen vier Männern und der Gnomin, die auf einem ordentlichen Podest thront! Während CPT Uzun nun die Einheitsauszeichnung ansteckt und den fünf Geehrten die Hand reicht, wird der General einige Worte zu der Einheitsehrung verlieren.
General: Die Einheitsauszeichnung für Special Forces Group 77 wird für herausragende Verdienste und Heldenmut ihrer Mitglieder verliehen. Die hohe Hürde dieser Auszeichnung besteht in einem gefechtsentscheidenden Beitrag unter Kampfbedingungen, in dessen Verlauf Vorgesetzte, Mannschaften, Unteroffiziere und auch externe Kontraktoren gemeinschaftlich Außerordentliches vollbracht haben. Aus ersichtlichen Umständen muss über die Details der gefechtsentscheidenden Beiträge an dieser Stelle geschwiegen werden. Ich möchte jedoch einige Worte zu den herausragenden Heldentaten verlieren.
General: Die Soldaten und Operatives von Special Forces Group 77 haben wiederholt unter Gefechtsbedingungen mit hohem Risiko autark und ohne Nachschub die Ziele der Task Force Blue Shark sowie die Unternehmensziele von AIM vertreten und unbeirrt vorangetrieben. Sie haben nicht davor zurückgeschreckt, feindliche Panzerfahrzeuge im Nahkampf mit primitiven Sprengmitteln anzugreifen. Sie haben Nahkampfmanöver mit zivilen Luftfahrzeugen zur Rettung eingekesselter Kameraden geflogen. Sie haben schwer verletzte Kameradinnen und Kameraden unter widrigen Umständen aus feindlichen Bunkeranlagen geborgen. Hunderte von Zivilisten befreundeter Unternehmen konnten durch ihr beherztes Eingreifen vor einem Sprengstoffanschlag bewahrt werden. Nicht zuletzt waren sie maßgeblich an der Verhaftung verantwortlicher Krimineller bei der Befreiung der Stadt Kinto beteiligt. Dabei gelang es ihnen, hinter den feindlichen Panzerstellungen erfolgreich im Häuserkampf zu operieren.
Mit Fug und Recht sage ich also, dass jedes Mitglied der SFG 77 diese Einheitsauszeichnung redlich verdient hat. Das ist eine Besonderheit. Gleichzeitig ist es natürlich auch eine Hypothek. Sowohl für zukünftige Einsätze als auch von zukünftigen Mitgliedern der SFG 77 wird man nichts Geringeres als das Bestmögliche erwarten dürfen. – Und ein bißchen mehr. Das gilt natürlich auch für den Kommandierenden Offizier der Gruppe.
Der General verlor noch weitere Worte zur Besonderheit der gemischten Zusammensetzung der SFG 77, bevor er die drei persönlichen Verdienstmedaillien für Verwundungen im Gefechtseinsatz anheftete. Zuerst dem schwer verwundeten Corporal Svenson, der trotz Gehhilfe die Auszeichnung aufrecht entgegen nahm.
General: Corporal Svenson. In Verachtung ihres eigenen Lebens haben Sie das ihrer Kameraden weit über sich gestellt und waren bereit, den höchsten Preis zu zahlen. Ich weiß, dass die Umstände ihrer Verwundung schwierig waren und dass wir alle glücklich sein dürfen, dass Sie heute diese Verdienstmedaillie vom „Blutenden Herz“ persönlich entgegen nehmen können. – Corporal, ich danke Ihnen im Namen des Central Command und AIM.
General: Miss Zoé Miller. Als Operative und treue Kontraktorin zeugt der Preis des eigenen Blutes von einer Sache ganz besonders: dem Willen zur unbedingten Kameradschaft. Als externe Spezialistin im Vertragsverhältnis mit AIM erhalten Sie für ihr Opfer und persönlichen Einsatz die „Opfermedaillie“, die an zivile und externe Mitarbeiterinnen für Verwundung im Dienst verliehen wird. Ich danke Ihnen im Namen der Association.
Monsieur Morellè. Auch Sie haben als externer Operative Verwundung erdulden müssen. Die „Opfermedaillie“ soll nicht vergessen lassen, dass im Gefecht die Frage des Dienstverhältnisses keine Bedeutung hat. Wir verdanken Ihnen sehr viel. Ich danke Ihnen im Namen der Association.
Abschließend trat der General zurück zum Stab. Für den letzten Teil der Ehrung von SFG 77 trat CPT Uzun an den trollischen CPL Milestone heran, der sich gehörig nach vorne zu beugen hatte.
Corporal Frank Milestone. Nach mehr als 36 Monaten engagierten und tadellosen Dienstes bei der Marineinfanterie werden Sie hiermit in den Rang eines Sergeanten befördert. Ich wünsche Ihnen alles Gute als Unteroffizier.
Mit den etwas knappen aber herzlichen Worten salutierte der Captain und ließ den offenbar etwas überraschten Sergeanten bei seinen Kameraden zurück. Die fünf Geehrten – Svenson, Milestone, Boucard, Miller, Morellè – badeten zum Abschluss im Beifall und Jubel der Kameraden und präsentierten ihre Urkunden den Kameras.
Die Ehrenformation schloss dann mit einem Gesangsteil des Amphibious Squadron 11 Choir. Damit endete die Jahresansprache von LTG Sharmer enthusiastisch und mit positivem Richtungswink: Über Wochen und Monate leisten unsere Truppen Herausragendes! Wir warten gespannt, ob die laut Gerüchten ausstehende Ehrung der Flugstaffeln wirklich im kommenden August stattfinden wird. Die aktuellen Feuerpausen wären die richtige Zeit für eine zünftige Kunstflugformation!
Es berichtete AIM Forces Daily News, 28. Juli 2072
lassen Sie mich zuallererst meine Bestürzung über die erlittenen und erheblichen Verletzungen sowie den heftigen Ausgang von Operation Golden Gap zum Ausdruck bringen. Auch SPC Lance, die Ihre Evakuierung aus Yunnan wesentlich koordinierte, wünscht Ihnen rasche und vollständige Genesung.
Erst vor wenigen Stunden haben wir Ihre Berichte und Materialien erhalten. Auch wenn Sie sich zurzeit noch in Yangon City, Avar, befinden, möchte ich Sie dennoch über erste Ergebnisse und auch weitere Schritte informieren.
Zu ihrer Lage: Corporal Svenson wird noch heute mit einem AIM Flug von Yangon über Java nach Tokio gebracht, wo seine schweren Verletzungen behandelt werden. Sein Zustand ist nach wie vor lebensbedrohlich. Mrs. Miller und Mr. Morellè werden nach Rücksprache mit Behörden in Avar vor Ort, in Yangon, behandelt. Ein Sicherheitsteam wird den Krankenhausaufenthalt begleiten und für Ihre persönliche Sicherheit sorgen. Corporal Milestone wird übermorgen zum Dienst auf die AIMS Cassiopeia zurückbeordert.
Zu den Ergebnissen der Datenauswertung: Ausgehend von Ihren rudimentären Bild- und Tonaufzeichnungen, den Aufzeichnungen des Operative 84 sowie den sichergestellten Datenträgern aus zwei Büros des örtlichen Leitungspersonals fügt sich ein begrenztes Bild zusammen. Den aktuellen Stand will ich Ihnen mitteilen. Alles weitere wird wahrscheinlich Verschlusssache werden.
Die Anlage scheint tatsächlich eine Einrichtung des Cantonesischen Ministeriums für Staatssicherheit, Büro 8, zu sein. Die Bunkeranlage selbst wurde möglicherweise schon in den 2020er Jahren errichtet, aber nie für ihren ursprünglichen Zweck genutzt. Der Grundriss der „ARena“ sowie die von ihnen sichergestellte Liste von „Layers“ gab uns einen sehr wichtigen Hinweis. Die Anlage scheint ein Horchposten beziehungsweise eine Überwachung bestimmter Matrix-Hosts zu sein, die mit mehreren illegalen Gruppierungen und dem sogenannten „Shadowland“, eine Art illegales Matrix-Netzwerk, in Zusammenhang steht. Wir haben leider nicht genug Informationen um es voll zu verstehen. Es scheint so, als werden von der Anlage aus die Matrix-Hosts in der Layer-Liste überwacht. Und nicht nur das. Die „ARena“ arbeitet scheinbar mit Augmented Reality. Das bedeutet, der Grundriss wird dazu genutzt aktiv in den beobachteten Hosts einzugreifen und zu interagieren.
Die von Ihnen gesicherten Daten aus den Büros legen nahe, dass in der Anlage auch mehrere Gefangene untergebracht sind, die man mit verschiedenen Methoden dazu zwingt im Sinne der COC in den überwachten Hosts einzugreifen. Der Grundriss der Anlage und die Befragung eines Gefangenen durch Mrs. Miller geben außerdem Hinweise, dass hierbei massiv SimSense zum Einsatz kommt, um Szenen aus den überwachten Hosts aufzuzeichnen und Gefangene vor Ort gezielt zu manipulieren. Leider fehlt uns sowohl eine Gefangenenliste als auch ein Überblick über die SimSense Datenbank, die dort gepflegt wird. Insgesamt dient die Anlage also vorrangig der digitalen Spionagetätigkeit bei gleichzeitigem Verhör und erzwungenem Einsatz von gefangenen „Agenten“ vor Ort.
AtraMa Fan Tau
Die Frau mit dem Namen Atra scheint ebenfalls eine Gefangene gewesen zu sein. Allerdings eine sehr spezielle. Sowohl der Bericht von Mr. Morellè als auch ein von CPL Milestone sichergestelltes Datentableu bezeugen, dass diese „Kreatur“ durch einen Pakt an den Stationsleiter Ma Fan Tau gebunden wurde. Bei ihr handelt es sich der Dienstanweisung an den Stationsleiter zufolge um eine gefangene „Sila“. Eine Kreatur, deren übernatürliche Fähigkeit darin liegt, Menschen in Pakte zu binden. Diese Fähigkeit hat sie in den chinesischen Triaden zum Einsatz gebracht, indem sie hochrangige Triadenbosse an sich band und steuerte. Nun wurde sie kürzlich vom Ministerium für Staatssicherheit gefangen und arkan geknechtet. Der Bunker im Dali-Phänomen war scheinbar das optimale Gefängnis, um sie vor einer Flucht oder Kontaktaufnahme abzuschirmen. Von dort aus zwang man sie über die „ARena“ ihren Einfluss auf die Triadenbosse im Sinne der COC weiter auszuüben.
Die Dienstanweisung an den Stationsleiter enthielt neben Erkenntniszielen für den geheimdienstlichen Einsatz dieser Atra auch Codenamen um sie zu zwingen und zu binden. Diese sind nach dem Tod des Stationsleiters leider ungültig geworden. Auch gab es eine Beurteilung ihrer arkanen Natur. Eine Sila geht wohl als mythologisches Wesen zurück auf die Zeit des antiken Assur. Man rechnet sie zu den Efreet. Es sollen Kreaturen sein, die aus rauchlosem Feuer geschaffen wurden und durch deren Hilfe die Könige Assurs ihre Schreckensherrschaft über die Menschen durchsetzten. Dazu nutzten die Sila ihre Fähigkeit, Pakte zu schließen, denen die „Sterblichen“ nicht mehr entkommen konnten. Diese „Atra“ wurde aber erst vor kurzem erschaffen. Als Erschaffungsjahr wird 2060 vermerkt, als Beschwörer ein Magier oder Schamane mit dem Namen „Le Roi“. Inwiefern diese Atra, dieser Magier, die Triaden und das Büro 8 genau zusammen hängen blieb leider unter dem Felsmassiv zurück. Da diese Atra jedoch von der COC gezwungen wurde, nach deren Pfeife zu tanzen, wird ihre Befreiung aus der Gefangenschaft derzeit als positiv aufgefasst. Sie verfolgt nun wahrscheinlich wieder ihre eigene Agenda – oder die ihres Erschaffers.
Wir vermissen also wesentliche Puzzlestücke. Insbesondere die Liste der Gefangenen und eventuelle Metadaten über die SimSense-Datenbank. Unfraglich sind die geborgenen Erkenntnisse jedoch ein herber Schlag gegen Büro 8 und die COC. Man wird eine Cyber-Offensive vorbereiten um die Matrix-Hosts aus der Layer-Liste aufzuspüren und zu infiltrieren. Die ARena kann nach diesem harten Anschlag in bisheriger Form sicherlich nicht mehr weiter betrieben werden.
Weitere Folgen: Der Intelligence Branch wurde bekannt gemacht, dass ihre SIN für die COC und deren alliierten Staaten auf eine „stille Bann-Liste“ gesetzt wurden. Wir gehen davon aus, dass die Bild- und Tonaufzeichnungen vom Einsatzteam erfolgreich nach außen übermittelt werden konnten und in Folge eine rasche Identifizierung möglich war. Von einer Einreise in die COC sowie deren Bündnispartner ist daher stark abzuraten. Für CPL Milestone und CPL Svenson bedeutet dies ein formales Reiseverbot von Seiten der AIM.