Sistren & Aidren

Sistren and Aidren – Schwester und Bruder. Die beiden Unzertrennlichen leben in Moskuwa, Dahomey. Sie kreuzten die SFG 77 zuerst im Zuge der Operation Real Estate. Sie waren enge Bekannte des vermissten Journalisten Evan Choi. Ja, genau genommen betrachteten sie Evan Choi als Familienmitglied, nachdem dieser einen ernsten Streit unter Verwandten geschlichtet hatte. Sistren and Aidren sehen hier das Wirken der guten Idola Zambede am Werk. Doch Evan Choi ist fast vergessen.

Im Zuge des zweiten Erwachens hatte Poisitive sich um den Aufbau einer neuen Gemeinde der lichten Andikan in Moskuwa bemüht. Sistren and Aidren sind überzeugte Unterstützer geworden und geblieben. Sie genießen mittlerweile durch ihren Einsatz für Moskuwa Unite! und den Schrein der Andikan eine gewisse Bekanntheit und sind gut vernetzt in Moskuwas Straßen und Umland.

Sistren ist mitlerweile selbst journalistisch tätig (und verehrt Evan Choi als verstorbenen Bruder im Hausschrein als kleine Tonfigur) und kennt sich gut in Matrix und Medien aus. Aidren kämpft nach wie vor in illegalen Faustkämpfen und packt an, wo immer er gebraucht wird. Insbesondere bei denen ganz unten. Beide vereint außerdem der entschlossene Kampf in Dahomey gegen die Agooji und ihr Dschungelkönigreich voll dunkler Idola.

Atra Khalipour

Ein Wesen, geboren in einem Zeitalter der Mythen, verschleiert in Legenden und Erzählungen. Was könnte man von so einem Wesen ernsthaft und aufrichtig berichten?

Wenn man dennoch an Fakten hängt, könnte man dort anfangen: Operation Golden Gap ermöglichte es der SFG 77 einen Pakt der Befreiung und des Vergessens mit Atra einzugehen. Ein Pakt, der später teilweise gelöst wurde und den Blick auf den vergessenen Dialog frei gab. Das Cantonesische Consortium (COC) hatte Atra gefangen gehalten, eingesperrt und missbraucht, um ihren Einfluss auf die Unterwelt auszunutzen. Aus der schicksalshaften Begegnung unter dem Berg gingen einige Konsequenzen hervor. Atra kehrte zurück nach Beijing um die drei großen Triaden weiter zu unterwandern und gegeneinander auszuspielen. Diesmal wieder mit ihrer eigenen Agenda.

Atra und die SFG 77 hatten bisweilen gemeinsame Interessen. Die Feuergallerie war nur ein folgenschwerer Aspekt für manche Teammitglieder. Insbesondere Zoé, Régicide und Brick fassten ein enges, fast intimes Band zu ihr. Einem Wesen aus der 4. Welt, wie man heute weiß. Diese Erkenntnis riss die CASS Shigeruu in die Tiefe. Vielleicht ein angemessener Preis?

Dass Zoés Glauben stark genug gewesen war, um ihren Körper auf der Shigeruu als Medium für Atra bereitzustellen kann nur Teil einer fantastischen Erzählung sein. Dass Atra damit ein Fenster öffnen konnte, um aus ihrem Gefängnis durch die COC kurz auszubrechen, enthüllte der SFG 77 jedenfalls die prekäre Lage, in der sich Atra befindet. Sie berichtete: Nach einer Konfrontation mit Miru sei Atra der COC (wahrscheinlich einer Sektion des Inlandsgeheimdienstes) ausgeliefert worden und harre nun ihrer Vernichtung.

Dass Atra eine Eidgöttin ist oder war, geboren aus rauchlosem Feuer, ist eine Ahnung die mittlerweile an Gewissheit grenzt. Pakte zu schmieden ist ihr inneres Wesen. Zum Wohl und Verderben. Aber Pakte greifen glücklicherweise immer in beide Richtungen aus – sie binden alle Beteiligten.

Und überhaupt, was das Feuer angeht, werden die Geschichten noch fantastischer. Sie erzählen vom Iran, einem König, einer Eidgöttin, Soldaten, einem tätowierten Troll, erwachten Elementen, einem Drachen und Feuer über Beijing.

Miru

Kaum jemand wusste von oder kümmerte sich um die traurige Geschichte der todkranken Tochter von Miss Yutani, der „Kriegstaube“ an der Spitze der Yutani Corporation. Das änderte sich, als die SFG 77 im Zuge von Operation Blue Shark die Weichen dafür stellte, dass drei Kopien des ein und desselben Bewusstseins wieder zusammengeführt wurden (Operation Kimono und das Ende von Kimono). Kiru, Miru, Asiru – drei Backups des Bewusstseins der geliebten Tochter – fanden nach Jahren wieder zueinander.

Das Erdbeben in der Finanzwelt, das folgte, war gigantisch, denn Miru übernahm die Kontrolle über die Yutani Corporation. Das hallt bis heute nach. Und die meisten Menschen haben keine Ahnung, wie weitreichend es noch sein könnte.

Während Miru für manche nur ein Fake News ist, für andere ein Pop-Idol, für wieder andere eine kaum zu kontrollierende, nervige CEO, so kennt die SFG 77 Miru doch vor allem auf einer sehr persönlichen Ebene. Ein kindliches Gemüt, sich seiner Verantwortung und Möglichkeiten bewusst und badend im See der unendlichen Informationen, so zeigt sich Miru der SFG 77 normalerweise als Avatar der Matrix.

Norge scheint der Schlüssel zu Miru zu sein, wenn es um Kontaktaufnahme geht. Die Miru-Puppen hatten sich hierfür als ein hilfreiches Werkzeug herausgestellt. Unklar bleibt, ob man im Umgang mit Miru wirklich von einem kohärenten und einheitlichem Bewusstsein ausgehen kann, oder ob sie sich nicht eher organisch im See der Informationen manifestiert – als vergänglicher Wimpernschlag im Augenblick des verfügbaren Wissens. Wie menschlich Miru wirklich (noch) ist, kann nur spekuliert werden.

Verschiedentlich hatte Miru deutlich gemacht, dass sie mit Angst und Sorge auf das Erwachte Yakut blickt. Die Yutani-Familie habe viele Mitglieder verloren, die aus allen Ecken der Welt dorthin verschleppt wurden. Zudem sei dort der einzige, verbleibende schwarze Fleck in der Matrix. Keine schöne Vorstellung für eine virtuelle Person.

Eine Konfrontation zwischen Atra und Miru hat folgenschwer nun auch einen Dorn in die Flanke der SFG 77 getrieben. Es scheint als gesichert, dass Miru Atra in Beijing den Behörden ausgeliefert hat, scheinbar aus Sorge um den schädlichen Einfluss, den Atra auf die SFG 77 haben würde.

Finnja Skorgen

Finnja SKorgen ist eine vermutlich schon recht hochbetagte Elfe, deren Herkunft allem Anschein nach in Sibirien oder dem Erwachten Yakut liegt. Am stärksten bringt man Finnja Skorgen mit dem mittlerweile versenkten Flugzeugträger CASS Shigeruu in Verbindung. Von 2059 bis 2072 war Finnja die kommandierende Offizierin an Bord, zuerst für die IMA, dann für die Rechtsnachfolge durch AIM.

Die „Eiskönigin“, die „frigide Kapitänin“ und wie man sie auch immer nannte, hatte eine kurze aber intensive Liebschaft mit Positive. Die Dinge entwickelten sich auseinander. 2072 wurde Finnja Skorgen als Bauernopfer unehrenhaft aus AIMs Diensten entlassen und fand sich ohne gültige SIN wieder. Die folgenden Monate waren voll Verbitterung und wachsender Missgunst.

Positive setzte sich für Finnja Skorgen im Zuge der Afrika-Kampagne ein. Sie wurde als externe Dienstleisterin auf die Soldliste geschmuggelt. Als Positive später dann das Heiratsband mit Prinzessin Annabelle einging, war jedoch ein neuer Tiefpunkt der Beziehung zur SFG 77 erreicht.

Derzeit arbeitet Finnja Skorgen im Dienst der Yutani Corporation als Beraterin für das Erwachte Yakut. Sie ist die einzige bekannte Person in Reichweite der SFG 77, die intime Kenntnis von diesem Flecken Erde haben dürfte. Zudem haben die übernatürlichen Ereignisse auf der Shigeruu gezeigt, wie intensiv Finnja Skorgen in diese ganzen Geschichten verwoben sein muss.

Pria Lakshmi Clark

Pria Lakshmi Clark ist eine New Yorkerin indischer Abstammung deren Arbeitsschwerpunkt bei AIM die Politik- und Wirtschaftsanalyse Afrikas ist. Sie gilt als eine der besten Expertinnen für Belange der Afrikanischen Union und als die Architektin der Kampagne AIM Matters zur Einflussnahme in Dahomey.

Im Jahr 2066, nach einer bis dahin bereits sehr bewegten Karriere, wurde Pria als politische Analystin für die AIM Regions Division Group 4 (Africa) rekrutiert. Vier Jahre später wird sie Deputy Secretary für die Westafrika-Gruppe. Im Jahr 2072 konkretisiert sich ihr Schwerpunkt erneut. Sie bildet die Gruppe „Gulf of Geuniea“ und erhält als Special Deputy Secretary Sonderbefugnisse für die strategische Dahomey-Kampagne.

Die Dahomey-Kampagne brachte Pria mit der SFG 77 in engen und bewegten Kontakt. Entgegen ihren Befehlen begab sie sich auf den blutgetränkten Boden von Dahomey, um dem operativen Team vor Ort direkt beizustehen. Anfängliche Konflikte zwischen ihr und der SFG 77 wurden schnell überwunden, als man gemeinsam zur Großen Zusammenkunft in Dahomey reiste. Mehrfach rettete die SFG 77 Pria aus lebensbedrohlichen Situationen. Insbesondere gegenüber Norge fühlt sie sich sehr verantwortlich. Als die Kampage mit einem phänomenalen Erfolg (aus Sicht der AIM-Strategen) endete, war Pria nahezu euphorisch.

Derzeit ist Pria Clark in Dahomey weiter im Einsatz. Man geht davon aus, dass sie in ein paar Jahren, wenn Dahomey konsolidiert ist, die beste Kandidatin für den Leitungsposten der AIM Regions Division Group 4 wird. Sie gilt als hervorragend vernetzt, innerhalb von AIM wie auch in Afrika.

Katsuo Uzun

MAJ Katsuo Uzun

Katsuo Uzun war ein Militärtheoretiker und Stabsoffizier des AIM Central Command zwischen 2066 und 2074. Er starb am 6. September 2074 durch ein Bombenattentat in seinem Stabsbüro in Finistère. Sergeant Compton Breslin war die letzte Person, die den Major lebend sah, und Augenzeuge seines Todes.

Katsuo Uzun wurde 2030 als Sohn einer japanischen Mutter und eines anatolischen Vaters geboren und diente zuerst in den Streitkräften des Japanischen Imperiums. Im Jahr 2065 erlangte er den Doktorgrad über „Hybride Kriegsführung und adaptive Spezialkräfte“ an der Militärakademie in Tokyo. Ein Jahr später verließ er die Streitkräfte des JIS und absolvierte als Mitglied der ersten Kohorte die neu gegründete AIM Senior Officer School in Finistère.

Ab 2068 wurde Katsuo Uzun im Operationsstab des CCOM eingesetzt und unterstand verschiedenen Joint Task Forces und Vorgesetzten.

Im Jahr 2070 wird ihm die Bildung einer „Adaptiven und unkonventionellen Spezialgruppe“ zugebilligt und er wird zum kommandierenden Offizier der SFG 77 ernannt. Sie soll aus verschiedenen Ethnien, militärischen und zivilen Befähigungen sowie Vertragsverhältnissen bestehen. Das Vorhaben wird allgemein gering geschätzt und der Captain auch aus eigenen Reihen des Stabs angefeindet. Es ist offenkundig, dass er sich an der Shadowrunnerszene, den Eingreiftruppen japanischer Großkonzerne und den klassischen Einsatzstrukturen von Sondereinheiten orientiert. Dennoch erhält er immer wieder von der Unternehmensleitung Unterstützung und Vertrauensvorschuss.

In den kommenden Jahren, bis zu seinem Tod, führte Katsuo Uzun die SFG 77 durch den Pazifikkonflikt, die Dahomey-Kampagne AIM Matters und Task Force Landfall, sowie mit der Task Force Tradestop in den Kampf gegen internationalen Menschenschmuggel.

Katsuo Uzun wurde mit militärischen Ehren auf dem Hauptfriedhof Finistère beigesetzt. Er hinterlässt keine Angehörigen.

Prinzessin Annabelle

Prinzessin Annabelle ist eine Frau nigerianischer Abstammung, die zusammen mit ihrem Bruder das notorische „Prinzenpaar“ im politischen Geflecht zwischen Nigeria und Dahomey bildete. Die begabte Schamanin der dunklen Idola Andikan galt als Teil der adeligen, politischen Elite Nigerias und trachtete nach einem Wahlamt in der sogenannten „Grauen Zone“ zwischen beiden Ländern.

Im rituellen Zweikampf mit Positive unterlag sie ihren dunklem Dämonen. Das denkwürdige Ereignis fand bei der Großen Zusammenkunft statt. Als Annabelle vor der lichten Idola Andikan unterlag, wendete sich ihre Toteminkarnation gegen sie und entstellte sie schwer. Régicide verhinderte ihren frühzeitigen Tod.

Im Zuge des Zweiten Erwachens in Dahomey fand Annabelle eine gereichte Hand, die sie zurück zu Andikan führte. Diesmal an der Seite von Positive. Beide gingen ein Heiratsband ein, um eine positive, gemeinschaftliche Botschaft von Andikan zu verbreiten. Annabelle nutzt ihre weitreichenden politischen Kontakte und Positive seinen Status als erster Schamane, dem es gelang eine Schwarze Idola zurück ins Licht zu führen.

Prinzessin Annabelle residiert auf einem abgelegenen Anwesen in den bewaldeten Hügeln der Grauen Zone, zwischen Dahomey und Nigeria, bereist aber oft beide Länder. Für Nigeria übernimmt sie bisweilen außenpolitische Verantwortung, muss aber stets damit rechnen, dass Anhänger Dunkler Idola nach ihrem Leben trachten.

Lieutenant Horaz

Im Zuge der Operationen Wüstenduft und Untamed Pride wurden der SFG 77 zwei Platoons zur Unterstützung aus der Task Force Landfall zugeteilt. Der schwere Zug der 1st AEF „Empower“ 214th Marine BTL 1st CO A PLT (Airborne) wurde von Lieutenant (LT1) Horaz, einer Orkin in ihren frühen Dreißigern, kommandiert.

Eingesetzt auf der Sunray I, dem Lazarettschiff S34 oder an Land, zeichnete sich der schwere Infanteriezug von LT Horaz durch entschlossenes und professionelles Eingreifen aus, auch angesichts übernatürlicher Mächte auf dem Schlachtfeld.

Régicide hielt Kontakt zu Horaz, die immer wieder Flanken sicherte, Nakatombes Zufahrsstraßen besetzte oder vergessene Kampfmittel räumte. Nach Überleitung der Task Force Landfall in die Folgekampagne für Dahomey wurde die 1st AIM Expeditionary Force „Empower“ zurück nach Finistère beordert. LT Horaz und ihr Zug sind derzeit für den Grenzschutz in Finistère eingesetzt.

Kara Lance

Kara Lance ist eine Soldatin im Rang eines Specialist (SPC) im Dienst des Central Command der AIM. Zuletzt diente sie als Adjutanz unter MAJ Katsuo Uzun. Sie war im Vorzimmer zugegen, als dieser durch einen Bombenanschlag in seinem Büro getötet wurde. Aktuell ist ihre Verwendung und ihr Status unklar.

Kara Lance war ursprünglich eine sehr begabte Kampfjetpilotin und überlebte um 2060 im Dienst der IMA einen schweren Absturz über den Golanhöhen. Ein Großteil ihrer experimentellen Cyberware (Riggerware, Skillwire) musste damals entfernt werden. Dies ließ sie mit irreparabler körperlicher Behinderung zurück.

Nach ihrer medizinischen Rehabilitation wurde Kara Lance als Stabsmitarbeiterin, insbesondere im Bereich Air Traffic Control, Logistik und Signalaufklärung, eingesetzt. Im Jahr 2070 wechselte sie zur Stabsabteilung für die neu gegründete SFG 77.

Kara Lance hat die SFG 77 durch mehr als ein Dutzend Einsätze hindurch begleitet. In ihrer jahrzehntelangen militärischen Karriere diente sie gut zehn Jahre als Adjutanz in Stabsabteilungen. Durch die Arbeit für das CCOM ist sie hervorragend mit der Arbeitsweise und dem Netzwerk von MAJ Katsuo Uzun vertraut.

Dirk „Dirty“ Rheinländer

„Dirty“ ist ein abgehalfterter Drohnenrigger, der in der Zeit von 2058 bis 2060 bei der International Mercenary Association (IMA) gearbeitet hat. Er verließ die IMA bevor die Kacke am dampfen war und ging in den Halbruhestand. Das bedeutet, er arbeitet freiberuflich als Drohnenrigger in der Schattenszene und im legalen Bereich.

„Dirty“ kennt einige Spieler der Schattenszene in den Metroplexen von Nordamerika, ist auch in AIM hinein, für die er ab und an Werkaufträge ausführt, ganz gut vernetzt und kennt noch ein paar der alten Hasen aus seiner Zeit bei der IMA. Natürlich ist er auch immer für Fragen rund um Drohnen und Sicherheitstechnik zu haben. Trotz seines respektablen Alters bleibt er stets auf dem neusten Stand.

Mit Positive verbindet „Dirty“ ein freundschaftliches Band, seitdem die beiden sich über das Studium und die Fertigung von Überwachungstechnologien kennenlernten. Die Freundschaft zahlte sich für Positive das erste Mal aus, als „Dirty“ ihm zu einem ersten Vertrag bei AIM verhalf.

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