Hiller erneut zur Flugzeugfrage

Die Pilotin hatte die harsche Kritik an der beschafften Drone nicht so sonderlich gut vertragen, aber davon merkte Régicide nichts. Alle anderen jedoch schon. Derzeit stand die MCT Nissan Quadcopter im Bereitschaftsraum und es war nun unklar, was mit den eingetroffenen Udates für den Autopiloten und die Sensorik geschehen sollte. So einfach verkaufen konnte Lena das Ding wohl nicht. Zumindest nicht im Moment. Die SFG 77 war nicht in der Lage derzeit effektiv als Verkäufer am Schwarzmarkt aufzutreten.

„Sir, in Anbetracht der Einsatzregion und erwartbaren Einsatzparameter für unseren kleinen Ausflug hier wäre meine Empfehlung ein Schwenkflügler auf Rotorbasis. Ares TR-55 in Transportausstattung. Ein abgetakeltes Arbeitspferd mit 10.000+ Flugstunden könnte man unter 200.000 Nuyen möglicherweise bekommen. Das könnten wir fit machen. Mit entsprechender Werkstatt und Materialzugang halte ich so ein Modell bis mindestens 15k Flugstunden in der Luft. Irgendwann ist das natürlich nicht mehr rentabel. Nach militärischem AIM Standard kostet die Flugstunde im Jahresschnitt 8.000 Nuyen, aber mit dem aktuellen Marktzugang sollten wir mit ein bis zwei Grands hinkommen. Wir arbeiten hier ja nicht grade nach Feldhandbuch. Hangarplatz ist allerdings ein Muss bei solchen Vögeln. Die stehen nicht gern tagelang im tropischen Regen oder in Wüstenwinden rum. Im Einsatz sind die robust, brauchen aber eine Hundehütte für die Wartung.“

After the misson is before the misson

07.10.2073 06:05:49

Mike Goodfellow schreckt hoch. Doch glatt einen abstrusten Traum geträumt von schwarzen Kriegern, die, verwoben ineinander und mit komischen Kreisen im Gesicht und sonst komplett nackt, versuchen, sich aus einem Panzer zu befreien… eigenartig.
Die kleine blinkende LED an seinem Bildschirm holt ihn zurück ins Jetzt. Er öffnet die Nachricht von Negative.

„Guten Morgen.
Besorg mir doch bitte alles, was Du bis 0830 zu unserem ‚rich bro with attitude‘ aka Amobi findest, inklusive dem Prinzenpaar, den Firmen, für die er arbeitet und den Spezies, die er so schützt. Also alles.
Danke!
Negative“
Er verdreht die Augen und macht sich an die Arbeit

7.10.2073 – 1045

Die SFG77 triff sich nach ein paar turbulenten Tagen und immerhin einer ruhigen Nacht zu einer morgendlichen Strategiebesprechung. Régicide hat das Team darüber informiert was er noch mit dem Cpt. besprochen hat, abgesehn vom letzten Part. Aber erst nachdem das Team sicher zuhause angekommen, geschlafen und gegessen hat und das Debriefing durchgeführt und die Berichte geschrieben sind, kommt Régicide auf die Dinge zu sprechen, die ihn empfindlich gestört haben:

„Dieses Ding war ein komplettes Debakel!“ er legt die Hand auf die Kiste in der die ungenutzte Flugdrone verpackt ist.
„Wie kann es sein das ich eine Drone mitführe, welche für die Operation, für die Team -zusammensetzung und die Logistik vollkommen ungeeignet ist?
Scheinbar versteht man in eingeweihten Kreisen unter einer mittelschweren Überwachungsdrone etwas anderes, als ich darunter verstehe. In der Reichweite möglicher Dronengrößen, wenn ich das als mittel ansetzte, gibt es dann auch noch Mico, Mini, sehr klein, Klein, mittelklein, Mittel, mittelgroß, groß, sehr groß, riesig und gigantisch?
Fakt war: Ich bekomme ein Drone zur Verfügung gestellt, welche alle vier Personen meines Team benötigt, um sie zu bewegen, welche eine große, stabile Aufbau und Landefläche braucht und ich sie damit nicht aus dem ausgewählten Transportmittel heraus einsetzten kann. Die Drone hat 60 min Flugzeit und einen Reichweite von 30 km, danach fällt sie vom Himmel, dafür muss sie mit 150l Jetfuel betankt werden. Wie, wann und wo erscheint es sinnvoll das wir einen solche logistisch Leistung erbringen können?
Ich kann jetzt Online gehen und mit mir einen kleine Elektrondrone bestellen, welche ich in einem Rucksack transportieren, aus dem Fenster werfen und fliegen lassen und wenn sie wieder gelandet ist, mit einem neue Akku bestücken kann. Wenn ich ein High-End Modell nehme, kriege ich ähnliche Leistung für ein 10tel des Preises. Wenn niemand dazu noch etwas beizutragen hat, kann das Ding an den Hersteller zurück! Ich sehe unseren Dornenbedarf komplett anders, wenn also keinen guten Vorschläge kommen…als schwerer Waffenträger?“

Er gibt der Kiste einen letzten abfälligen Blick! Dann fährt er fort:
Meine Gedanken zu Dronen sehen wie folgt aus, hierzu möchte ich Meinungen hören: Ein hochfliegender Starflügler mit Elektromotor und Solarsegelfläche. Das Gerät muss nicht handlich sein, hier sind 200kg in Ordnung. Start und Landung von einer reg. Straße. Maximale Flugzeit ist entscheidend , mindestens 12 Std, besser 24 Std. Zweck einer solchen Drone wäre, weiträumige Boden und Luftaufklärung ohne Details, aber vor allem als eine zuverlässige Relaistation für Richtfunk und Sat-Uplinks.
Kleine, handliche Flugdronen, leise, unauffällig, Reichweite und Höhe sind nicht so entscheidend wie Ausdauer & Sensorik und Signatur. Unsere erste Begegnung mit den Guerilla und den Panzer hätte mit Hilfe einer solchen Drone sicherer und besser statt finden können. Einen Drone, die die Gegner auffinden und markieren kann, gleichzeitig aber nicht entdeckt wird.
Dann brauchen ein Fahrzeug, welches wir in unserem Sinne herrichten können. Hat hierzu jemand besondere Idee? Eine 2,5t Militärtruck oder einen großen Pick Up, vielleicht sogar beides? Gute Autopiloten sind wichtig, da wir so wenig Personal sind und nicht immer mehrere Fahrer abstellen können?“

Schließlich kommt er nochmal auf die Veränderungen in Negatves Gesicht zu sprechen:
Zu den Kreisen in deinem Gesicht: Zauber der Gestaltwandlung können sowas, allerdings sind das Zauber, die aktiv unterhalten werden müssen. Scheidet also aus. Varianten der permanenten Transmutation wie etwa „Makeover“ verändern nur regenerative Kleinigkeiten wie Haare, Bartrasur, Länge und Sauberkeit der Fingernägel und Kleidung. Scheidet also auch aus.
Wie gesagt, sie sind nicht magisch, das heißt die Magie, die verantwortlich dafür war, hat gewirkt und ist jetzt vorbei. Man darf dabei eines nicht vergessen: die Welt erwacht! Goblinisierung und Magie verändern die Metamenschen ständig, auch wenn die großen Wellen vorbei sind. Ein Trollhorn ist auch nicht magisch, genau sowenig wie die Elfenohren. Wenn du wissenschaftlich an die Sache rangehen möchtest, geh mal zum Hautarzt und lass in untersuchen, was los ist…mein Tipp: das ist kein Tattoo oder ähnliches, deine Zellen in diesem Bereich produzieren einfach kein Melanin mehr.
Permanente Veränderungen an einer Person, die sich nicht auf regenerative Kleinigkeiten beziehen, bedeutet theoretisch und praktisch ein Eingriff in die Essenz der Person. Aus dieser Perspektive betrachtet, wären die Kreise in deinem Gesicht also durchaus eine heftige Sache. Was das bedeutet, kommt allerdings primär auf dich an. Was das Schicksal mit uns macht, ist keine Zufall und auch nicht unabhängig von dem, was wir tun, denken, fühlen. So viel habe ich mittlerweile von Adra gelernt…!
Es folgt ein kurzer Moment der amüsierten Introspektive, dann fährt er fort:
„Also, was ist passiert? Wurde dir Gewalt angetan, wurdest du gegen deinen Willen verunstaltet? Oder war es nur ein einzelner Zwischenfall, die magische Welt und du, ein kurzen Treffen von Gegensätzen und die Spuren die so was hinterlässt.
Oder war es ein un moment significatif? Ein Schritt, der alle neuen Schritte für immer verändert. Ein Teil von dir, der nun hervorbricht…peut être nur einen besondere Variante von „Willkommen Zuhause“?

Negative ergreift das Wort:

„Danke für deine Infos zu meinem neuen Gesicht, Regicide. Ich will dir nicht zu nahe treten, aber ich denke, hier werde ich mir anderweitig Auskunft holen. Wenn wir hier fertig besprochen haben, werd ich mich aufs Motorrad setzen und auf dem hiesigen Voodoo-Markt mein Glück versuchen. Vielleicht kennt das ja jemand…“

Sein Blick fokussiert sich wieder
„Aber jetzt sollten wir tatsächlich über die Umstände und die Zukunft reden!
Regicide, du hast recht, die Drone und die Ausstattung generell: das war nicht der Standard, den wir gewohnt waren. Aber das war Teil der Mission! Ich glaube, sich über diese beiden Punkte lange aufzuregen führt uns nicht weiter, zumal weder Hiller noch Lena klare Anweisungen hatten und selbst nicht wußten, was wir brauchen.“ Er deutet auf die Türe hinter ihm. „Die drei da draußen trifft hier also keine Schuld. Soweit ich das sehe, machen die einen guten Job! Alleine das Ding so fix zu beschaffen ist keine Kleinigkeit.“ Er hält kurz inne, steht dann auf und aktiviert dann das virtuelle Flipchart.
„Also: hier stehen deine Vorschläge, und ich füge dem hinzu, dass dieses Ding vermutlich teuer wird – und die Frage, ob wir es überhaupt brauchen, muß erstmal beantwortet sein. Wir sind offiziell hier, weil wir Leute überzeugen sollen. Es ist zwar wichtig zu wissen, was der vermeintliche Gegner macht, aber nicht zentral!
Außerdem sehe ich die Gefahr der nigerianischen Flugabwehr – Dronen ohne Riggersteuerung sind einfache Ziele. Jemand wie Zoe könnte hier verdammt hilfreich sein! Denn selbst mit Drone – man braucht jemand, der deren Daten auch auswertet, idealerweise zeitnah.“

Aber lass uns nach vorne schauen. Meine Meinung bezüglich des weiteren Vorgehens sieht so aus: Er tippt auf der virtuellen Karte auf Moskuwa
Bis zum 10. Oktober und den Wahlen in Tembe ist noch drei Tage Zeit, deshalb würde ich vorschlagen, heute Nacht hier tätig zu werden, also entweder den Matrixuplink und die Wohnung des Journalisten anzugehen. In beiden Fällen scheint mir das keine mehrtägige oder riskante Mission zu werden. Dem stehen mögliche interessante Infos gegenüber; bzw., und das ist vielleicht noch spannender, Einblick in das Vorgehen von Dahomey bzgl. der Matrixzensur.
Danach sollten wir – also am 8.10. gegen Abend und wenn die erworbenen Informationen nichts am Stand ändern – nach Norden aufbrechen und entweder Tombu Villa oder den Wahlkreis ansteuern.“
Er unterbricht sich… sein Finger liegt auf der Karte östlich von Ihuma
„Was haben die dort gemacht??? Wieso Scheinwerfer? Ich denke, wir sind uns hier einig, dass die Vorkommnisse magischer Natur, die Mrs. Clark so gering schätzt, eine gewichtige Rolle spielen in dem Ganzen. Wo ich ihre Kritik teile: Wir waren zu feige, zu vorsichtig. Wir hatten nach dem Landgang mehrere Punkte, wo wir direkter hätten agieren sollen. Vielleicht passiert uns das ausgestattet mit unserem vertrauten Material nicht mehr.
Copper, Norge, was meint ihr? Weiteres Vorgehen?“

Nach dem Negative geendet hat, antwortet ihm Bazut:
„Du trittst mir nicht zu Nahe, wenn du dir jemand anderen suchst, der dir bei diesen Themen weiter helfen kann…Ich denke, das war mehr oder weniger das, was ich zum Ausdruck bringen wollte“ er lächelt.
„Das mit der Sache: keiner hat Schuld, stimmt aber nicht! Es gab Parameter und einen Auftrag, die Drone war ein échec total. Daran ändert die Tatsache, daß die beiden Ansonsten sehr gute Arbeit geleistet haben, nichts. Es war ein échec ohne harte Konsequenzen, aus dem man nur lernen kann und nichts hart bereuen muss. Problem erkannt, analysiert, Haken dran, weitermachen!
In der Op wurden auch andere Fehler gemacht“ dabei schaut er Negative sehr deutlich an:
„Der Größte war mein Eigener! Ich habe die Anfangssituation um den Panzer viel zu schnell hoch eskaliert, was dich und Comptòn massive in Gefahr gebracht hat. Hérault hat meinen Fehler schnell genug ausgewetzt, so das es auch hier ohne große Reue weiter gehen kann. Würde ich mir aber einreden, das ich das gut geregelt habe, wäre das einfach Connerie. Verstehen, Analysieren, Lehre daraus ziehen, Haken dran!
So, gibt es noch was, was wir als direkte Kritik in den Raum werfen müssen? Wenn ja, raus damit!

Das Mademoiselle Clark gerne die Akte mit der Aufschrift ‚Evil Master Plan‘ haben wollte, ist mir klar. Aber ihrer Kritik war Unsinn. Wir haben daüber diskutiert, wie gute es wäre, Akimbo abzugreifen, wir haben sogar Szenarios in Erwägung gezogen, ihn zu entführen und dann zu liquidieren! Wir haben es nicht getan, nicht weil wir nicht den Mut gehabt haben, sondern weil es taktisch sinnlos war! Gleiches bei der unbekannten Siedlung, Hochsicherheitszaun, Drone, Doppel-Patrouillen! Taktisch keinen Sinn. Mademoiselle Clark wollte so viel mehr…und die Leute in der Hölle wollen Eiswasser!

Ansonsten wollte ich ein paar Gedanken mit euch Teilen, bezüglich unseres weiteren Vorgehens. Ich stimmt mit Philippé überein, dass wir die beiden Ziele hier in Moskuwa begutachten müssen. Ebenso brauchen wir von seines Miss Clark mehr Intel zu ihrem Informanten, das werde ich gleich beantragen.
Ich habe aber ein ganz anderes Gefühl zu der Wahlaktion. Der Auftrag suggeriert etwas, was mir auf vielen Ebenen nicht gefällt! Ich sehe keinen Grund, noch viel weniger eine Berechtigung, sich in die freien, demokratischen Wahlen diese Bezirks einzumischen. Gibt es hinweise auf eine mögliche Manipulation? Ja! Ist Dahomey in den letzten Jahren sehr gut mit seinem demokratischen Prozess zurecht gekommen und ist es die Aufgabe der Sicherheitsbehörden sich darum zu kümmer? Ebenso Ja!
Es gibt keinen Beweise für einen Manipulation, keine wirklichen Spüren oder Verdächtigen, alles was wir haben, ist Hörensagen…und der dubiose Wunsch der AIM, sich unverzichtbar zu machen.“
Dann verfällt er komplett in Französisch:
„Ich werde nicht in die freien Wahlen einer Bevölkerung stören, ohne deutlich mehr Beweise und einen lokalen, legitimen Auftrag zu besitzen!“

Er schaut seinen Teammitglieder an, fährt energisch fort:
„Was sich für mich als unverzichtbar darstellt, und hier möchte ich wissen, wir ihr das seht, ist einen Art von Status, welcher begründet, dass wir hier sind. Mit dieser Existenz in der Illegalität komme ich nicht gut zurecht. Deshalb möchte ich den Einbruch bei dem Informanten in den nächsten Tagen durchführen, um die Anonymität zu nutzen und mich dann auf die Tombu-Villa zu konzentrieren.

Also, was in den nächsten Tagen ansteht: Ich werde Intel anfordern und dann mit Philippé einen Tour zum Tawaniesee machen, um ein paar Dinge nachzubereiten. Gleichzeitig werden Comptòn und Hèrault die Wohnung und den Matrix-Hub observieren und nach eigenem Ermessen Vorstöße Richtung der Wohnung durchführen.
Zur Ausrüstung: Es gilt, unsere Transportmittelfrage zu bearbeiten. Hierzu habe ich meinen Gedanken schon geäußert, weiter Gedanken und Vorschläge an Lena.
Colletté, wenn das hier ein Wunschkonzert wäre, was für ein Flugzeug würdest du haben wollen und was geht in dieser Richtung was wir haben könnten…Für nicht mehr als 200.000?

Waffen und Ausrüstungsgesuche an Lena, bitte mit Details, damit sie ihre Arbeit machen kann. Philippè, wie viel Aufwand müsstest du betreiben, um vos excellentes radios auf vollen Battletech Standard zu bringen?

Ich werde außerdem bei Cpt Uzun den Antrag stellen, Michelle hierher zu verlegen. Goodfellow war bisher immer der Mann, der plötzlich da war, wenn man noch jemand Kompetentes gebraucht hat. Ich will ihm hier im Feld haben. Des Weiteren werde ich ihn bitten, Zoé zu kontaktieren und seinen Bemühungen sie unter Vertrag zu nehmen nochmal ernsthaft zu betreiben!

Er endet und nimmt trinkt die nächste Tasse Kaffee, die ihm gerade jemand eingeschenkt hat.

Norge hört sich das beim Frühstück in aller Seelenruhe an. Dabei trinkt er seinen Kaffee und genießt eine Zimtschnecke. Als Regicide geendet hat, streckt er sich kurz und antwortet dann:
„Also als erstes und nur weil es mir wirklich am Herzen liegt, das die Dinge und Orte so benannt werden wie sie sind, es heißt „der unbenannte Ort“, nicht der unbekannte. Man kennt ihn und hat vergessen, ihm einen Namen zu geben. Deshalb unbenannt. Ist nicht so schwer zu merken.

Dann zu Frau Clark. Tja, gibt ein kurzes Kommentar. Ich habe Leuten schon für weniger die Nase gebrochen.

Nun zum Wichtigen: die nächste Operation. In der Tat finde ich die höchste Priorität liegt auf der Villa. Da bin ich voll auf einer Linie mit dir Regicide. Neben der Legalität gibt es uns auch schnelleren Nachschub und eine Basis im Hinterland. Ein Zwischenstopp, wenn wir länger unterwegs sind, um ein Flugzeug oder Hubschrauber aufzutanken, und was sonst noch alles dazu gehört.
Die Wahlen zu stören bereitet mir keine Kopfschmerzen, wenn wir das für das Ziel, welches wir haben, einsetzen können. Also einfach nur stören macht keinen Sinn. Da brauchen wir einen Plan, damit wir das auch ausnutzen können.
Den Uplink observieren? Macht das wirklich noch Sinn? So wie ich es verstanden habe, bekommt Dahomey doch eh viel Druck, dass die Zensur aufgehoben wird. Ich denke, dass ist ein Problem, auf das wir uns nicht unbedingt konzentrieren müssen. Aber wenn du das willst, opfern wir die Zeit natürlich.
Die Wohnung könnte tatsächlich was bringen, sofern Breslin so Kram hat, da was zu finden nach den vielen Tagen. Kommt ja aus dem Kriminalbereich. Ab wann wird nochmal aus einer Rettungs eine Bergemission? Naja. Versuchen kann man es ja mal.
200.000 Y für ein Flugzeug? Dann haben wir fast 50% weg. Ist das auf Dauer echt billiger als eins leihen? Oder wir fragen den Cpt. ob sowas vielleicht als Zusatz drin ist und nicht unser Budget belastet?“

Damit lehnt sich Norge wieder zurück und schiebt sich das letzte Stück der Zimtschnecke in den Mund und kaut sie genüßlich während er den anderen zuhört.

 

Material- und Kostenbericht

Eine Kurznachricht im AIM Host für Régicide.

„Hallo Lieutenant, ist hoffentlich gerade nicht unpassend, aber ich wollte kurz sagen, dass heute, also am Freitag, den 06.  Oktober 2073, fast alle Bestellungen da sind. Nur die Mörsergranaten samt Mörser, das Remote Control Deck und die letzten Wünsche von Sergeant Norge stehen noch aus. Da weiß ich noch nicht, ob das alles zu bekommen ist. Die private Habe vom Team ist ebenfalls angekommen. Außerdem hat mich Fink drauf hingewiesen, dass wir fast ein Viertel unseres Budgets bereits investiert haben. Genaugenommen wurden für AIM MATTERS vor Ort 239.779 Nuyen ausgegeben. Da ist alles reingerechnet. Natürlich haben wir damit auch einen Grundstock, von dem wir in Zukunft zehren werden. Ich wollte nur sagen, dass wir bei den nächsten Operationen nicht so üppig bestellen sollten.

Übrigens sind auch die Upgrades für die Drone da. Chief Hiller und ich machen uns dran, das Ding aufzurüsten.

Lena out.“

Was geht vor in Dahomey?

06. Oktober 2073

Dahomey kommt nicht zur Ruhe.

Was vor gut zehn Tagen mit Gerüchten über gewaltsame Auseinandersetzungen am Tawani-See begonnen hatte, entwickelte sich seitdem zu einer ausgewachsenen Krise in dem sonst so vorbildlichen Staat in Westafrika. Miles Kane berichtet direkt aus Moskuwa.

„Trotz Nachrichtensperre und Matrixzensur ist es uns gelungen eine stabile Verbindung zu unseren Zuschauerinnen und Zuschauern in aller Welt aufzubauen. Wir berichten hier unter einer schweren Arbeitsbedingung. Wie lange die Verbindung toleriert wird ist ungewiss. Sicher ist, dass die Berichte von gewaltsamen Übergriffen am Tawani-See nicht abreißen. Augenzeugen wollen Vertreibungen, Flüchtlingszüge und verwaiste Dörfer entlang der Ostseite des Sees gesehen haben. Ganze Familien und Siedlungen hatten sich nach Osten aufgemacht, in die sogenannte „Graue Zone“, einem völkerrechtlich umstrittenen Gebiet zwischen Nigeria und Dahomey.

Mittlerweile wird aber auch von ersten Rückkehrern berichtet, die ihre Häuser wieder beziehen. Mutmaßlich um Plünderungen vorzubeugen oder der kriminellen Gewalt nigerianischer Banden zu entgehen. Berichte von Massenmorden konnten bisher nicht bestätigt werden. Bilder von zahlreichen Leichenfunden wurden durch Nigeria lanciert, eine Überprüfung ist aber auch hier unmöglich.

Klar ist: es treffen zwei harte Gegenpositionen aufeinander. Nigeria führt weiterhin Berichte über Angriffe offizieller Kräfte aus Dahomey gegen Minderheiten in der Grenzregion an sowie eine wohl als gesichert geltende Tötung von Mitarbeitern einer nigerianischen Wahlkampagne. Dahomey beruft sich hingegen auf ein illegales Vordringen nigerianischer Truppen in die eigentlich entmilitarisierte Graue Zone und wirft dem Nachbarstaat gezielte Destabilisierung durch kriminelle Banden vor. Denen sagt man enge Verbindungen zur politischen Elite in Nigeria nach. Dahomey befürchtet hier eine bewusste Gefährdung der anstehenden Wahlen im Seegebiet. Trotz Drängen der Afrikanischen Union und Weltgemeinschaft wurde bisher keine unabhängige Autorität im Krisengebiet zugelassen.

Staatliche Berichterstatter aus Dahomey teilen indes mit, dass man am Tawani-See mehr als einhundert Ermittlungsverfahren eingeleitet hat, um örtliche Gewaltakte zu verfolgen und aufzuklären. Gesucht wird nach kriminellen Gewalttätern, die an den örtlichen Vertreibungen und Plünderung beteiligte gewesen sein sollen. Einblicke in Fahndungsmaterial belegen dies scheinbar.

Jedoch, problematisch ist und bleibt, dass Dahomey an der massiven Matrixzensur festhält. Dafür erntet das Land derzeit schärfste Kritik. Heute wurde bekannt, dass die Corporate Court Matrix Authority (CCMA) bereits am 02. Oktober eine geheime Mahnung und Sanktionsandrohung an Dahomey übermitteln ließ. Darin wird Dahomey bis zum 08. Oktober eine Frist gesetzt, die Matrixzensur aufzuheben, unabhängigen internationalen Beobachtern der CCMA Zugang zu den Datenzentren des Landes zu gewähren und die Aufklärung der Genozidvorwürfe uneingeschränkt zu unterstützen. Andernfalls drohen Dahomey Sanktionen in Form einer Abschaltung von Matrixverbindungen in sensiblen Bereichen aus Wirtschaft, Industrie und öffentlicher Infrastruktur. Ein Vorgehen, das von der Weltmatrixbehörde CCMA seit den Euro Wars nicht mehr durchgesetzt wurde. Aktienkurse von in Dahomey stark engagierten Unternehmen reagierten bereits empfindlich.

Miles Kane aus Moskuwa. Ich gebe zurück ins Studio.“

Clark Clash

Am frühen Morgen des 7. Oktober, gut zwölf Stunden nach dem Ende der Operation Genozid, kam es zu einer ersten Auswertung der Berichte der SFG 77 . Das Treffen fand im hell erleuchteten „AIM Operations Host Virtual Strategic Conference Room“ statt, kurz AOHVSCR. Mike Goodfellow, der den Betrieb dieses virtuellen Besprechungsraumes im wesentlichen zu garantieren hatte, nannte den Ort einfach „Cantina“. Man konnte nämlich als Icon, Trideobild oder leuchtende Audio-Verbindung einfach abhängen und wenn kein Offizier anwesend war, lief für gewöhnlich gute Musik oder sogar ein Blockbuster. Bei dieser Nachbesprechung lief also keine Musik. Und es wäre auch unangebracht gewesen.

Die geamte SFG 77 samt Stab war anwesend gewesen. Das Einsatzteam hatte berichtet. Insbesondere Lieutenant Régicide hatte die Ergebnisse vorgetragen. Jeder gab seinen Teil bei. Captain Uzun hörte sich alles aufmerksam an und gemeinsam betrachtete man einige Aufnahmen: der Panzer im dunklen Wasser, Leuchtspurgeschosse in der Nacht, die Befragung des Gefangenen Johann, wohlhabende Igbo in einem Café am Ostufer des Tawani-Sees, der Elefantenkadaver im Baum. Zunehmend rutsche Deputy Secretary Pria Lakshmi Clark, die Projektleiterin des Policy Boards, in ihrem virtuellen Sessel nervös herum. Sogar an ihrem Icon konnte man erkennen, dass sich mit jeder Minute des Berichts eine Anspannung aufbaute. Das wurde so penetrant, dass Captain Uzun irgendwann Miss Clark direkt fragte, ob sie mit etwas nicht einverstanden sei oder ob es einen anderen Grund gebe, warum sie jedem an der Besprechung den Eindruck vermittelte, am liebsten sofort auszuloggen. Ab diesem Zeitpunkt entgleiste die Besprechung. Clark und Uzun lieferten sich ein Wortgefecht, in dem der Captain das Team hauptsächlich in Schutz nahm und versuchte herauszufinden, warum die Deputy Secretary so aufgebracht und unbeherrscht war. Die anderen waren lediglich Zuschauer bei diesem Wortgefecht der zwei B3er Sicherheitsfreigaben. Man musste sich selbst einen Reim darauf machen.

Clark: „… Weil sie, Captain, einen Hermetiker als Teamleiter eingesetzt haben! Das ist der Grund!“

Uzun: „So meine ich das nicht, Miss Clark. Ich meine, warum sie sich an den arkanen Ausführungen stören!“

Clark: „Weil der Fokus falsch liegt, das ist doch völlig klar. Soll ich mal die Zeit ausmessen, die wir hier über die arkanen Seltsamheiten gesprochen haben? Es ist sicherlich – verstehen sie mich nicht falsch – gut und korrekt wenn man in Dahomey das arkane Treiben fest im Blick hat. Aber mein Eindruck ist hier, erstens, dass sich der Lieutenant viel zu sehr an diesen Stilblüten des Erwachten Afrika festgebissen hat. Ja, da gibt es halt denkende Pflanzen, Feenwesen und Totems. Natürlich, das ist Afrika. Aber ich sehe die Sache so, zweitens nämlich, dass hier eigentlich die Augen und Ohren genau da nicht waren, wo es interessant gewesen wäre. Und jetzt höre ich mir hier Sachen an, die solche Versäumnisse hinter bunten Geschichten verstecken sollen! Mit dem magischen Firlefanz ist mir einfach der falsche Fokus gesetzt worden.“

Uzun: „Ich kann das nicht ganz nachvollziehen, wirklich, Miss Clark. Sie müssen auch bedenken, dass eine Abwesenheit arkaner Kompetenz uns ganz massiv Erkenntnisse vorenthalten hätte.“

Clark: „Ja was denn bitte?! Dass sich Dahomey mit der Erwachten Welt arrangiert hat ist bekannt. Und es ist auch bekannt, dass Politik, Wirtschaft und Sicherheitswesen in den Händen säkularer, profaner Männer und Frauen liegen, nicht bei der ländlichen Priesterschaft oder bei Geistern. Es gibt auch keinen Drachen in Dahomey. – Der Lieutenant hat doch die zentralen Fragen gar nicht konsequent verfolgen lassen, wahrscheinlich nicht einmal erkannt: Die Hinweise auf kriminelle Akteure, diese Leute im Straßencafé, der Gefangene Johann, zum Beispiel. Und dann der Hinweis auf Wahlmanipulation. Das hätten wir wissen sollen, Captain! Da liegt der Fokus und hier sehe ich Versäumnisse. Ich habe schon ganz am Anfang gesagt, dass man nicht den Fehler machen soll, sich von der bunten Vielfalt täuschen zu lassen. Genau wie in Sierra Leone oder Liberia sind es kriminelle Strukturen und politische Interessengruppen, die Ökonomie und Staatsverträge und damit unseren Absatzmarkt dominieren. Der Staudamm ist ein Problem der Wirtschaftserpressung und Elefanten spielen da keine Rolle!“

Die Seputy Secretary rauft sich die Haare.

Uzun: „Sie müssen etwas Geduld haben. Wir erschließen uns einen Zugang, das bedeutet nicht, dass wir alles unreflektiert als wichtig und wahr einstufen. Die Missionsparameter waren schwierig. Das war eine Krisenreaktion mit sportlicher Reaktionszeit. Ich finde ihre kritischen Korrekturen auf die Auswertung des Lieutenant gut und wichtig, aber das ist kein Grund hier und jetzt meine Leute so scharf anzugehen. Sergeant Breslin hat gute, sachliche – und nebenbei ganz profane – Berichte geliefert, ebenso die Einschätzung der militärischen und Sicherheitslage durch Sergeant Svenson und Boucard.“

Dem Captain gelingt es die Deputy Secretary etwas auf den Boden zurück zu holen. Sergeant Somborne, der als Videobild präsent ist, wirkt eingeschüchtert und schweigt. Er scheint die Clark besser zu kennen, als sich einzumischen.

Clark: „Sicher, sicher. Entschuldigen sie. Mir geht es nicht darum jemanden hier anzugreifen oder eine Schuld zuzuweisen. Ich möchte es aber noch einmal deutlich sagen: Der arkane Fokus ist meines Erachtens ein schwieriges Feld, das uns nicht weiterbringt. Außerdem scheint mir hier ein ganz unangemessenes Bild von Dahomey konstruiert zu werden, das gefährlich wird, wenn wir es in Zukunft nicht korrigieren. Dieses ganze Gerede über Konfliktlinien entlang Hausa, Igbo und Bariba ist ausgemachter Blödsinn. Das ist bestenfalls eine mediale Strategie und auch dann nicht wirklich tragfähig. Schlimmstenfalls sind es Lügen die uns in die falsche Richtung zerstreuen. Dahomey ist, und das wurde in hunderten Studien belegt, als eines der wenigen Ländern aus dem Teufelskreis dieser ethnischen Zuschreibungen ausgebrochen – schon vor Jahrzehnten. Der Einheitsgedanke des Landes baut auf kommerziellem, ökonomischem, kulturellem und wissenschaftlichem Erfolg. Die interviewten Menschen in den Videos haben gar keine Ahnung, was der Unterschied zwischen Hausa oder Igbo mal irgendwann war. Das ist bestenfalls eine Frage der Mode. Deswegen ist Ihuma auch nicht ‚in Hausa-Hand‘ gewesen, weil der Modus Operandi der Dahomey-Verwaltung ganz anders gestrickt ist. Ihren Leuten wurden da Geschichten aufgetischt. Das merke ich schon bei der Sprachfrage. Die Priesterin bei den Elefanten zum Beispiel. Haben sie den Goldschmuck gesehen? Die Frau war steinreich. Auch das Äußere, die Kleidung. Denken Sie wirklich, die stottert sich so mit Französisch ab? Französisch ist primäre Verwaltungssprache. Die Alphabetisierungsrate liegt bei 99.8%! Die Leute ‚wollten‘ nicht mit ihnen reden. Es gibt gar keine Erziehungspolitik für lokale Dialektsprachen mehr! Die haben das Team wie Touristen abblitzen lassen, wenn sie mich fragen.“

Uzun scheint etwas ratlos und überrumpelt von dieser Sichtweise.

Uzun: „Em, nun, sehen sie, das ist genau das, was wir brauchen. Also ich unterstreiche nochmal: das ist wichtig, dass wir Aufklärungsdaten prinzipiell in Frage stellen. Das ist Routine bei der Auswertung. Und wir haben mit Breslin einen investigativen Analysten explizit vor Ort sowie mit Specialist Lance und dem CCOM auch Leute im Stab, die hier Überprüfungen der Daten vornehmen.“

Clark: „Ja, sicher. Mir geht es nur darum, dass sie hier nicht blind in die erstbeste Geschichte reinstolpern, die sie fasziniert. Ihre Leute waren zwei Tage im Busch und ich lese hier so manchen Groschenroman aus den Daten und wie sie vorgtragen wurden. Fokussieren sie auf die Dinge, die unsere Zielvariablen wirklich betreffen! Wir sprechen uns dann am besten nochmal zur Neubewertung wenn sie die Ergebnisse neu geordnet haben. So kann ich das erstmal nicht akzeptieren.“

Die Deputy Secretary beendet die Verbindung und lässt das militärische Personal allein im virtuellen Raum zurück. Das Icon in Form des Captain Uzun atmet tief durch und blickt aus den Virtual Host in die digitale Szenerie von Moskuwa.

Uzun: „Nun, also, Lieutenant, Sergeants. Machen sie erstmal weiter und überlassen sie die Abstimmung zum Policy Board mir. Fokussieren sie die Auswertung auf die militärischen, sicherheitsrelevanten und politischen Belange, aber bleiben sie mal offen in der Perspektive. Ich kann diesen, em, Ausbruch der Secretary, sage ich mal, nicht richtig einschätzen. Ich bewerte die Sache jedenfalls als Erfolg und die Ergebnisse als zielführend. Aber wir müssen wachsam sein, dass wir in der Unübersichtlichkeit der Lage nicht ertrinken. Da hat Miss Clark schon recht.“

Nach dem Miss Clark den Chat verlassen hat, schaut alles angespannt Richtung Régicide, welcher während der gesamten Tirade nichts gesagt hat. Ob es wohl nur noch eine Frage der Zeit ist, das man Pria Clarks Hirn verteilt an ihrer Bürowand vorfindet, ein 0.5 inch großes Loch in ihrer Scheibe. Negative und Norge sind nicht beunruhigt. Sie kennen Bazut mittlerweile gut, genug um seine Stimmung einzuschätzen. Er wirkt eher amüsiert, auch wenn das recht überraschend ist. Überrascht sind dann auch alle anderen, als der neue Lt. lächelt und sich an Uzun wendet:
„Cpt. mit ihrer Erlaubnis werde ich die Unsachlichkeit von Mademoiselle Clark einfach ignorieren und mich auf die Fakten beschränken?…Danke!
Die konstruktive Kritik ist nicht von der Hand zu weisen, leider lässt sich das nun nicht mehr ändern, schlimmer noch, es ist in der Retrospektive nur wenig Adaption möglich, außer das man gleich völlig anders an die Sache heran hätte gehen können.
Ich denke das wir mit mehr Intel und Background auch effektiver mit der Situation umgehen lernen.

Dann wendet er sich zum Team:
„Die Bedingungen waren katastrophal, wir sind alle unverletzt und haben viele wichtige Informationen erhalten. Wenn es sonst niemand sagt, ich sage:
Ddas war ein verdammt gutes Stück arbeit, très bon!
Rompez!
Cpt, noch auf ein Wort?

Wenn alle anderen sich ausgeloggt haben, wendet sich Régicide wieder an Uzun:
„Diese Misson war von Anfang an ein Schuss ins Dunkle…und hier kommen wir zur ersten wichtigen Frage. Mademoiselle Clark scheint „Ganz oder gar nicht“ zu bevorzugen. Ist das auch ihrer Meinung? Mit Verlaub, Mademoiselle Clark ist mir nicht weisungsbefugt, nicht die Leiterin dieses Team, Operation oder irgend etwas anderem, sie ist der Intel-Hiwi. Deshalb möchte ich für die nächste Mission eine klare Vorgabe, was ich tun soll oder sich die Firma wünscht. Dem entsprechend werde ich meine nächsten Einsätze planen, aber einen Schuss in die Dunkelheit kommt im Moment für mich nicht mehr in Frage. Ohne Intel, Ausrüstung und Trainingszeit gehe ich mit meinen Team in Zukunft nicht mal mehr Kaffee holen!
Oder wir kriegen weiterhin freie Hand, dann brauche ich so etwas wie eben aber nicht mehr!
Als zweites könnte sie Mademoiselle Clark bitte mitteilen das…aber eigentlich kann ich das auch selber tun, dass ich mehr Hintergrundinformationen zu Land und Leuten brauche. Ich warte auch immer noch auf Sprachchips der lokalen Gruppen…
Letztlich“
An dieser Stelle wird er ernst:
„Teilen sie Mademoiselle Clark mit, das sie nie wieder, ich wiederhole: nie wieder, beleidigende Aussagen über mein Team vor meinem Team tätigen wird! Mir kann sie sagen, was sie will, das ist mein Job. Das Team muss sich so was nicht anhören, das ist ebenfalls mein Job. NIE WIEDER!“
Er entspannt sich:
„Besten Dank für ihrer Unterstützung Cpt., ich warte auf ihr Statusupdate“
Salutiert…und wartet…

Der Captain salutiert:
„Damit wäre das hier dann vorrüber. Wenn wir eine Neubewertung der Lage durch den Stab fertig haben, melden wir uns. Rechnen sie damit, dass das um 1800 am heutigen Tag der Fall sein wird. Dann können sie für sich die nächsten Schritte planen und entscheiden, wo sich für sie vor Ort die besten Fenster öffnen. Das Team soll sich heute im HQ bereit halten für Nachfragen. Uzun Ende und Aus. – AIM true und einen guten Start weiterhin dort in Moskuwa.“

Rückflug

Noch während der Wind die letzten Wassertropfen von den Schwimmkörpern fegte, begann Regicide, das Geschehene in Worte zu fassen. Der Rest drückte sich auf der Bank im Innern des Flugzeugs, zwischen Ausrüstung und dem arg ramponierten Boot. Norge musterte das Gesicht des Elfen – die symmetrischen Kreise an Stirn und Wangen zeichneten sich deutlich ab. Als hätte Negative es bemerkt, lehnte er sich vor zum Leutnant
„Was ist das nun, Regicide? Kannst Du die Kreise im Astralraum sehen? Haben die eine Wirkung auf mich?“ unterbrach Negative seinen Vorgesetzten.

„Ja genau, sag doch mal was dazu!“
Norge hatte wohl nur darauf gewartet das Negative das Thema endlich anspricht. Auch wenn er ihn immer wieder mit breitem Grinsen ansah, so machte er sich doch auch seine Gedanken über die Veränderung von dem Elfen.
„
Wenn wir uns wieder was eingefangen haben, sollten wir das schneller rausfinden als damals mit dem Etusan Mist. Vor allem sollten gleich alle bescheid Wissen damit wir diesmal vielleicht schneller auf sowas reagieren können.“
Der Ork verschafft sich ein wenig mehr Platz in dem er das Gepäck zusammendrückt und wartet ab. Er schnauft hörbar aus und holt sich eine Zigarre aus seiner angelegten Ausrüstung. Eigentlich erstmal nur ein Metallzylinder, aber Regicide und Negative wissen genau was darin ist.

Régicide athmet einmal tiefe ein und aus, krammt in seiner Tasche, findet seine Termosflasche, schaut die beiden an…schraubt die Flasche auf, schaut intensive in Negatvies Gesicht, schenkt sich Kaffee ein, trinkt und kurz bevor in Norges Auge ein paar Äderchen platzen, sagt er:
„Langfassung wenn wir zuhause sind! Kurzfassung…Man sieht die Kreise im Astralraum, sie sind wie Teile deiner Haut, die ich auch im Astralraum sehen kann. Nicht magisch, kein Leuchten und nicht kontaminiert.“
Er beugt sich vor, entzündet mit der Spitze seinen verzierten Messers Norges Zigarre, reicht Negative einen Becher Kaffee und deutet auf das Funkegrät:
„Michelle, Sichere Verbindung, Datadump!
Vite, Vite mon ami magique!“

Opening AIM channel
th3 vva9esla\/3 online
encryption established
transmission started
1: encrypted dataset „APC data“
2: BTL data complete chip
3: Picture pack – OP Genozid
4: Video pack – OP Genozid

Ein gutgelaunter CWO Goodfellow erscheint auf dem Bildschirm, als Negative nach etwa einer Stunde Flugzeit noch aus dem Flugzeug einen gesicherten Trideokanal zur AIM etablieren kann:
„Hey Negative! Die Daten sind angekommen. Ich kümmere mich sofort darum! Wie ist es denn gelaufen? Und was ist denn das für eine steile Kriegsbemalung?“

Eine Pause entsteht. Eine unangenehm lange Pause. Eine Pause, in der Goodfellows Mimik alle Schattierungen durchmacht von ausgelassen über das Erkennen seiner Respektlosigkeit zu Erwartung einer klaren Ansage…Aber Negative antwortet nur gedankenverloren:
„Manchmal ändert das Land die Leute mehr, als die Leute das Land ändern…“
Aber schnell findet er seinen Fokus wieder: „Ping mich sofort an, wenn Du an den gesicherten Daten dran bis! Das ist viel wichtiger als der BTL. Den Rest sichern und entsprechend weiterleiten. Die Zusammenfassung des vorläufigen Abschlußberichts liefert Regicide in wenigen Minuten. An die Arbeit!!!“

Nicht ganz zwei Stunden nachdem Negative die Datenanalyse an Goodfellow weitergereicht hat, kommt eine erste Rückmeldung aufgezeichnet ans Einsatzteam vor Ort.

„Yo Sarge! Habe den Kram soweit angeschaut. Wird alles noch etwas dauern, aber mal pronto ’ne Einordnung. Und em… cooles Makeup. Ihr seid ja richtig upper class, ich seh schon. Also nix für ungut. Ist ok so für mich!“

Verschiedene Prozessfortschritte werden eingeblendet und verdecken das Gesicht des Chief. Es sind wohl Entschlüsselungsroutinen.

„Also das geilste zuerst. Die APC Data oder was auch immer. Die Entschlüsselung ist ziemlich hart. Die Datenstruktur ist aber schon klar. ich kenn mich mit dem Kram aus. Das sind BattleTac Manöverdateien. Das benutzt man in virtuellen Gefechtsfeldern um Soldaten in Großmanöver einzubinden. Also ich meine, das sind keine Mitschnitte von eingetretenen Türen, sondern der Soldat war vielleicht Gruppenführer oder Rigger und hat an einem virtuellen Manöver oder einer Schlachtfeldsimulation teilgenommen. Diese Dateien werden als Evaluation ausgegeben, quasi zur Leistungsbeurteilung und zur Manöverkritik. Vielleicht auch zur strategischen Anpassung. Von der Datenmenge her würde ich sagen, das waren mehr als zehntausend beteiligte Nodes, also strategische Akteursobjekte. Kommt ein bißchen auf die Zeitdauer an und Komplexität an, aber auf jeden Fall Regimentsmanöver oder Mobile Expditionary Unit oder sowas. Könnte was echt Großes sein! Also ‚geiler Scheiss‘ drauf!“

Ein virtueller Stempel auf der laufenden Entschlüsselung vermerkt: ‚heavy shit‘.

„Den BTL kann man nicht wirklich analysiseren. Ist jedenfalls schwarzer Kram. Simsense ohne RAS-Override, man kann also als Zombie rumlaufen – gemischte Realität und so. Full sensory, würde ich meinen, aber keine Div-X oder Raw Data. Will sagen: irgend eine Designerfahrung, vielleicht gemischt mit realen Erlebnissen. Das Problem ist, dass man slotten muss um zu erleben was drauf ist. Das lässt sich nicht decodieren, weil BTL eine unmittelbare Erfahrung induziert die man auch nicht einfach kopieren oder runterrechnen kann. Man kann hächstens ein Simsense Record aufzeichnen während jemans das Ding gerade geslottet hat. Aä? Klar wie ich’s mein? Jedenfalls sind die Daten die ich habe größtenteils nutzlos. Ihr habt nicht das Equipment um das wirklich von dem Chip runter zu kopieren. Und selbst wenn, würde es auch nichts bringen. Entweder ihr slottet, oder findet jemand, der es für euch macht und schneidet dem das Erlebnis mit ’nem Simrig mit. Wo ist denn Zoé? Habt ihr so einen Simsense Panzer bei der Hand?“

Diese Dateien bekommen den Stempel ‚mindfucking shit‘!

„Was die Bilder und Videos angeht, bisher größtenteils Fehlanzeige. Aber ich bleibe dran. Wen ich aber habe ist die Grinsekatze aus dem Café mit den Checkern. Der Kerl heisst Amobi und scheint ein reicher Typ zu sein. Ein Nigerianer, der in Nigeria als Tierschützer und Investor auftritt und gerade auch Wahlkampfreden in der Matrix schwingt. Er unterstützt da ein ‚Prinzenpaar‘ in der Wahl. Komisch, ich dachte Nigeria wär’ne Diktatur. Wusste gar nicht, dass die ’nen König haben. Aber dieser Amobi ist wohl eher ein kleines Licht in der Hinsicht. Macht wohl in Finanzen, Kredite und kleine Unternehmenssubventionen und sowas.“

Amobi

Amobi bekommt den Stempel ‚rich bro with attitude‘. „Also Sarge, man sieht sich! AIM true.“

Misson Prep

Régicide war im vollen Mission-Prep Mode…um dann fest zu stellen das die zwei Dinge die ihn am meisten vor einer Mission beschäftigen,. Obsessives brüten über Plänen, Karten und Grundrissen und das präparieren von Ausrüstung, diesmal nicht besonders viel Zeit bedürfen. Zum einen gibt es diesmal kein 3D Modell das er stundenlang auswendig lernen kann, zum anderen gibt es bicht viel an Ausrüstung!

Diejenigen die Bazut Morelle kennen, wie viele kleine Taschen, Päckchen und Kleinkram er an seinem Körper verstaut, kann nachvollziehen das er für einen kurzen Moment ein wenig verstört aussieht wenn seine Ausrüstung in einen kleinen Rucksack passt:
Eine neues, leeres Smartphone mit Pre-Paid-Karte und ein Sat.Telefon; zusätzlich eine Mail an Wage; ein paar Handfesseln und seine 9000Ny Kamera die das Team in einer kalten Nacht in Inarie gekauft hat. Kein Werkzeug, keine Tech Gizmos, Smartbrille, Kopfhörer….nur seine Foki und Fetische…und sein Messer.
„Very Jedi“
…der Gedanke lässt ihn schmunzeln…mittlerweile hat also auch Mikes Einfluss sich in ihm eingenistet.

Schließlich findet er dann doch noch ein paar Dinge um seine Zeit herum zu bringen. Neben dem gemeinsamen Beladen des Flugzeuges müssen die E-Bike getestet werden, ein weiteres Schmunzeln über das massive Gerät für Norge und die Zwergenvariante.
Er sucht sich eine Satz Kleidung zusammen um möglichst unauffällig auszusehen. Durch seinen Skiurlaub, in dem er sich reichlich gesonnt hat, schließlich wusste er ja das es nach Afrika geht, hat er einen sehr gesunde Bräune bekommen. Im Gegensatz zu anderen Rothaarigen, geht er nicht in Flamen auf wenn er sich der Sonne aussetzt. Gebräunt und in entsprechenden Klamotten kann er einen überzeugenden Nordafrikaner abgeben, Sprache eingeschlossen. Negativ, abgesehen von den Ohren, sieht einfach aus wie ein Einheimischer und Norge sieht immer aus wie….Norge!
Zuletzt ist das Gewehr zu checken. Da Lena aber gute Arbeit geleistet hat und es keine Gelegenheit gibt die Waffe einzuschießen, bleibt hier nicht viel zu tun. Zusammen mit der Tatsache das er er fast 6 Monate keine Waffe abgefeuert hat, hofft er einfach das er keine Langstreckenschüsse abgeben muss. Oder das eine Person die meint, das Leute aus ihren Häusern zu treiben ein guter Zeitvertreib ist, sich unklugerweise in Messerreichweite begibt.
Oder noch einfacher…Norge!

Erster Apell, Offizier an Deck

Dass sich Régicide Zeit nimmt, die drei Unterstützungsmitglieder der SFG 77 persönlich und herzlich zu begrüßen, kommt gut an. In dem nun langsam doch etwas explodierendem Chaos der eiligen Einsatzvorbereitung hatte damit wohl keiner so recht gerechnet. Lena ist fast etwas beschämt und wird leicht rot bei dem förmlichen Lob. Die Wangen bleiben rot, nach dem ersten Glas Wein. Fink einmal persönlich kennenzulernen ist ebenfalls interessant. Er könnte vom Auftreten Butler gewesen sein. Ein leiser Typ, sehr höflich und unaufdringlich, bedankt er sich für den „Vorschuss an Anerkennung“, wie er sich ausdrückt. Die etwas unterkühlte Pilotin scheint durchaus überrascht von Régicides Geste. Vielleicht sogar angenehm! Wie Rigger, vor allem Piloten, halt manchmal so sind, ist der Grad ihrer Coolness ab und an schwer erträglich. Aber die kleine Aufmerksamkeit kommt gut an. Von den Dreien ist Chief Hiller auch diejenige, die am meisten militärische Routine verinnerlicht hat. So bedankt sie sich dann auch leise beim Händedruck, für den Sie Haltung annimmt: „Danke, Lieutenant.“

Régicide arrive

Bazut Morelle verlässt den Flughafen von Lome am Abend des 02. Oktober. Nach kurzen Aufenthalt in der Stadt besteigt er einen Hyper-Loop und läßt sich mit knapper Unterschallgeschwindigkeit Richtung Norden schießen. Jedoch fährt er nicht bis Maskuwa, sondern steigt in Natitingou aus. Nach einer Übernachtung mietet er sich ein Auto und fährt die letzten hundert Kilometer.
Nach der lange Pause von seinem Team und seiner Arbeit, den vielen Dingen, die passiert sind…die Person, die er geworden ist…wäre es nicht besser gewesen, wenn man Zeit gehabt hätte, sich wieder einzugewöhnen, einen Rhythmus zu finden, sich vorzubereiten?
Vielleicht ist aber auch gut so. Ein inneres Gefühl sagt ihm, dass an dieser Stelle etwas Neues beginnt, für ihn bereits begonnen hat. Seine Entscheidung, den Pakt mit Adra zu erneuern…über kurz oder lang würde er mit den anderen darüber sprechen müssen, aber für den Moment war es nur für ihn wichtig. Den ab diesem Moment war er nicht mehr der, der er einmal gewesen war. Das Ziel diese Weges war noch nicht in Sicht, aber die Reise hatte begonnen.
Das selbe galt für die 77. Francois war nicht mehr hier, Zoe für den Moment auch nicht! Der Pazifik-Konflikt ist vorüber, ein neuer Auftrag, ein neues Land, neue Mitarbeiter, ein neues Team-Mitglied. Das war keine neue Folge, nicht die nächste Season, nicht Mal ein andere Serie. Für Régicide war es als ob er den Fernseher ausgemacht und ein angefangen hat in einem unbekannten, riesigem Buch zu lesen.
Jetzt war es Zeit für le professionnel, nicht den Soldaten, der er einmal war, sondern für den Krieger des rauchlosen Feuers, zu dem er finden würde, wenn die Zeit reif ist.

Darum die Autofahrt, für den ersten Eindruck von Dahomey, ein Land, das er nur aus den Nachrichten kannte. Die Autofahrt verlief soweit ereignislos, der E-SUV, den er gemietet hatte, rauschte fast lautlos die moderne Straße hinunter; und wenn man es gewollt hatte, hätten Autopilot und Grid-Link den Wagen von selbst bis in die Tiefgarage der HQ gefahren.

Dahomey war so ganz anders als das Afrika, das er kannte. Ganz anders als die Krisengebiete im Sudan, wo er vor vielen Jahren als Mitglied einer Einsatzgruppe der GIGN einen Geiselnahme in einem autonomen Konzerngebiet mit starken Bindungen zu Frankreich vereitelt hat. In Dahomey war nicht alles staubig und dreckig, dominiert von Megaindustriebau und Vavelas. Es war auch anders als Süd-Afrika, wo Apartheid zum Chic des modernen Lebens gehört und die Arm/Reich Schere so weit auseinander klafft, dass man sie als Lineal benutzen kann.
Dahomey war anders, und nur die wenigen Stunden, die er hier verbracht hatte, reichen aus, um Bazut verständlich zu machen, warum Philippè einen träumerischen Blick bekommt, wenn er von zuhause erzählt. Diesen Land zu mögen…schon nach einen Blick in den Astralraum des Urwaldes, macht klar, diese Land zu mögen ist nicht sehr schwer.

Als Bazut seinen Cred Stick aus dem Bordcomputer zieht und das Auto selbständig zu seinem Ausgangspunkt zurückkehrt, hat Lena ihn bereits in der Tiefgarage in Empfang genommen. Er lässt sich von ihr das ganze HQ zeigen, alle Mühe und Arbeit, die sie investiert hat, alle Ausrüstung und Besorgungen. Zunächst ist er dabei sehr sachlich, fragt nach, wann die restliche Ausrüstung ankommt, wie weit die Vorbereitungen sind. Hiller wird in dieses lange Gespräch miteinbezogen, ebenso Fink und Negative, und am Ende auch Norge, wenn er von seinem Rundgang zurückkommt.
Schließlich wendet er sich den drei Personen zu, die den Team zur Unterstützung zugewiesen wurden. Seine Miene wird sanfter, freundlicher:
„Was ihr drei hier in den letzten Tagen auf die Beiden gestellt habt, ist eine beeindruckende Leistung. Vous avez fait du bon travail! Ich habe schon erwähnt, dass ich mit der Auswahl unseres Supports-Teams sehr zufrieden bin, was ich aber noch nicht gesagt habe…“
Er schüttelt jedem von den Dreien die Hand:
“Willkommen in der soixante dix-sept. Ihr seid jetzt Teil des Teams!“

Dann wird eine Flasche Rotwein geöffnet und dazu benutzt, die eine Ecke der Übersichtskarte am wieder aufrollen zu hindern. Da es keine Informationen gibt, die eine Detailplanung zulassen, findet ein lockere Ideenaustausch statt. Wie geht man vor, in welche unterschiedlichen Schritten nähert man sich dem Problem, Hiller erklärt die Fähigkeiten des Flugzeuges und die Anflugrouten.
Bazut lehnt sich zurück…das hier ist ein gutes Team, sein Team! Lt.Morelle…diese Tatsache setzt sich nun als wirkliche Realität in seinem Kopf fest!
tres bon, commençons…dann lehnt er sich vor um seinen abschließenden Fragen zu stellen.

Materiallieferung

Am Mittag des 03. Oktober 2073 berichtet Lena im virtuellen Operations Host knapp, dass eine erste Bestellung vom lokalen Schwarzmarkt eingetroffen sei. Nicht schlecht, mag so mancher denken. Das waren weniger als 24 Stunden Reaktionszeit! Wer sich auskannte mit Hehlern und Fixern, durfte anerkennend nicken. Chief Hiller bemerkte bissig an, dass sie den Kram doch in der Nebenwohnung auf Vorrat gehalten hätte, um zu beeindrucken. Wer schon vor Ort im HQ war, wie etwa Norge und Negative, die konnten direkt beim Auspacken helfen und die schweren Studiokisten in die sicheren Räume rollen. Wie auch immer, es war nicht alles dabei:

„Lieutenant, Kameraden, die erste Lieferung der georderten Bestellungen ist angekommen. Da das Team schnell ins operative Geschäft kommen soll, habe ich Druck gemacht! Die aktuelle Bestandsliste habe ich etwas umgemodelt und bewegt. Sie kann nun mit privaten Dingen ergänzt werden, wenn ihr etwas aus euren persönlichen Beständen für die Allgemeinheit in die Runde werfen wollt. Ihr könnt auch kommentieren wenn es was wichtiges gibt. Aber bitte ändert am Bestand nichts eigenwillig, sonst komme ich total durcheinander!

Also, geliefert wurden lokale Tarnklamotten, Gewehre, Schutzwesten, die Aufklärungsdrone, die Fahrräder, das Gummiboot… em… ‚tschuldigung: das Zodiac C101, wie Chief Hiller betont. Dann auch die Kameras und Munition. Die Munition für das LMG ist auch schon da, aber das LMG selbst noch nicht. Das könnte noch ein paar Tage dauern, sorry! Genauso die schweren Sachen. Der Mörser und die Raketen. Der Mörser! Das ist sowas. Norge, das ist echt ein Ding. Dafür schuldest Du mir einen Drink. Du hättest das Gesicht sehen sollen, als ich von den Mountainbikes direkt zum Mörser übergegangen bin! Das ist auch hier nicht leicht zu kriegen! Aber ich arbeite dran. Eure persönliche Habe ist auch unterwegs. Allerdings verzögert sich das, weil ein Schiff nicht wie geplant einlaufen kann. Ich bin da dran! Zu den Fußbällen sage ich mal besser nichts…

Ach ja, alle bisherigen Bestellungen, auch die noch ausstehenden, haben bisher 125.000 =Y= gekostet. Teuerster Posten waren die Raketenwerfer und der Mörser mit zehn Projektilen. Die kommen auf ungefähr 30.000 =Y=.

Bis dann!“

Lena salutiert und die Aufzeichnung endet.

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